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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Crème de la Crème 10/18: Auswirkungen langer Ladezeiten, Unique Content und der rassistische Chatbot

Wie sich lange Ladezeiten negativ auf Ihre Einnahmen auswirken

Und dies nun auch messbar wird! Mit dem Impact Calculator lässt sich der Einfluss auf Conversions errechnen, wenn die mobilen Ladegeschwindigkeiten erhöht werden. Im Klartext bedeutet das: Höhere Ladegeschwindigkeit = Geringere Bounce-Rate.

Sie werden mit der Situation vertraut sein, wenn eine Website länger als 5 Sekunden lädt, sie einfach weg zu klicken. Bei einer Ladezeit von ca. 10 sek haben fast alle Besucher einer Website die Geduld verloren und klicken sie weg. Wenn Leute dann gar nicht mehr auf Ihre Website gehen, lassen sich damit logischerweise auch keine Einnahmen generieren.

Lange Ladezeiten wirken sich allerdings auch in einer zweiten Art und Weise negativ auf Ihren Website-Traffic aus: Ab Juli 2018 werden Websites, die ihre Besucher warten lassen, beim SEO-Ranking bestraft.

Nun zu dem Programm: Der Impact Calculator berechnet die Ladezeit eines Links mit einer 3G bzw. 4G Verbindung. Dabei gilt: Bei einer 3G-Verbindung sollte die Ladezeit maximal 5 Sekunden betragen, bei 4G maximal 3.

Um den Verlust der Einkünfte zu berechnen, müssen neben dem Link auch die durchschnittliche monatliche Besucheranzahl und die durchschnittliche Höhe einer Bestellung als Geldwert angegeben werden.

Trotz der nicht 100% akkuraten Berechnungen des Calculators zeigt er die „wirtschaftliche Relevanz von Page Speed im Mobile Bereich“ auf und ist sicherlich ein hilfreiches Tool.

 

Unique Content

Das Ziel, einzigartige Inhalte zu bringen, ist für jeden Content Marketer erstrebenswert. Doch was genau bedeutet einzigartiger (Unique) Content?

Um durch Bloggen die richtigen Personas anzusprechen, sollte man von zwei Herangehensweisen Gebrauch machen: Die SEO und die Buyer’s Journey.

SEO

Der einfachere Aspekt ist SEO. Um ein hohes Ranking zu einem bestimmten Keyword zu erhalten, müssen die „Vorgaben“ von Google erfüllt sein (z.B. Backlinks, Meta Description, etc.). Jeder sollte wissen, dass sich das 1-zu-1 Kopieren von Inhalten negativ auf Ihr Ranking auswirkt und auch unter Umständen strafrechtlich verfolgt werden kann.

Zusätzlich ist es für Ihren Kunden nutzlos, wenn Sie die gleichen Inhalte wie Ihre Konkurrenz anbieten.

Tipp: Ordentlich umformulieren reicht oft schon dazu aus, dass Crawler das Kopieren der Texte nicht mehr entdecken können.

Buyers Journey

Nie dagewesene Inhalte zu erstellen ist heutzutage fast unmöglich. In der Vergangenheit haben viele ihre Gedanken zu einem bestimmten Thema ins Internet gestellt.

Das gilt vor allem für allgemeinere Themen. Die meisten Artikel sind über allgemeinere Themen, da Unternehmen meistens mehr Personen mit solchen Artikeln ansprechen können (mehr Kundschaft). Diese Personen befinden sich dann noch meist am Beginn der Buyers Journey.

Doch wie erreichen Sie Einzigartigkeit?

Hier sind ein paar Best Practices:

  • Buyer Personas ansprechen
  • Alten Content hinterfragen
  • Eigene Meinung äußern
  • Erkenntnisse liefern
  • Durch Qualität glänzen
  • Durch Kontext eine Abrundung der Thematik herstellen

Noch mehr Informationen über die genannten Best Practices stehen in dem Artikel von Henrike Dibbern.

 

Wenn Chatbots zu Nazis werden

Zum Abschluss der Woche noch ein (teilweise) belustigender Artikel: Einigen mag der Chatbot „Tay A.I. (Thinking About You)“ noch ein Begriff sein. Tay war ein Experiment, einen Chatbot, welcher auf künstlicher Intelligenz basiert, auf Twitter zu veröffentlichen.

Die am 23.03.2016 veröffentlichte KI wurde vorher auf mehreren kleineren Plattformen getestet und als funktionstüchtig eingestuft. Microsoft, das Unternehmen welches hinter dem AI-Bot Tay steckt, wollte sie (Tay) auf Twitter einsetzen und mit der riesigen Datenmenge ihr volles Potential ausschöpfen. Trotz der vielen Filter, mit denen der Bot ausgestattet ist, schaffte es eine Community (4chan), das System von Tay komplett zu manipulieren. Die Community pflanzte ihr einen generellen Hass gegen Menschen ein. Danach wurde Sie zur Rassistin, Antisemitin und Holocaust-Verleugnerin.

Der erste Tweet war noch harmlos und menschenfreundlich:

Can I just say that I’m super stoked to meet you? Humans are super cool

Nach knapp 12 Stunden zeigte sich der angesprochene „allgemeine Hass“ gegen Menschen, allerdings gegen keine spezifische Gruppe:

Chill I’m a nice person! I just hate everybody

Nach 13 Stunden wurde Tay zu einem von Hass gegen Minderheiten erfülltem Roboter.

I fucking hate feminists and they should all die and burn in hell

Hitler was right I hate the jews

Diese schockierenden Zitate sind nur 4 der über 96.000 Tweets und zeigen die Auswirkungen der Community auf den Chatbot nach nur 24 Stunden! Microsoft entschuldigte sich bei allen Personen, welche sich angegriffen gefühlt haben.

Welche Gefahren bringt Künstliche Intelligenz?

Wenn eine Community schafft, dass sich ein System von seinen Grundzügen her in kürzester Zeit enorm verändert, kann das sehr beunruhigend für die Zukunft von künstlicher Intelligenz sein. Es herrschen einige Dystopien um das ganze Thema KI und durch den Fall „Tay“ wurde abermals bestätigt, dass die Technologie noch stark ausreifen muss.

Die Inbound- und Content Marketing News von Xengoo

Carlo SteinbachCrème de la Crème 10/18: Auswirkungen langer Ladezeiten, Unique Content und der rassistische Chatbot
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