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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Marketing Automation für ein positives Kommunikationserlebnis – keine Abspeisung mit allgemeinem Bla Bla

Wie in jeder Branche, steht die Automatisierung auch in Marketing unter Verdacht, Arbeitsplätze wegzunehmen. Außerdem hat sie bei manchen den Ruf, Interessierte mit allgemeinen, vorgefertigten Informationen abzuspeisen und so das Nutzererlebnis zu schmälern.

In Wirklichkeit ist das aber nicht der Fall.

Eine gut durchdachte Automatisierungsstrategie sorgt für ein positives Kommunikationserlebnis beim Nutzer. Und macht sicherlich niemanden überflüssig.

Marketing Automation ist nicht gleich Künstliche Intelligenz

Auch wenn das Wörtchen „Automatisierung“ den Eindruck erwecken kann, dass die Prozesse von alleine ablaufen und Sie damit nichts mehr zu tun haben, weil das System sozusagen selbst denken bzw. lernen kann, ist dem keineswegs so. Wir reden hier nicht von einer Künstlichen Intelligenz, die sich das Verhalten der Besucher auf Ihrer Website ansieht und entsprechende Reaktionen auslöst oder weitere Inhalte vorschlägt. (Das gibt es sicherlich auch, aber sehr wahrscheinlich nur zu einem Budget, das Sie sich in Ihren kühnsten Träumen nicht vorzustellen wagen.)

Automatisierung bedeutet im Marketing im Endeffekt vordefinierte, thematisch abgestimmte Reaktionen auf vorausgegangene Aktionen.

Vordefiniert von Ihnen.

Im System aufgebaut von Ihnen.

Analysiert und optimiert (Sie ahnen es sicher) von Ihnen.

Sie sind dafür verantwortlich, den Prozess zu definieren und die weiterführenden Angebote zu erstellen. Es ist auch Ihre Aufgabe die Abläufe im Marketing Automation System aufzusetzen, zu analysieren und ggf. zu optimieren.

Sie werden also bei der Automatisierung Ihrer Marketingkommunikation keinesfalls überflüssig. Sondern behalten die Kontrolle über die automatischen Abläufe.

Vorgefertigte Texte sind immer allgemeines Bla Bla und schmälern so das Nutzererlebnis

Nur, wenn Sie für den Kontakt irrelevante Informationen verschicken.

Damit Ihre automatisierten Reaktionen für den Nutzer auch wirklich relevant sind, müssen Sie ihn bzw. die Buyer Persona, wie im Inbound- und Content Marketing üblich, vorher kennen. Aus diesem Wissen heraus entwickeln Sie inhaltliche Angebote, die den Funnelstufen entsprechend gestaffelt werden und so aus einem Besucher einen Lead und im Idealfall letztlich einen Kunden machen.

Das Entwickeln von Angeboten (bspw. Whitepaper, Videos oder Infografiken) und die Definition der Zeiträume, in denen ein Lead diese Informationen erhält, liegen komplett bei Ihnen. Die Automatisierung tritt erst dann ein, wenn Sie die Interessen eines Leads kennen und er seinem thematischen Interesse entsprechend mit Informationen versorgt wird.

Sie werden also mit vorgefertigten Texten arbeiten, ja. Davon kann sich niemand freisprechen, der mit einem Marketing Automation System arbeitet.

Wirklich wichtig ist hier aber, dass die Informationen auf das Interesse des Kontaktes abgestimmt sein müssen. Wenn Sie bspw. Angebote zu folgenden drei Themen haben:

  • Inbound Marketing allgemein
  • Bloggen für Unternehmen
  • Marketing Automation

Und ein Besucher auf Ihrer Seite lädt sich etwas zum Thema Bloggen herunter, wird er in Folge dessen nur weitere Angebote zum Thema Bloggen erhalten. (Wenn Sie Ihre Automation so aufgesetzt haben, wovon wir hier jetzt mal ausgehen. 😉 )

Das können Links zu weiteren hilfreichen Inhalten sein, das Angebot zu einem weiteren kostenfreien Download oder oder oder. Ihre Buyer Persona wird Ihnen da Vorgaben liefern, welches Format sich lohnt.

Das Nutzererlebnis wird aufgrund der thematisch relevanten Informationen positiv gestaltet – selbst mit vorgefertigten Abläufen und Texten.

Automatisierung ist also ein neuer Begriff für „Spam“?

Nein.

Nein.

Und nochmals: Nein.

Spam ist der unaufgeforderte Erhalt von unerwünschten Werbemails.

Marketing Automation geht aber mit der Nutzung eines Double Opt-in Verfahrens einher, sodass im System sichergestellt ist, dass Sie niemandem eine Email ohne dessen Zustimmung schicken können.

Zusätzlich sind die Emails nicht nur thematisch abgestimmt, wie oben im Sinne des Inbound- und Content Marketings beschrieben, sondern vor allem auch überhaupt nicht werblich. Sie versenden relevante Inhalte, von denen der Kontakt etwas lernen kann. Ohne Preisangaben. Ohne Feature-Aufzählungen. Ja, sogar lange, ohne Ihre Produkte überhaupt zu erwähnen.

Zu guter Letzt orientiert sich auch der gesamte Zeitraum und die Frequenz, über den Sie Ihre Leads pflegen, an der Buyer Persona und daran, wie langes es dauert, bis deren Informationsbeschaffungs- und Kaufprozess abgeschlossen ist. Genau diesen Zeitraum teilen Sie im Marketing Automation System in Intervalle ein und versenden darin Ihre Emails.

Wenn jemand innerhalb dieser Zeitspanne nicht eine von Ihnen vordefinierte Anzahl von Aktionen ausgeführt hat, wird er automatisch (und wieder von Ihnen vordefiniert) als nicht interessiert markiert und aus dem Prozess entfernt.

Selbstverständlich hat ein Kontakt jederzeit selbst die Möglichkeit sich vom Empfang der Emails abzumelden. Die meisten Systeme lassen es überhaupt nicht mehr zu, Emails ohne einen solchen Link zur Abmeldung zu verschicken.

Freiräume für andere Aufgaben

Ich möchte nicht behaupten, dass die Vorbereitung der Nutzung eines Marketing Automation Systems mit links erledigt werden kann. Richtig gemacht, nimmt sie zu Beginn definitiv viel Zeit in Anspruch.

ABER:

Haben Sie die Buyer Persona, die inhaltlichen Angebote und die Prozesse erarbeitet und live geschaltet, haben Sie hinten raus im Tagesgeschäft mehr Zeit für anderes.

Schließlich müssen Sie Leads nicht mehr händisch für ihr Interesse am Unternehmen danken. Oder sich eine Erinnerung in den Kalender machen, um das nächste Inhaltsangebot pünktlich an eine bestimmte Gruppe Ihrer Kontakte zu schicken.

Das läuft, wie von Ihnen vordefiniert, automatisch ab.

So haben Sie nach der initialen Einstellung mehr Zeit sich der Analyse und ggf. Optimierung der laufenden Prozesse und selbstverständlich auch anderen Aufgaben zu widmen.

Fazit

Wir halten also fest:

» Marketing Automation trägt zu einem positiven Kommunikationserlebnis für Ihre Kontakte bei. Vor allem, wenn Sie Ihre Prozesse im Sinne des Inbound- und Content Marketings aufsetzen.

» Sie behalten die Kontrolle über die Prozesse.

Und am aller wichtigsten ist wohl,

Sie können durch ein Marketing Automation System nicht ersetzt werden.

Es wird immer eine Person geben müssen, die das System einrichtet, die Vorgänge analysiert und optimiert.

Beitragsbild: StockSnap auf pixabay

 
 
Unsere Erfahrungen bei der Arbeit mit der Marketing Automation Software HubSpot

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