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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Jetzt gibt’s was auf die Ohren Teil 2: Die Podcast-Produktion

Wie Sie noch heute Ihre erste Podcast-Folge aufnehmen

Vor nicht allzu langer Zeit haben wir zum ersten Mal von einem neuen Content-Marketing-Instrument berichtet, das seit der Böhmermann-Schulz-Ära in aller Munde ist: DER PODCAST.

Spätestens seit der Veröffentlichung unseres Artikels Podcasts als unterhaltsames Content-Marketing-Format wissen Sie, dass ein Podcast wie ein Audio-Show funktioniert, die kostengünstig und einfach zu produzieren ist und Ihre Botschaften auf direktem Weg zu Ihrer Zielgruppe transportiert.

Sie fragen sich, wo der Haken ist, denn das klingt eigentlich zu gut, um wahr zu sein? Einen Haken gibt es nicht. Allerdings müssen einige Vorbereitungen getroffen werden, damit Ihrer erfolgreichen Podcast-Produktion nichts mehr im Wege steht. Aber auch das ist alles halb so wild. Sie werden sehen, am Ende des folgenden Artikels ist Ihre erste Podcast-Folge schon so gut wie produziert. 😉

Welche Vorbereitungen müssen Sie treffen, um Ihre erste Podcast-Folgen zu produzieren?

Content-Erstellung: Erfolgreiches Podcasten mit Redaktionsplan

Ein Podcast ist eine Audio-Sendung, die regelmäßig erscheint und dementsprechend vorbereitet werden muss. Das heißt natürlich nicht, dass die ein oder andere improvisierte Einlage nicht unterhaltsam ist. Im Allgemeinen gilt aber, dass ein Redaktionsplan auch beim Podcasten Gold wert ist.

Sollten Sie bereits bloggen, haben Sie es leicht, denn Sie können Ihre Blog-Inhalte als Vorlage für Ihren Podcast verwenden. Durchforsten Sie Ihre Redaktionspläne sowie ältere Blog-Beiträge und überlegen sie, welche Themen und Inhalte bei Ihren Lesern für Gesprächsstoff gesorgt haben und sich für eine detaillierte Ausführung in Form einer Podcast-Folge eignen.

Da viele Podcasts scheitern, weil Ihnen nach wenigen Folgen der relevante Content ausgeht, ist es wichtig, dass Sie die Themenschwerpunkte für die ersten zehn Folgen setzen sowie die Inhalte für die ersten drei Folgen vollständig vorbereiten. Sie können den Sprechtext schreiben oder, wenn es sich um ein Interview handelt, Fragen vorbereiten und diese mit Ihrem Interviewpartner vor der Aufnahme durchgehen.

Wählen Sie einen aussagekräftigen Namen und ein ansprechendes Logo

Im Rahmen der Content-Planung ist Ihnen sicherlich bereits der ein oder andere treffende Name für Ihren Podcast eingefallen. Achten Sie darauf, dass dieser sowohl Ihre Buyer Persona anspricht als auch Ihre Themenschwerpunkte widerspiegelt und bestenfalls passende Keywords enthält.

Entwerfen Sie dazu ein ansprechendes Podcast-Logo für iTunes & Co., das Ihrem Branding entspricht (Schrifttyp, Farbe, Logo etc.), quadratisch ist und mindestens 1400 Pixel Kantenlänge hat. Informieren Sie sich über die spezifischen Größenvorgaben in den iTunes Podcast FAQs und designen Sie Ihr Logo selbst mit Canva oder Photoshop oder suchen Sie sich einen Logo-Designer bei Fiverr. Jede Mühe lohnt sich, denn Ihr Podcast-Logo ist Ihr Aushängeschild bei iTunes & Co. und muss selbst dann ins Auge stechen, wenn es stark verkleinert dargestellt wird.

Intro & Outro

Viele beliebte Podcasts starten und enden mit einem musikalisch unterlegten Intro (Ansage)/Outro (Verabschiedung). Das führt nicht nur ins Thema ein, sondern schafft in erster Linie einen Wiedererkennungswert bei Ihren Hörern. Auch Sie sollten ein Intro/Outro produzieren, zum Beispiel mit einem Song, der zu Ihrem Thema passt.

Vorsicht: Achten Sie darauf, dass der gewählte Song frei von Rechten Dritter ist, sodass keine GEMA-Gebühren anfallen. Eine hochwertige Plattform für lizenzfreie Musik ist beispielsweise Premiumbeat.

Natürlich können Sie auch selbst zum Mikro greifen und einen eigenen Song aufnehmen. 😉 Das funktioniert zum Beispiel mit der Apple Software GarageBand.

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Jetzt geht’s ans Eingemachte: Produzieren Sie Ihre erste Podcast-Folge im MP3-Format

Welches Equipment brauchen Sie, um einen Podcast aufzunehmen?

Das Mikrofon

Das Mikrofon ist der wichtigste Bestandteil Ihrer Podcastaufnahme. Hier sind einige Empfehlungen für hochwertige Broadcast-Mikrofone:

Rode Procaster

Das Rode Procaster ist ein dynamisches USB-Mikro und wurde speziell für den Broadcast Bereich entwickelt. Eine hochwertige Sprachübertragung ist garantiert.

Shure SM57

Das Shure SM57 ist ein portables Mikrofon, das eigentlich als Instrumenten-Mikrofon entwickelt wurde, sich aber ebenso gut für Sprachaufnahmen eignet.

Auna MIC-900B

Stabiles USB-Kondensator-Mikrofon.

Samson Meteor Mic

USB-Studio/Podcast-Mikrofon mit einklappbaren Füßen, das kompatibel mit den meisten Audio-Anwendungen ist.

Die Aufnahme- und Postproduktions-Software

Mindestens genauso wichtig wie das richtige Mikrofon ist die Wahl der richtigen Aufnahmesoftware, mit der Sie Ihre Stimme aufnehmen, Musik einspielen und Ihre Podcast-Folgen nachbearbeiten können.

Hier einige Empfehlungen für PC und Mac:

Für das Speichern der aufgenommenen Podcast-Folge empfiehlt sich das MP3-Format, da es sich auf fast allen Geräten problemlos abspielen lässt.

Die Veröffentlichung: Wie wird aus einem MP3 eine abonnierbare Podcast-Sendung?

Wenn Sie alle Content-Vorbereitungen getroffen und Ihre ersten Podcast-Folgen produziert haben, dann kommt jetzt der Moment der Wahrheit: Sie teilen Ihren Podcast mit der Welt!

Und das geht so…

Erstellen Sie zunächst einen Podcast-Feed

Um iTunes und den Feedreadern mitzuteilen, dass eine neue Podcast-Folge verfügbar ist, müssen Sie einen RSS-Feed (Really Simple Syndication) erstellen, der alle Infos enthält, die zu Ihrem Podcast gehören (Kategorie, URL zur Audiodatei, Autoren, iTunes Infos) und sich automatisch aktualisiert und erweitert sobald eine neue Episode online ist.

Es gibt zwei Wege, einen Podcast-RSS-Feed zu erstellen:

Möglichkeit #1: Über einen Hoster

Wenn Sie schnell loslegen wollen und/oder keinen Blog / keine eigene Website besitzen, dann bietet es sich an, Ihren Podcast über einen Hoster (Dienstleister) zu veröffentlichen. Der Hoster ist nicht nur der Ort, an dem Sie Ihre Show „ablegen“ und veröffentlichen, sondern er hilft Ihnen auch, Ihre hochgeladenen Audio-Dateien in einen RSS-Feed einzubinden.

Unsere Hoster Empfehlungen:

Möglichkeit #2: Über ein Plugin auf Ihrer WordPress-Seite

Sollten Sie Ihre Website mit WordPress erstellt haben, empfiehlt sich, ein WordPress Plugin zu verwenden, da der Podcast-Feed in diesem Fall von der eigenen Seite erstellt wird und Sie unabhängig von externen Dienstleistern bleiben. Allerdings brauchen Sie einen „Ort“, an dem Sie Ihre Audio-Dateien ablegen können. Wählen Sie dafür den eigenen Server, kann es sein, dass Ihre Seite überlastet wird und langsamer lädt.

Nachdem Sie einen Podcast-RSS-Feed über einen Hoster oder ein WordPress-Plugin erstellt haben, können Sie Ihren Podcast bei iTunes einreichen

Um Ihren Podcast in die Netzwelt zu schicken, sollten Sie Ihren Podcast-Feed bei iTunes einreichen. Das funktioniert über den Apple Podcast-Verwalter Podcast Connect. Hier können Sie sich ganz einfach mit Ihrem iCloud Account anmelden und den Podcast-Feed überprüfen lassen. Nach erfolgreicher Prüfung lässt sich Ihr Podcast dann in der iTunes-Bibliothek finden. Et voilà: Sie sind Podcaster!

Fröhliches Podcasten!

Wir hoffen, wir konnten Sie mit unserer Euphorie für Podcasts als unterhaltsames Content-Marketing-Format anstecken. Falls Sie noch mehr Informationen rund ums Thema Podcast-Produktion erhalten möchten, empfehlen wir den Podcast übers Podcasten von Brigitte Hagedorn.

 

Download PDF: Die B2B-Inbound-Content-Marketing-Methode

Beitragsbild: Unsplash

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