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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Content Marketing: Nicht nur für außergewöhnliche Produkte

Content Marketing.. Inhalte bieten.. Da fällt einem in der Regel weniger ein Schraubenhersteller ein, als ein Modeunternehmen. Das muss aber nicht so sein. Ich zeige in diesem Post Beispiele von Content Marketing in gänzlich unterschiedlichen Branchen, um zu zeigen, dass Content Marketing jeder kann! Danach gebe ich ein paar Anreize wie Sie als Unternehmen mit weniger außergewöhnlichen Produkten loslegen können.

Michelin – Sterne & Reifen

Ein Beispiel das Sie ganz sicher kennen – wenn auch vielleicht nur unbewusst – ist der Reifenhersteller Michelin. Wenn Sie gerne gut essen gehen, dann kennen Sie ganz bestimmt auch die Michelin-Sterne. Was Sie aber vielleicht nicht wissen, oder vergessen haben, ist, dass diese beiden zusammengehören.

Das Unternehmen hat sich zu einer Zeit, in der Marketing noch ganz anders funktionierte (1900), bereits intensiv mit seiner Buyer Persona auseinandergesetzt: Wer kauft meine Reifen? Was für Menschen sind das? Wohin fahren sie mit meinen Reifen?

Aus diesen Grundfragen entwickelte Michelin ein Kundenmagazin mit gastronomischen Ausflugtipps für Autofahrer. Ein Magazin, in dem keine Reifen verkauft und auch nicht deren Produktvorteile erläutert werden, sondern eine Interesse der Buyer Persona angesprochen und ihr dadurch nützlicher Inhalt geboten wurde und immernoch wird. Heute funktioniert das natürlich alles zusätzlich auch online. Michelin hat eine Kooperation mit bookatable, bei der Städteweise alle Michelin-bewertete Restaurants angezeigt werden. Und das ist genau so, wie Content Marketing auch heute funktionieren sollte.

Es geht nicht nur darum, Ihrem Kunden mit Ihrem eigenen Produkt zu helfen, sondern auch darum zu überlegen, welche weiteren Interessen er hat oder in diesem Fall wohin er das Produkt mitnimmt. Daraus lassen sich viele Hilfestellungen entwickeln, die dem Kunden und somit auch dem Unternehmen helfen.

John Deere – Farmer Trends & Tipps

Ein Unternehmen, welches den gleichen Ansatz hat war John Deere, ein Hersteller für landwirtschaftliche Geräte. Er analysierte bereits 1895 die Interessen seiner Mitarbeiter und entwickelte die Zeitschrift „The Furrow“, in der Farmer auch heute noch über neuesten Technologien und Trends aufgeklärt werden. Heute ist die Seite auch online und für alle Interessenten geöffnet.

An diesem Beispiel können Sie gut erkennen, worum es beim Content Marketing geht: Menschen. In diesem Fall Menschen, die mit landwirtschaftliche Geräten arbeiten oder sie kaufen. Sie sind aber nicht nur an den Geräten interessiert, sondern auch an technologischen Fortschritten und Trends.

Schwarzkopf als Tutorial-Paradies

Das nächste Beispiel ist ein Paradebeispiel für Content Marketing: die Firma Schwarzkopf. Wenn Sie auf die Website von Schwarzkopf gehen, werden Sie mehr Frisurentrends und Anleitungen zum Färben erhalten, als eigentliche Produkte. Der Ansatz besteht darin, dass wir Frauen nicht „Schwarzkopf-Blond-Färben“ googlen, sondern „Wie färbe ich meine Haare selbst blond?“.

Wir suchen keine Produkte, sondern Lösungen!

Wenn uns dann Video-Tutorials gezeigt werden, in denen diese Fragestellung beantwortet und Lösungen präsentiert werden, fühlen wir uns angesprochen und schauen uns vielleicht noch viel mehr Tutorials von Schwarzkopf an. Im dm, vor dem völlig überfüllten Regal, favorisieren wir dann vielleicht dadurch die Marke Schwarzkopf.

Im besten Fall werden wir Konsumenten sogar zu Markenbotschaftern, die die Inhalte teilen und weiterverbreiten. Besonders in den sozialen Medien ist diese Möglichkeit des Austauschs zwischen Zielgruppe und Unternehmen sehr wichtig für Content Marketing. Wenn mir Freunde etwas zeigen, vertraue ich darauf, dass es für mich wirklich interessant ist, da man ja bereits gemeinsame Interessen und Werte hat.

Weihnachtswerbespots zum Mitfühlen

Doch nicht nur informative Inhalte wie bei Michelin oder Schwarzkopf gehören zum Content Marketing. Einen großen Teil macht auch das Storytelling aus, bei dem die Kunden emotional von einer Marke begeistert werden sollen. Das limbische System im Gehirn ist für Gefühle, Wünsche und den individuellen Antrieb da. Dieses wird aktiviert, wenn wir über Gefühle kommunizieren, zum Beispiel durch Geschichten, interessante Personen, Bilder. Sie werden sich nur an Produkte erinnern, wenn diese mit Werten verbunden sind, die Ihnen wichtig sind.

Als Beispiel gibt es hier die üblichen Weihnachtswerbespots im Fernsehen. Bei den meisten wird im Content Marketing nicht eine Geschichte um das Einkaufen, dem Supermarkt oder den Produktmarken gesponnen, sondern um das Zusammensein mit der Familie.

 

 

Die Buyer Persona kann sich mit der Familie, ihren Bräuchen, Sorgen und Emotionen identifizieren. Wichtig für eine gute Geschichte ist aber nicht nur, dass Emotionen geweckt werden, sondern dass diese eine spezifische Botschaft vermittelt. Sie braucht eine Ausgangslage, ein Ereignis und eine Konsequenz. Das Wichtigste damit die Geschichte funktioniert, ist allerdings die Authentizität.

Giovanni Rana als Opi von nebenan

Giovanni Rana ist ein sympatischer italienischer Mann und der italienische Marktführer im Segment Schnellkochnudeln in der Frischetheke ist. Die Content Marketing Strategie des Unternehmens ist das Storytelling über das Unternehmen selbst. Wenn Sie auf die Firmenseite gehen, sehen Sie zuerst ein Video über die Gründung des Unternehmens. Es wird auf eine sehr unterhaltsame und authentische Art erzählt, dass im Zuge der Industrialisierung immer mehr Frauen arbeiten gegangen sind und dadurch weniger Zeit hatten zu kochen. Aufgrund dieser Umstellung des Kochverhaltens, hatte Giovanni Rana die Idee zu schnell kochenden, frischen Nudeln in Form von Tortellinis und mehr.

 

 

In dem Spot ist der Begründer selbst zu sehen und es werden persönliche Details über ihn erzählt. Zum Beispiel wird sein kleines Häuschen im Dorf gezeigt, in dem er immer noch wohnt. Ich finde es wird ein sehr sympathisches und humorvolles Bild der Marke gegeben, was Interesse erzeugt. Außerdem gibt es auf der Internetseite auch Rezepte für die unterschiedlichen Produkte. Das heißt, es wird hier nicht nur die emotionale Seite der Buyer Persona angesprochen, sondern auch die informative.

Content Marketing für Ihr Unternehmen

Sie sehen, es gibt verschiedene Möglichkeiten und Ansätze für ganz unterschiedliche Kunden Inhalte zu schaffen. Sie denken Sie können mit Ihren Produkten nicht kreativ umgehen? Dann denken Sie an den Reifenhersteller Michelin oder an John Deere.

Jedes Unternehmen hat Buyer Personas, die Interessen und Werte über den Produktkauf hinweg haben. Wenn Sie diese kennen, können Sie Ihre Kunden sehr spezifisch ansprechen.

Verkaufen Sie Schrauben? Überlegen Sie was Ihre Kunden denn in ihrem zu Hause zusammenschrauben. Vielleicht die Wiege für das Neugeborene, den Spiegel in der ersten gemeinsamen Wohnung oder ein Regalbrett für die liebsten Dekoelemente. Aus letzterem könnte man zum Beispiel ganz einfach ein DIY-Magazin entwickeln, in dem die Schrauben verwendet, aber nicht beworben werden. Für Ersteres könnten Ratgeber für neue Eltern oder Paare sinnvoll sein.

Sie sehen: unkreativ gibt es nicht! Man kann jedes Objekt emotionalisieren. Der Motor im Auto, dass mich zu meinen Liebsten bringt. Der Bürostuhl, in dem ich meinen Karriereschub geschafft habe. Das Fenster, aus dem ich nach draußen schaue und manchmal lache, weine oder verstumme.

Also gehen Sie los, überlegen Sie selbst und geben Sie Ihren Produkten einen Wert.

Beitragsbild von Viktor Hanacek auf picjumbo

 



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Anna HellmannContent Marketing: Nicht nur für außergewöhnliche Produkte
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