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Der Aufstieg des Authentizitäts-Bedürfnisses

Letzte Woche haben wir uns angesehen, wie sich die Wahl der Werbebotschafter im Laufe der letzten Jahre entwickelt hat – von Testimonials über Influencer, bis hin zum Referenz Marketing. Was zum Schluss allerdings eine Frage offen ließ: Waren die Menschen früher leichtgläubiger, oder warum konnten Unternehmen mit weniger glaubwürdigen Botschaftern arbeiten als heute?

Die Antwort darauf ist eigentlich ganz einfach: Social Media.

Natürlich wollten Unternehmen auch früher schon glaubwürdig sein. Allerdings gab es „damals“ noch keine Plattformen, über die auch Privatpersonen Ihr Wissen und ihre Meinungen verbreiten konnten. Die sozialen Netzwerke haben sich dahingehend erst in den letzten 10 – 15 Jahren als Kommunikationskanäle entwickelt. Plattformen wie Facebook oder Youtube sind der Grund dafür, dass die Meinungen von Laien überhaupt bei uns ankommen.

Was wiederrum nicht bedeutet, dass früher bewusst Testimonials anstelle von Influencern genutzt wurden – es gab schlichtweg noch keine Influencer!

Heute ist es allerdings so, dass Unternehmen dem immer größer werdenden Bedürfnis der Konsumenten nach Authentizität nachgeben müssen, um Ihre Kunden zu halten. Die Gründe dafür sind unter anderem Push-Marketing sowie immer häufiger bekannt werdende Skandale.

Wie sich die Informationsüberhäufung auf die Konsumenten auswirkt

Jeder kennt es: Wir öffnen eine App – nein, wir schließen erstmal 5 Pop-Ups.

Wir wollen zu unserem E-Mail Postfach – und werden gestört.

Wir wollen ein Video auf Youtube ansehen – und werden gestört.

Wir surfen im Internet – und werden gestört.

Wir werden gestört!

Und wir haben es satt.

Zusätzlich gibt es immer mehr Skandalvideos von Undercover Journalisten wie die zu Nestlé, McDonalds und Monsanto, die uns entrüsten. Und uns zum Boykott bringen.

Aber welchen Marken können wir denn noch trauen? Welche überhäufen mich nicht mit Dingen, die mich nicht interessieren?

Wir sind frustriert: wir werden unglaublich oft gestört und zum Teil zusätzlich noch belogen. Das führt inzwischen dazu, dass 40% aller Marken sogenannte Burn-out-Brands sind; Marken, denen die Kunden wegrennen.

Wie können Sie das für Ihr Unternehmen verhindern? Wie können Sie Ihre Kunden halten? Das Stichwort hier lautet Vertrauen.

Wie erhalten Sie das Vertrauen Ihrer (potentiellen) Kunden? Durch Authentizität. Sie setzt sich zusammen aus Werten wie bspw. Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit und Transparenz.

Die Buyer Persona als Mittelpunkt

Authentizität ist allerdings ein sehr subjektives Empfinden. Wie zum Beispiel von italienischem Essen haben wir immer eine Erwartung wie etwas sein sollte. Wenn diese Erwartung erfüllt wird, ist es für mich persönlich authentisch. Für einen Italiener kann das jedoch überhaupt nicht authentisch sein. Das ist aber irrelevant, es muss nur für mich authentisch sein. Das bedeutet Sie können die Erwartungen Anderer ausblenden. Nur die Ihrer Buyer Persona muss getroffen werden.

Was aber auch bedeutet, dass Sie Ihre Buyer Persona genauestens analysieren müssen, um ihre Vorstellung von Authentizität zu erfüllen. Welche Werte und Bedürfnisse hat sie und was müssen Sie tun, um ihr Vertrauen zu gewinnen? Ihre Markenkommunikation ist erst authentisch, wenn Ihre Aussagen mit dem übereinstimmen, was Ihre Persona von Ihnen erwartet.

Sie erwartet etwas Professionelles? – Seien Sie professionell. Ist Ihre Persona eher lässig? – Seien Sie lässig. Stellt sich bei den Buyer Persona Interviews heraus, dass sie mit der Qualität Ihrer Produkte unzufrieden ist? – Setzen Sie sich damit auseinander und bieten Sie Lösungsvorschläge. Es bringt Ihnen nichts, sich so gut darzustellen wie möglich, wenn offensichtlich ist, dass es Probleme gibt.

Persönliche Assoziationen können einem Objekt  oder eben auch einem Unternehmen, Authentizität verleihen. Diese Sichtweise hat Ihre Buyer Persona nur, wenn sie kein Gefühl von Manipulation vermittelt bekommt. Dadurch hat man eine positive Haltung gegenüber der Marke und vertraut ihr. So kann sie Ihrem Unternehmen gegenüber eine positive Haltung entwickeln und vertraut Ihnen.

In gewisser Weise bedeutet das schon, dass wir mehr Authentizität wollen. Mehr als damals! Dies liegt vor allem am nervigen Push-Marketing, dem wir nichts mehr abgewinnen können. Zu dieser Situation haben die sozialen Medien einen immensen Teil beigetragen: Zum einen als Plattform für Push-Marketing-Aktionen und zum anderen für jedermann, der seine Meinung zu Produkten und anderen Dingen kundtun will.

Im Vordergrund muss Ihre Buyer Persona stehen. Sie ist es, die Sie erreichen müssen; ob mit Testimonials, Influencer oder über Referenzen.

Beitragsbild von Viktor Hanacek auf picjumbo


Was eine Buyer Persona von der Zielgruppe unterscheidet und wie man sie erstellt.

 



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Anna HellmannDer Aufstieg des Authentizitäts-Bedürfnisses
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