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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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5 Zeichen, dass Sie Ihrer Website einen Relaunch verpassen sollten

Webseiten sind quasi die Online-Vertreter eines Unternehmens, der mehr oder weniger alles wissen und über alles informieren können muss.

Und ich muss zugeben, dass es inzwischen so weit gekommen ist, dass ich sogar von der Eisdiele um die Ecke erwarte, dass sie eine Website hat. Vor allem geht es mir dabei natürlich um die Öffnungszeiten – und vielleicht noch um die Eissorten, sodass ich schonmal überlegen kann, welches Leckerchen ich mir später gönne.

Hat die Eisdiele aber keine Seite und ich muss mich durch verschiedene online Branchenbücher oder andere Seiten klicken. Oft bekomme ich dann trotzdem nicht die Info, die ich gerne hätte.

ODER es ist so, dass die Eisdiele, das Restaurant oder der Tante Emma Laden eine Website hat, diese aber einfach alt ist – oder so aussieht, als wäre sie alt. Dazu kommt noch, dass sie in den meisten Fällen dann nicht responsiv ist und ich mich über zoomen und hin und her schieben zurecht finden muss.

Das nervt sowohl dann, wenn ich wirklich nur kurz die Öffnungszeiten oder die Adresse nachsehen möchte. Aber auch, wenn ich nach bestimmten Informationen suche und mich entsprechend länger auf der Seite aufhalten möchte.

Aber nicht nur das sind Anzeichen dafür, dass Sie Ihrer Website mal ein neues Outfit zu verpassen sollten.

Wann Sie auf jeden Fall über einen Relaunch nachdenken sollten

1. Sie benutzen noch kein Content Management System

Das bedeutet sehr wahrscheinlich, dass Ihre Website auf rohem Code oder einem selbst programmierten CMS basiert und nur ein Kollege aus der IT die Änderungen vornehmen kann. Das ist an sich nicht schlecht, weil dann auch nichts „kaputt gemacht“ werden kann.
Andererseits kann es aber sein, dass in der IT grade viel zu tun ist und die Anpassungen in den Texten, die am besten gestern hätten veröffentlicht werden müssen, erst in ein paar Tagen online gehen.

Ein Content Management System ist für das Betreiben einer Website also nicht zwingend notwendig. Einer der größten Vorteile eines CMS ist aber, dass Sie neue Texte, andere Bilder oder ganz neue Module selbst einsetzen können. In den meisten Fällen geht das ganz einfach über ein Drag and Drop System, sodass sie sich mit dem dahinter steckenden Code nicht auskennen müssen. Sie sind also unabhängiger von demjenigen, der die Seite erstellt hat.

Aber noch einmal: ein CMS ist nicht dringend notwendig und es sprechen auch sicher Aspekte wie die Kosten für Schulungen von Mitarbeitern oder monatliche Serverkosten dagegen. Sie sollten sich vor allem dann Gedanken darüber machen, ob Sie ein Content Marketing System zum Einsatz bringen wollen, wenn Sie die Website nach der Inbound- und Content Marketing Methodik aufbauen möchten. Denn dann müssen regelmäßig Blogartikel eingestellt und Calls-to-Action eingebaut werden, da ist es auch für den Autoren oder Content Manager angenehmer, wenn er nicht vorher hoch eine Programmiersprache lernen muss.

2. Die Absprungrate Ihrer Seite ist unangenehm hoch

Der Traffic auf Ihre Seite ist schon so hoch, wie Sie ihn sich gewünscht haben, aber die Absprungrate zeigt, dass Besucher nicht lange bleiben. Sie finden also nicht das, was sie eigentlich suchen. Das kann unter anderem daran liegen, dass

  • Ihre Seitennavigation nach heutigen „Standards“ kompliziert ist.
  • Ihre Seite nicht responsiv und auf einem Smartphone entsprechend schlecht zu erkennen ist.
  • die Informationen, die Besucher erwarten, nicht auf der aufgerufenen Seite auftauchen.
  • die Ladezeit Ihrer Seite zu hoch ist.

Vor allem im Zeitalter des Smartphones sind diese Aspekte oft ausschlaggebend dafür, ob ein Besucher auf Ihrer Seite bleibt oder nicht. Sie gelten aber natürlich auch für das Öffnen Ihrer Seite auf einem normalen Computer.

Verpassen Sie Ihrer Seite einen Relaunch, können Sie auf einen Schlag alle Aspekte und so gleichzeitig die Nutzungserfahrung der Besucher verbessern.

3. Sie generieren über Ihre Website keine Leads

Eine gut strukturierte, informative Website ist für Ihre Buyer Persona eine hervorragende Anlaufstelle. Schließlich hat sich unser Kaufverhalten inzwischen so verändert, dass wir eigentlich immer erst im Netz recherchieren, bevor wir wirklich mit einem Unternehmen in Kontakt treten (möchten).

Sie sollten Ihre Seite aber auch dafür nutzen Kontakte zu generieren und diese dann mit relevanten Inhalten versorgen. Das normale Kontaktformular ist dafür schon einen Schritt zu weit, hier beginnen Interessierte ja ein Gespräch mit einem Ihrer Kollegen – wenn auch indirekt per Email.

Die Schwelle ist etwas niedriger, wenn es „nur“ darum geht relevante Informationen per Email zu erhalten (bspw. über einen Blog-Newsletter) oder wenn es für die Abgabe der Kontaktdaten tiefgehende Informationen zu einem bestimmten Thema gibt (bspw. über eine Lead Nurturing Strecke). Hier müssen Interessierte nicht die „Angst“ haben, dass ihnen jemand etwas verkaufen möchte, es geht rein um die Information.

4. Ihre Website zeigt Interessierten nur das, was sie bekommen, nicht, was es ihnen bringt

An sich ist es sicherlich nicht schlecht, wenn Sie Besuchern direkt und deutlich sagen und zeigen, was Sie bekommen. Allerdings hilft es ihnen nicht unbedingt bei der Entscheidung, wenn Sie (wie evtl. Ihre Wettbewerber auch) auf die Produktseite schreiben: Für 39.95 € erhalten Sie das Gerät A mit den Funktionen X, Y und Z.

Überzeugender ist eine Beschreibung der Funktionen und was sie den Interessierten bringt. Sparen sie Zeit? Geld? Welche Vorteile haben sie dadurch, mit Ihrem Unternehmen zusammen zu arbeiten? Im Idealfall haben Sie auf Ihrem Blog oder einer extra Testimonial-Seite ein paar Case Studies, die Besuchern zeigen, was sie bei der Arbeit mit Ihnen und/ oder Ihrem Produkten, Services etc. erreichen können.

Es ist nicht unbedingt ein gesamter Relaunch nötig, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen. Sie können auch einfach die Texte zu Ihren Produkten ändern. Sieht Ihre Seite aber trotzdem noch aus, wie ein reiner Produktkatalog, sollten Sie sich auf jeden Fall Gedanken machen, ob sich eine Veränderung lohnen würde. Menschen sind visuelle Wesen, eine ordentlich designte Produktseite erregt sicherlich mehr Aufmerksamkeit als eine Liste mit Bildern.

5. Der letzte Relaunch ist über 5 Jahre her

5 Jahre klingt erstmal nach nicht sonderlich viel Zeit. „Damals“ hat man eine Website aufgesetzt und wenn es hoch kommt ein Mal im Jahr Inhalte geändert. Heute kommen Sie damit nicht weit.

Nicht nur die Gewohnheiten und Erwartungen der Konsumenten an eine Website haben sich verändert. Auch die Anforderungen der Suchmaschinen sind ständig in Bewegung bzw. in der (Weiter-) Entwicklung. So werden heute dynamische Seiten, bei denen regelmäßig Inhalte verändert und hinzugefügt werden, besser bewertet und bei einer entsprechenden Qualität der Inhalte weiter oben in den Suchergebnissen angezeigt.

Denken Sie nur mal an die Entwicklung von responsiven bzw. mobilen Seiten in den letzten zwei Jahren. Auch das ist inzwischen ein Kriterium für die Suchergebnisse. Da sind im Vergleich 5 Jahre fast schon eine Ewigkeit. Und wenn Sie Ihre Buyer Persona auch weiterhin mit und über Ihre Website ansprechen möchten, sollten Sie auf jeden Fall über einen Relaunch nachdenken.




Download PDF: Die B2B-Inbound-Content-Marketing-Methode



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