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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Mehr Traffic und Leads mit Contentformaten, die Konsumenten sich wünschen und wie Sie sie für Ihre Inbound Strategie nutzen können

Seit inzwischen acht Jahren führt HubSpot seine State-of-Inbound-Umfrage durch, in der die Entwicklung von Marketing (und inzwischen auch Sales) festgehalten wird. Die Betreiber der Marketing Automation Software sind natürlich vor allem daran interessiert, wie weit verbreitet Inbound Marketing ist (von allen Befragten nutzen in zwischen 73% diese Art des Marketings) und ob eben diese Personen damit erfolgreich sind (61% der Befragten gaben ihre Marketing Strategie als effektiv an).

In diesem Jahr stehen das Konvertieren von Kontakten bzw. Leads zu Kunden und das Generieren von mehr Website Traffic ganz oben auf der Liste der Marketing-Prioritäten. Auch wenn Sie selbst nicht an der Umfrage teilgenommen haben, ist das sicherlich etwas, das auch Sie auf Ihrer Liste stehen haben.

Wie können Sie also Ihre entsprechend definierten Ziele erreichen?

Die Antwort darauf ist im Prinzip ganz simpel: Geben Sie Ihren (potentiellen) Kunden, was sie wollen.

Im besten Fall haben Sie eine Buyer Persona erstellt, die Ihnen ganz genaue Einblicke gibt, welche Formate Sie nutzen sollten. Sollten Sie noch keine Buyer Persona haben, bietet die HubSpot Studie zum Nutzerverhalten einen allgemeinen Überblick über die Nutzung von unterschiedlichen Contentformaten.

Wie Konsumenten heute Formate nutzen

Alles, was visuell aufbereitet und entsprechend für unser Gehirn einfacher zu verarbeiten ist, ist unglaublich beliebt. Daher ist die Überraschung nicht all zu groß, dass Konsumenten solchen Formaten mehr Aufmerksamkeit schenken:

Aufstellung, welches Contentformat aufmerksamer gelesen wird.

Um das Kind beim Namen zu nennen: Die Leute sind faul und haben keine Zeit. Sonst wären Formate wie Social Media Posts, News Artikel und Videos nicht auf den ersten drei Plätzen. Konsumenten müssen weder viel Zeit investieren; Social Posts und News Artikel sind kurz und schnell gelesen, noch selbst viel tun; als Zuschauer eines Videos können sie sich quasi von den Informationen ‚berieseln‘ lassen, anstatt sie durch Lesen selbst zu erarbeiten.

Wirklich aktiv werden sie nur, wenn es um (Weiter-) Bildung geht. Immerhin liest knapp die Hälfte der Befragten Studien und Forschungsergebnisse in Ruhe und sorgfältig durch. Und auch bei E-Learning Angeboten und lehrreiche Spielen müssen Konsumenten vergleichsweise sehr aktiv sein, um sie erfolgreich abschließen zu können.

Wie also können Sie nun mehr Kunden und mehr Traffic generieren?

Erstellen Sie Content, der aufmerksam und sorgfältig konsumiert wird. Und am besten sollten potentielle Kunden diesen Content selbst finden können (Hinweis: hier bewegen wir uns im Bereich des Inbound Marketings), damit Ihnen die Aufmerksamkeit sicherer ist, als wenn Sie Ihre Informationen in die Welt hinausposaunen.

So erstellen Sie Contentformate, die Konsumenten sich wünschen und nutzen sie gleichzeitig für Ihre Inbound Strategie

Interessant ist hier, wie sich die Nutzerwünsche insgesamt zwar gleichen, die Prioritäten sich allerdings unterscheiden.

Wuensche zu Contentformaten in der Zukunft nach Region.

Um Ihnen Beispiele zu nennen, die so nah an der DACH-Region sind wie möglich, beziehen wir uns auf die Angaben für Europa:

News Articles

Um das Verlangen der Nutzer nach aktuellen Informationen zu stillen, können Sie bspw. einen Art Branchen-Ticker anbieten, über den Sie die aktuellsten Geschehnisse in der Branche kommunizieren. Wenn Sie sich dabei auf eine Nische spezialisieren wollen, umso besser, da es zum einen solch ein Angebot noch nicht gibt und zum anderen das Interesse bei denjenigen, die sich in der Nische bewegen, wahrscheinlich sehr viel stärker ist, als bei Vertretern der gesamten Branche.

Ich finde, der Newsflash von HORIZONT ist hier ein gutes Beispiel: Sie können sich zu verschiedenen Arten von Informationen anmelden und erhalten eine Kurzfassung der Meldungen per E-Mail. Ist Ihr Interesse geweckt, gelangen Sie mit einem Klick zur ausführlichen Besprechung des Themas.

Ich würde hier allerdings noch einen Schritt weiter gehen, um dieses Format in Ihre Inbound Strategie zu integrieren: Verschicken Sie die Branchen- oder Nischennews an Ihre Abonnenten und formulieren Sie sie (trotz der nötigen Kürze) so, dass alle Informationen enthalten sind. Und stellen Sie statt einem Link zu einer ausführlichen Besprechung der Infos, einen Link zu einem Ihrer Blogartikel oder Content Angebote zur Verfügung. So ist sozusagen der Weg hin zu Ihrer Nurturing Strecke geöffnet.

Dieser Content muss aber in jedem Fall thematisch zur Newsmeldung passen und evergreen sein. Veraltete Informationen werden nur dazu führen, dass Interessierte wieder abspringen; das hilft weder Ihrer Traffic- noch der Kunden-Generierung.

Social Media Posts

Visueller Content ist das, was auf allen Social Media Kanälen am besten funktioniert. Bilder, Memes, Grafiken, Infografiken, Videos – alles das, was man schnell und einfach verarbeiten kann. Auch kurze Texte sind hier ok; allerdings sollten Sie versuchen nicht mehr als 3 oder 4 Sätze zu schreiben.

Am besten ziehen Sie aus Ihrem längeren Content einzelne Aussagen heraus und bereiten ihn visuell ansprechend auf. Wenn Sie bspw. einen von fünf Tipps aus einem Blogartikel auf ein thematisch passendes und ansprechendes Bild schreiben, werden Interessierte sicherlich eine weiterführende Erklärung des Tipps haben wollen. Posten Sie also zu dem Bild auch den Link Ihres Artikels.

Oder, wenn Sie keinen Link posten möchten, sondern nur das Bild, schrieben Sie unten den Blogpost als Quelle dazu. Diejenigen, deren Neugierde Sie wirklich geweckt haben, werden die URL auch so aufrufen. Nutzen Sie in dem Fall die genaue URL, damit der Besucher auch genau das vorfinden, was sie erwarten.

Research Content

Schon in der Schule bekommen Sie beigebracht, dass Sie keine Behauptung ohne Beweise aufstellen sollten – Sie erinnern sich doch sicher an die niemals enden wollenden Gedicht- oder Textanalysen… ?

Warum?

Weil jeder einfach eine Behauptung in den Raum stellen kann, aber nicht jeder kann Sie auch belegen und somit überzeugen. Darum ist es nicht verwunderlich, dass die europäischen Teilnehmer der Nutzerverhaltensstudie sich mehr Studien und Berichte über Forschungsergebnisse wünschen.

Wenn Ihr Budget groß genug ist, können Sie natürlich eine eigene Studie durchführen, die Ergebnisse interessant und leicht verständlich aufbereiten und dann veröffentlichen. Nur ist das ein Aufwand, der wahrscheinlich in den wenigsten Budgets vorgesehen ist.

Wollen Sie dennoch mit Zahlen überzeugen, können Sie (nach Absprache mit dem jeweiligen Kunden) detaillierte Case Studies veröffentlichen und potentiellen Kunden so zeigen, was Sie alles leisten können. Im besten Fall dürfen Sie sogar noch ein oder mehrere Aussagen Ihrer Kunden zitieren, sodass Sie mit Ihren Case Studies auf das Prinzip des Social Proof zurückgreifen können: Wo viel los ist, da muss es gut sein.

Bzw. in Ihrem Fall: Wo die Leistungen den gewünschten Erfolg bringen und die Kunden zufrieden sind, da muss es gut sein – mit denen möchte ich auch arbeiten.

Veröffentlichen Sie Teile dieser Studies auf Ihrem Blog, werden Besucher zu den entsprechenden Keywords kommen.

Videos

Videos lassen sich, eher noch als Studien, auch mit einem kleineren Budget umsetzen. Der Whiteboard Friday von Rand Fishkin ist hier ein hervorragendes Beispiel. Fishkin (oder ab und an auch mal einer seiner Kollegen) stellt ein Whiteboard auf, schreibt oder zeichnet die wichtigsten Informationen darauf und filmt sich, wie er sie erklärt. Fertig ist das Video. Und allein von der ‚technischen Seite‘ braucht er dafür nur ein Whiteboard, ein paar Stifte und eine Kamera.

Damit Ihre Videos aber Ihre Inbound Strategie aber unterstützen können, sollten Sie gleichzeitig ein Transkript erstellen und es mit dem Video zusammen als Blogbeitrag veröffentlichen. Sie können die Videodatei zwar auf die wichtigsten Keywords optimieren, aber Ihre Möglichkeiten sind hier begrenzt.

Da Sie beim Sprechen sicher unterschiedliche Varianten benutzen, wird das Transkript sozusagen automatisch für die Algorithmen der Suchmaschinen optimiert. Außerdem können Zuschauer Informationen noch einmal detailliert nachlesen und sie können Ihre Ausführungen mit zusätzlichen Grafiken verdeutlichen.

Online Kurse / lehrreiche Spiele

Vor allem der zweite Teil dieses Contentwunsches kommt der Gamification, über die wir vor einiger Zeit schonmal gesprochen haben, ziemlich nahe. Nichts lernt sich einfacher, als wenn Sie dabei Spaß haben und selbst auch mal zum Zug kommen.

An einen Großteil meiner Vorlesungen in der Uni kann ich mich bspw. kaum noch erinnern, weil es so genannter Frontalunterricht war: der Dozent hat seinen Vortrag gehalten und wir haben (im Idealfall) hingehört und mitgeschrieben. Es gab aber auch ein paar Dozenten, die zwischendurch kurze Quizze abgehalten oder kleine Experimente mit uns gemacht haben. Die Themen und Inhalte dieser Kurse sind noch nicht ganz verblasst.

Worauf ich damit hinaus möchte, ist, dass Sie ein kurzes Online-Quizz als Hinführung zu Ihren Angeboten nutzen können. Vor allem, wenn es um den Wissensstand der Person geht, können Sie anhand der Antworten als Ergebnis nicht nur entsprechende Informationen ausspielen, sondern auch auf die unterschiedlichen Angebote Ihres Funnels verweisen.

Wichtig ist nur, dass es den Teilnehmern Spaß macht und sie auch etwas lernen, ohne Ihre weiterführenden Angebote zu nutzen.

Sie sind noch nicht ganz sicher, ob Inbound Marketing Ihnen wirklich mehr Traffic und Leads bescheren kann? Lassen Sie sich von den Zahlen überzeugen:





State of Inbound 2016




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