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10 Möglichkeiten, Ihre Blogposts vor und nach der Veröffentlichung zu optimieren – Teil 2

Im Beitrag letzte Woche habe ich die folgenden 5 Möglichkeiten aufgelistet, mit denen Sie Ihre Blogartikel schon vor der Veröffentlichung optimieren können bzw. sollten:

  1. Ein Hauptkeyword festlegen, für das die Seite gerankt werden soll, weil Ihre Buyer Persona danach sucht und Sie dazu hilfreiche Informationen bieten.
  2. Eine sprechende URL festlegen, die das Hauptkeyword enthält und für Leser einprägsam ist.
  3. Eine verlockende Meta-Description verfassen, damit Interessierte auf Ihre Seite kommen.
  4. Social Sharing Buttons integrieren, damit Leser Ihre Inhalte einfach teilen und diskutieren können.
  5. Den RSS-Feed des Blogs aktivieren und einen Newsletter anbieten, damit interessierte Leser Ihre Artikel bequem über die von ihnen favorisierte Methode abrufen können.

Zusätzlich gibt es natürlich einiges, was Sie für ein besseres Leseerlebnis tun können bevor und nachdem Sie Ihren Artikel online stellen.

Wie Sie Ihre Blogposts vor und nach der Veröffentlichung optimieren können (und sollten)

6. Eine verlockende Überschrift formulieren

Ihr Text kann noch so hervorragend geschrieben und mit den richtigen Keywords durchzogen sein; wenn die Überschrift (und die zusätzliche Meta-Description) in den SERPs nicht die Aufmerksamkeit auf sich zieht, generieren Sie keinen Traffic. Um das zu vermeiden, sollten Sie Ihre Überschrift nach ein paar „Regeln“ erstellen:

» Sagen Sie Lesern, was sie bekommen: Die Überschrift muss klar machen, dass Sie zum Pain Point des Suchenden einen (oder mehrere) Lösungsansätze bieten.
» Sagen Sie ihnen, wie viel sie bekommen: Nutzen Sie Zahlen in Ihrer Überschrift, erzeugen Sie beim Leser eine Erwartungshaltung und können Sie ganz einfach erfüllen. Das macht das Erlebnis auf Ihrem Blog positiv.
» Nutzen Sie die richtigen Worte: So kann zB. eine persönliche Ansprache eher zum Klicken verleiten, als eine Formulierung mit „man“ – hier finden Sie 24 weitere Ideen zu Wörtern, die Ihre Überschriften verbessern.
» Halten Sie sich kurz: Lange Überschriften sind schon deshalb unvorteilhaft, weil Sie in den SERPs nicht komplett angezeigt werden. Außerdem lesen die meisten Menschen hauptsächlich die ersten und letzten drei Worte eines Titels. 6 – 8 sind also völlig ausreichend. Sollten Sie mit WordPress arbeiten, haben Sie die Möglichkeit zwischen einer Überschrift und einem SEO-Title zu unterscheiden. Der SEO-Titel wird in den SERPs ausgespielt, während die Überschrift (Titel) auf der Seite zu sehen ist.
» Bleiben Sie sich treu: Rutschen Sie nicht ins so genannte Clickbaiting, indem Sie reißerische oder aggressive Überschriften schreiben, die nicht zu Ihrem normalen Schreibstil passen. Das erhöht nur Ihre Absprungrate.

Die Überschrift ist etwas, das Sie erst dann endgültig festlegen sollten, wenn der Artikel fertig ist. Und lassen Sie sich damit Zeit. Sie ist das Aushängeschild Ihres Artikels, das muss gut durchdacht werden.

7. Blogartikel leserfreundlich formatieren

Die Wissenschaft bzw. Microsoft sagt uns nach, wir hätten eine kürzere Aufmerksamkeitsspanne als ein Goldfisch – nämlich nur 8 Sekunden. Wie wollen wir also Besucher auf unserer Website halten, wenn Sie sich nachdem die Seite geladen hat, nur noch 8 Sekunden konzentrieren können? Heißt das, dass lange Texte nicht mehr gelesen werden?

Zum Glück nicht.

Eine Studie hat ergeben, dass lange Texte dann komplett gelesen werden, wenn sie mit visuellen Elementen angereichert sind und die Leser etwas lernen.

Wenn ich richtig vermute, haben Sie aber nicht zu jeden Ihre Blogbeiträge ein Video, ein paar Abbildungen oder Grafiken und zusätzlich noch interaktive Elemente, die Sie einbinden können. Aber auch wenn Ihr Artikel hauptsächlich aus Text besteht, können Sie ihn für das Leseerlebnis Ihres Publikums verbessern.

Zu einer leserfreundlichen Formatierung gehören

  • Zwischenüberschriften,
  • nicht zu lange Sätze – das SEO-Plugin Yoast schlägt maximal 20 Worte vor,
  • keine verschachtelten Sätze,
  • kurze Absätze (2 – 4 Sätze reichen) und
  • Listen – wenn es sich anbietet, wie bspw. grade hier.

Hinzu kommt natürlich, dass Sie eine Schriftgröße und -farbe für Ihren Beitrag wählen sollten, die auf dem Hintergrund Ihrer Seite gut zu lesen sind. Muss Ihr Publikum sich beim Lesen anstrengen den Text zu entziffern, wird keiner davon lange bleiben. Egal, ob er einen Computer, ein Tablet oder ein Smartphone nutzt.

8. Thematisch passende Abbildungen einfügen und beschreiben

Abbildungen, die Sie in Ihre Blogartikel einfügen, sollten die Aussage des Textes immer unterstützen oder einen komplexen Zusammenhang erklären. Das entspannt die Augen ein wenig vom Lesen. Außerdem nehmen wir 80 Prozent unserer Umgebung über unseren Sehsinn wahr. Bilder oder Grafiken können also um einiges scheller verarbeitet werden, als Text. Noch besser sind natürlich Videos, die sowohl den visuellen als auch den akustischen Sinn ansprechen.

Was Sie aber auf keinen Fall tun sollen, ist sinnlose Fotos zu Ihrem Artikel zu packen. Was hätten Sie bspw. von einem Katzenfoto in diesem Artikel? Ganz einfach gesagt: nichts.

Ihr visueller Content sollte Ihr Publikum auf keinen Fall vom Thema Ihres Beitrags ablenken. Eine Katze würde im besten Fall nur kurz für Irritation sorgen. Im schlechtesten Fall erinnert sie ihre Leser daran, dass sie noch Tierfutter kaufen müssen – also verlassen sie die Seite und bestellen eine Ladung davon. Ob sie danach auf Ihren Blog zurückkehren ist mehr als fraglich, schließlich lauern überall weitere Ablenkungen.

Neil Patel schlägt in einem Artikel auf dem HubSpot-Blog (unter Punkt 8) vor, alle 350 Worten ein Bild einzufügen. Während das die Formatierung erheblich auflockert, ist das doch ein recht hochgestecktes Ziel. Es lassen sich nicht immer relevante Abbildungen finden – und einfach welche einzufügen, um diese Daumenregel zu erfüllen, finde ich wiederum sinnlos.

Haben Sie passende Abbildungen erstellt, von einer Seite mit lizenzfreien Bildern heruntergeladen oder von einer mit kostenpflichtigen Bildern heruntergeladen, sollten Sie sie nicht einfach nur in Ihren Blogartikel einbinden. Damit Suchalgorithmen Ihren Artikel auch anhand der Bilder als relevant einstufen, sollten Sie im alt-Tag beschreiben, was auf der Abbildung zu sehen ist. Sie können nämlich noch nicht erkennen, was Bilder zeigen.

Das brauchen keine Romane zu sein – ich habe mal gelesen, dass eh nur die ersten 16 Worte beachtet werden – aber netter ist es, wenn Sie Ihre Keywords innerhalb eines Satzes einbauen.

9. Links zu weiterführenden Inhalten setzen

Sicher, Ihr Artikel selbst soll Ihren Lesern einen Mehrwert bieten. Und wenn Sie es richthig machen, tut er das auch. Aber: in Ihrem Artikel geht es schließlich nur um ein Thema. Da können Sie nicht mittendrin abschweifen und Begriffe oder Methoden absätzelang erklären, wenn das nicht grade ihr Thema ist.

Setzen Sie also zur Optimierung Ihrer Blogposts und des Leseerlebnisses Links zu weiterführenden Inhalten – und damit meine ich sowohl Ihre eigenen, als auch welche von Kollegen aus der Branche.

  1. Erhöhen Sie damit den Mehrwert für Ihre Leser. Sie können nicht nur etwas über Ihr Thema erfahren, sondern ihr Wissen auch mit Hintergrund- und weiterführenden Informationen anreichern.
  2. Machen Sie deutlich, dass Sie sich Ihre Meinung aus branchenweiten (und evtl. darüber hinaus gehenden) Informationen bilden und nicht nur auf das pochen, was Sie selbst kennen.
  3. Sind ausgehende Links ein Rankingkriterium bei Google. Allerdings sollten Sie im Sinne Ihrer Leser UND im Sinne der Suchmaschinen wirklich nur relevante Seiten verlinken.

Ein besseres Leseerlebnist hat Ihr Publikum zusätzlich, wenn Sie Verlinkungen als Anker- im Fließtext integrieren. Bedeutet, dass Sie das Wort „hier“ als Ankertext schonmal ganz aus Ihrem Wortschatz streichen können. Es ist für das Leseverständnis und den Lesefluss einfacher, wenn der Link nicht mit einem extra Satz und einem „hier“ eingefügt wird, sondern er sich in das gesamte Gefüge eingliedert.

Manchmal ist es aber auch so, dass Sie als Schreiberling grade nicht so viele andere Artikel kennen, die Sie guten Gewissens verlinken können. Und es lohnt sich wirklich nicht, da auf Teufel-komm-raus zu machen. Veröffentlichen Sie Ihren Blogpost dann lieber mit weniger Links und fügen Sie später welche hinzu, sollte Ihnen etwas passendes begegnen.

10. Calls-to-Action integrieren

Wichtig sind Calls-to-Action in einem optimalen Blogpost vor allem darum, weil der Leser dann nicht einfach so mit den Informationen stehen gelassen wird. Weiterführende Lektüre wird ihm helfen sein Problem besser anzugehen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er sich an Sie wendet, wenn er alleine nicht weiter kommt.

Wenn Sie sich schon einmal mit Inbound- und Content Marketing beschäftig haben, werden Sie sicherlich schon einmal über diese Daumenregel gestolpert sein: Unter jedem Blogbeitrag sollte in Call-to-Action stehen, damit interessierte Leser in tiefere Gefilde Ihrer Website vorstoßen – und im besten Fall zu Leads konvertieren. Ich möchte mit dieser Regel auch gar nicht brechen. Diejenigen, die Ihren Artikel bis ganz zum Ende gelesen haben, haben ein tiefgehendes Interesse am Thema und sind empfänglicher für Ihre weiterführenden Informationen.

Zu dieser Daumenregel möchte ich gerne noch eine weitere Möglichkeit hinzufügen, wie Sie Ihre Beiträge sowohl vor, als auch nach der Veröffentlichung optimieren können: Ankertexte als Calls-to-Action nutzen. In einem Google Hangout mit weiteren Conversion Rate Optimierungs Experten hat Pam Vaughan von HubSpot das als erfolgreiche Maßnahme zur Steigerung der Conversionrate genannt.

Ein solcher Call-to-Action verbessert Ihren Artikel dahingehend, dass Interessierte nicht unbedingt bis ganz zum Schluss durchhalten müssen. Pam Vaughan empfiehlt diesen Link in einem der ersten Absätze unterzubringen. Das finde ich allerdings etwas zu früh. Ihre Leser sollen schließlich erst einmal einen Einblick in Ihren Content bekommen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass so ein Link nach einem Drittel oder der Hälfte gut angenommen wird.

Diese Änderung können Sie vor allem gut bei älteren Beiträgen vornehmen, die viel Traffic, aber eine geringe Conversionrate haben. Stellen Sie dann bei der Überarbeitung aber sicher, dass das Angebot, das Sie verlinken zum Thema des Artikels passt. Vielleich haben Sie in der Zeit ja ein neues veröffentlicht, dass Sie statt des alten oben und unten anbieten können.

Nachdem Sie jetzt wissen, welche Möglichkeiten Sie haben Ihre Artikel vor oder nach der Veröffentlichung zu optimieren, möchte ich Ihnen auch noch ein paar Dinge an die Hand geben, die Sie beim Bloggen besser nicht beachten sollten.




SEO Optimierung - Weisheiten und Mythen, die Sie kennen sollten



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