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Gehen Sie für bessere Blogartikel auf Schatzsuche

Der eigene Wortschatz ist die Werkzeugkiste eines jeden Autoren. So ist es auch für Blogger unerlässlich sich Gedanken zu machen, wie sie ihre Truhe mit neuen Worten bestücken und diese gezielter einsetzen können. Um ihre Texte zu verbessern. Um ihren Lesern einen weiteren Grund zu bieten, ihren Content zu konsumieren und nicht den des Mitbewerbers. Und auch, um sich weiterzuentwickeln.

Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich appelliere nicht dafür, dass Sie sich das nächstbeste Lexikon schnappen und beginnen die Worte auswendig zu lernen. Es geht mir viel mehr darum, dass Sie Worte, Stilmittel und andere Textbausteine im Alltag bewusster wahrnehmen.

Schließlich sind Sie als Autor auf Ihrem Unternehmensblog dafür verantwortlich Ihre Leser zu informieren, ihnen zu helfen und auch zu unterhalten. Ein neues oder anderes Wort oder eine bessere Satzstellung kann dabei helfen, Ihre Artikel für Interessierte eingänglicher zu machen.

Wörterquellen für einen erweiterten Wortschatz

Ich habe schon vor einiger Zeit das TextArt Magazin abonniert, eine Zeitschrift für kreatives Schreiben. Ursprünglich mehr aus privatem als aus beruflichem Interesse, aber inzwischen finde ich immer wieder Aspekte, die sich auch für einen Unternehmensblogger und seine Texte eignen.

Wie beispielsweise die Tipps zur Erweiterung des Wortschatzes von Andreas Gruber (TextArt 1/2015). Er nennt sie Wörterquellen und holt sich dort Hilfe, wenn ihm das richtige Wort nicht einfallen möchte.

  • Der Thesaurus
    Eine praktische und schnelle Möglichkeit Synonyme in fast jedem Schreibprogramm nachzuschauen. Trotz der schnellen Hilfe sollten Sie vor dem Einsatz eines Synonyms immer überlegen, ob es auch wirklich denselben Sinn hat wie das ursprüngliche Wort.

    Außerdem erhalten Sie vom Thesaurus auch Vorschläge für Antonyme. Während es bei einem Blogpost nicht unbedingt zu den Best Practices gehört mit einer negativen Stimme zu schreiben, kann ein gut eingesetztes Negativbeispiel Ihr Argument verdeutlichen.

  • Synonymwörterbücher
    Thesauri haben in den meisten Fällen Wortvorschläge für gängige Worte. Wird es in Ihrem Text aber etwas spezieller, könnte Ihnen ein Synonymwörterbuch weiterhelfen. Natürlich ist auch hier die Anzahl an Vorschlägen begrenzt, aber Sie finden darin zusätzliche Informationen zu jedem Begriff. So können Sie auch ganz leicht voneinander abweichende Bedeutungen abwägen und die richtige für Ihren Text finden.
  • Texte von Kollegen
    Ich bin sicher, Sie alle lesen auch Beiträge Ihrer Blogger-Kollegen – und auch welche der Mitbewerber in Ihrer Branche. Und wenn nicht, dann sollten Sie damit anfangen.

    Vielleicht gibt es ein paar Ausdrücke, die nur ein Kollege in dieser Form benutzt. Wenn sie Ihnen gefallen und das ausdrücken, was Sie grade sagen wollen, übernehmen Sie sie. Und wenn Sie das nicht einfach machen wollen, ohne dem Kollegen Bescheid zu geben, dann schreiben Sie ihm nach der Veröffentlichung eine Mail mit dem Link zum Artikel und ein paar Dankesworten. Er wird sich sicherlich freuen, dass seine Wortwahl Ihnen helfen konnte.

    Sollten Sie eine Formulierung oder eine ganze Aussage eines Mitbewerbers übernehmen, verlinken Sie in Ihrem Artikel auf den Beitrag, in dem Sie sie gefunden haben. Für Ihre Leser ist es ein zusätzlicher Mehrwert, Zugriff auf Ihre Quellen zu haben und den Beitrag des Mitbewerbers lesen zu können – solange er thematisch zu Ihrer Aussage passt, natürlich.

Da Sie als Blogger eh online unterwegs sind, können Ihnen bei Wortfindungsstörungen sicherlich auch Webseiten wie synonyme.woxikon.de, openthesaurus.de oder synonyme.de weiterhelfen.

Produktives Lesen für bessere Blogbeiträge

Auch das ist ein leicht abgewandelter Tipp für optimierte Texte aus der TextArt (4/2015), für den Sie, ähnlich der letzten Wortquelle oben, auf das zurückgreifen, was Sie selbst lesen. Hier geht es nicht nur um Formulierungen, die Ihnen gefallen oder Ihre Gedanken besser ausdrücken können, als Sie es grade selbst können.

Bei dieser Art zu lesen achten Sie besonders auf Stilmittel und Gattungsmerkmale. Sie ziehen beim Lesen also nicht nur die Informationen heraus, sondern auch deren Aufbau und Verpackung.

Moment, Stilmittel?

Davon haben Sie zuletzt in der Schule gehört?

Dann würde ich vorschlagen, dass Sie jetzt anfangen Ihre grauen Zellen in Schwung zu bringen, damit Sie sie auch erkennen und richtig einsetzen können. Sollten Sie sich nicht erinnern können, gibt es auf dem Portal deutschstunden.de eine hervorragende Übersicht.

Ich habe zwar noch keine Chiasmen oder Refrains gesehen – vor allem, weil diese sich hauptsächlich auf lyrische Werke beziehen. Aber rhetorische Fragen, Alliterationen, Ironie oder Ellipsen sind mir schon des Öfteren begegnet. Richtig eingesetzt, können Sie Ihre Aussage stärker und deutlicher ausdrücken, als ‚normale‘ Worte es könnten.

Gattungsmerkmale

Es lässt sich sicherlich darüber streiten, ob Blogartikel von Unternehmensblogs als eigene Gattung angesehen werden können und/ oder sollten. Ich finde aber, dass es schon ein paar Eigenheiten gibt. Sie sind natürlich nicht gezwungen diese zu beachten, dennoch denke ich, dass Sie ein einfacheres und verständlicheres Lesen ermöglichen. Beispielsweise:

  • Haupt- und kurze Sätze
    Etwas, das ich über das Bloggen gelernt habe, ist mich kürzer zu fassen. Nicht unbedingt auf die gesamte Länge des Textes bezogen (hier gilt immer noch: So lang wie nötig, aber so kurz wie möglich), sondern auf die einzelnen Sätze. Es ist völlig in Ordnung mitten in einem langen Satz einen Punkt zu setzen und die zweite Hälfte alleine stehen zu lassen – anstatt unzählige Kommata zu setzen. Leser können Ihrem Gedankengang so leichter folgen und verlieren das Thema des jeweiligen Satzes nicht aus den Augen.
  • Ein-Satz-Paragrafen
    Was in der Uni absolut verpönt war, ist auf vielen Blogs Best Practice: Nach einem Satz einen Absatz machen. Auch ich mache das inzwischen gerne.

    Warum?

    Zum einen ist es für die Augen angenehmer kleinere Textabschnitte zu verarbeiten. Und zum anderen wird Ihr Leser so schneller tiefer in Ihre Seite ‚geleitet.‘ Ich möchte Ihnen hier natürlich nicht raten jedes Wort oder jeden Satz als einzelnen Paragrafen zu behandeln. Aber ab und an kann es einem Text guttun und die Aufmerksamkeit des Lesers auf den nachfolgenden Absatz lenken.

Fazit

Welches Mittel Sie nutzen, um Ihren Wortschatz zu erweitern und Ihre Artikel zu verbessern, ist natürlich Ihnen überlassen. Ich habe inzwischen die Erfahrung gemacht, dass der Griff zum Synonymwörterbuch oder die (wiederholte) Suche nach einem Artikel in dem eine bestimmte Formulierung vorkommt, den Begriff einprägsamer macht.

Einfach, weil Sie gezielter und bewusster danach suchen, als wenn Sie eine Möglichkeit aus dem Thesaurus oder einem der Onlinewörterbücher auswählen.

Und, was Sie auch immer tun können: Hören Sie genau hin, was die Menschen in Ihrer Umgebung sagen. Auch hier können Sie interessante Worte aufschnappen.




Wie Sie häufige Fehler beim Bloggen für Ihren Unternehmensblog vermeiden können.



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