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Treffen der Titanen – 5 internationale Experten geben Tipps zur Verbesserung der Conversion Rate

Organisiert von den Kollegen bei HubSpot, ging es letzte Woche in einem Hangout darum, wie man seine Conversion Rate verbessern kann. Um diese Frage angemessen zu beantworten, hat Kieran Flanagan fünf Experten aus unterschiedlichen Unternehmen eingeladen, die sich wirklich sehen lassen können.

Mit dabei waren:

  • Rand Fishkin, Moz
  • Larry Kim, WordStream
  • Oli Gardner, Unbounce
  • Pam Vaughan, HubSpot
  • Peep Laja, ConversionXL

Eine solche Ballung an Erfahrungen konnte auch ich mir nicht entgehen lassen und habe mal reingelauscht, welche Tipps zur Conversion Rate Optimierung die fünf so haben.
In diesem Artikel habe ich meine wichtigsten Takeaways zusammengefasst. Weiter unten können Sie sich auch das gesamte Hangout noch einmal ansehen.

1. Wie können Sie einen Prozess für die Verbesserung der Conversion Rate einrichten?

Aufgrund der kurzen Zeitspanne in diesem Hangout, hat Peep Laja folgenden Rat: Ein solcher Prozess muss die Probleme der Seite identifizieren und diese in eine Hypothese umwandeln, die entsprechend geprüft werden kann.

Dabei ist das Wichtigste, die Identifizierung der Probleme. Wenn Sie nicht wissen, wo es an der Seite hapert, können Sie auch keine Änderungen vornehmen und deren Wirkung testen. Peep Laja hat dazu einen Handlungsrahmen erstellt, der Sie beim Definieren Ihrer Schwachstellen unterstützt.

Außerdem schaltete sich auch noch Rand Fishkin ein. Seiner Erfahrung nach sollten Sie zur Verbesserung einer Landing Page zwei Personengruppen befragen.

  • Diejenigen, die zwar der Buyer Persona entsprechen, aber im Endeffekt keine Leads oder Kunden geworden sind.
  • Diejenigen, die der Buyer Persona entsprechen und Ihr Angebot angenommen haben

Stellen Sie diesen Personen dieselben Fragen, um herauszufinden, welche Aspekte Ihrer Seite Sie testen sollten. Am einfachsten können Sie das über eine E-Mailumfrage tun, da sich die Antworten so besser messen und vergleichen lassen.

Diese Befragung ist einem Buyer Persona Internview relativ ähnlich, da Sie ganz spezifisch nachfragen und erfahren können, wie die Person auf Ihre Landing Page gelangt ist. Und was genau sie davon abgehalten hat, das Angebot anzunehmen – das kann von einem einzelnen Wort über die Menge der Abgaben, bis hin zum Design alles sein. Ebenso kann es anderes herum funktionieren und diese Aspekte können dazu geführt haben, dass die Person konvertiert ist.

2. Welches sind die wichtigsten Metriken für die Optimierung der Conversion Rate?

Eine einfache Antwort auf diese Frage hat Pam Vaughan:

Es kommt auf das Ziel an. Darauf, welches Problem Sie beheben und welche Hypothese Sie testen möchten.

Das ist natürlich keine spezifische Antwort, aber ganz logisch – wenn Sie bspw. die Open-Rate Ihrer E-Mails verbessern wollen, brauchen Sie sich Ihren Websitetraffic nicht anzusehen.

Pam Vaughan betont aber auch noch einmal, dass der Traffic und vor allem die Trafficsources, also die einzelnen Quellen, eine wichtige Rolle in der Analyse spielen sollten. Kommen Ihre Besucher bspw. hauptsächlich über Social Media Kanäle zu Ihnen, lässt sich vermuten, dass sie dazu ein SmartPhone benutzen – Ihre Landing Page sollte also entsprechend optimiert sein.

3. Wie sieht das perfekte Design für eine bessere Conversion Rate aus?

Hierzu hat Oli Gardner eine ganz klare Meinung:

  1. Über das Design sollten Sie sich erstmal keine Gedanken machen. Viel wichtiger ist der Text. Wenn Sie den fertig haben, können Sie das Design rund herum bauen.
  2. Entwickeln Sie das Design nicht für die Conversion. Entwickeln Sie es für den Fokus.

Es geht darum, den Webseitenbesucher mit Ihren Aussagen über das Angebot zu überzeugen. Das Design soll dabei helfen, dass er das tut, was Sie wollen. Darum ist ein ganz schlichtes Design für eine Landing Page meist die bessere Wahl.

Der Besucher konzentriert sich auf Ihr Angebot und Ihre Aussagen diesbezüglich und kann Ihrer Handlungsaufforderung folgen. Anstatt von irgendwelchen Bildchen oder blinkenden Elementen abgelenkt zu werden.

4. Sollten Sie Pop-ups nutzen, um mehr Leads zu generieren?

Hier möchte ich zu aller erst Oli Gardner zitieren

They [Pop-ups] suck and they’re great.

Was er damit meint ist, dass Sie Pop-ups nutzen können – aber sie müssen extrem relevant sein. Dazu können Sie gern ein fester Bestandteil einer Konvertierungskette sein, aber nur auf solchen Seiten, auf denen sie relevant sind. Auf anderen Seiten sollten Sie unbedingt von einer Nutzung absehen.

Pop-ups konvertieren durchschnittlich zu 1-4 Prozent. Gardner nennt ein Beispiel in dem ein Exit-Pop-up zu 32 Prozent konvertiert hat: Bei einem Online-Event haben Teilnehmer sich ein oder mehrere Hangouts angesehen und wahrscheinlich ein paar Notizen gemacht, um die wichtigsten Punkte nicht zu vergessen – bevor sie jedoch die Seite verlassen, haben sie die Möglichkeit Aufnahmen der Sitzungen zugeschickt zu bekommen – genial! So können sie sich alles noch einmal ansehen oder die Informationen direkt mit anderen teilen.

Ätzend sind sie vor allem dann, wenn sie nicht zum Inhalt der Seite passen. Oder, wie Rand Fishkin bemerkt, wenn Sie zwischen Ja und Nein auswählen können, die aber heißen „Ja, ich möchte mehr über das Thema erfahren“ und „Nein, ich möchte so dumm bleiben, wie ich bin.“

Eine weitere Möglichkeit relevante Exit-Pop-ups verantwortungsvoll einzusetzen ist in Kombination mit einem Timer. Laut Pam Vaughan wird ein solcher bspw. auf der gesamten HubSpot Seite eingesetzt.

So können auf einem Blog nur denjenigen Besuchern Pop-ups angezeigt, die sich lange genug dort aufhalten, um den gesamten Content zu konsumieren. Diejenigen, die relativ schnell wieder abspringen haben so bspw. nicht noch einmal zusätzlich die Möglichkeit, den Blog zu abonnieren, da sie sich offenbar nicht ausreichend für das Thema interessieren.

5. Wie viele Calls-to-Action sollten Sie in einen Blogartikel integrieren?

Dazu gibt es einen etwas ausschweifenderen Tipp seitens HubSpot:

Der Erfolg eines Calls-to-Action hängt stark mit der Stelle zusammen, an der er angezeigt wird.

Was Sie also in jedem Fall machen können, ist einen Call-to-Action in Form eines Ankertextes in einem der ersten Paragraphen unterbringen und dann auf eine Ihrer thematisch passenden Landing Pages führen. Besonders effektiv sind diese Links, wenn der Text aus den Keywords besteht, für die der Artikel gerankt ist.

Das ist vor allem auch eine hervorragende Möglichkeit ältere Beiträge zu optimieren.

Für die Anzahl gibt es in diesem Sinne keine Regel. Sie können sich natürlich an der Länge der Beiträge orientieren: In einem Blogpost mit 2.000 Worten können Sie mehr Calls-to-Action sinnvoll unterbringen, als in einem mit nur 400 Worten. Um eine passende Zahl für Ihr Unternehmen zu finden, müssen Sie allerdings Test ansetzen und verschiedene Möglichkeiten ausprobieren.

Weitere Tipps und Tricks um Ihre Conversion Rate zu steigern, gibt es in der Aufzeichnung des Hangouts


Quelle

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