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Wie Sie Ihren Lesern mit aktiven Verben und konkreten Informationen bessere Beiträge bieten

In der letzten Woche haben wir Ihnen bereits 5 Möglichkeiten vorgestellt, wie Sie Ihre Blogposts optimieren und so besser bloggen können. Indem Sie nämlich

  1. keine Mammutsätze schreiben.
  2. Passivformulierungen vermeiden.
  3. Adjektive mit Vorsicht nutzen.
  4. nicht zu viele Synonyme für ein Wort verwenden.
  5. Ihren Text im Verbalstil formulieren.

Hier also nun Tipp 6 – 10 für ein besseres Bloggen.

10 Tipps für hervorragende Blogposts – Teil 2

  1. Gute und schlechte Verben
    Auch bei diesem Tipp geht es wieder um die Aktivität Ihres Textes. In diesem Zusammenhang sind schlechte Verben solche, die Stillstand ausdrücken. Beispielsweise stehen oder liegen – aber auch darstellen. Also alles, was keine Bewegung erfordert.

    Sie wollen ein Verb benutzen, sind sich aber nicht sicher, ob es gut oder schlecht ist? Kein Problem! Bilden Sie einfach das Perfekt.

    Verben, die eine Bewegung ausdrücken werden nämlich im Perfekt mit sein gebildet. Also: Ich bin geflogen. Aber: Ich habe geschrieben. Hier ist eine Bewegung gemeint, die von einem Ort zum anderen führt. Und wenn Sie ganz genau darüber nachdenken: Beim Schreiben bewegen sich zwar Ihre Finger, Sie sind aber schon recht still an Ihrem Platz.

    Gute Verben für einen Blogartikel sind neben aktiven auch noch solche, die Sie in einem ungewöhnlichen Zusammenhang verwenden – ähnlich den Adjektiven. Ihre Sätze werden ausdrucksstärker, wenn Sie diese Technik benutzen. Vergleichen Sie einmal folgende Sätze miteinander:

    Dein Freund liebt den Kuchen.

    Und

    Dein Freund atmet den Kuchen ein.

    Im ersten Satz ist zwar ganz deutlich, dass der Freund den Kuchen gerne isst. Der zweite Satz mache aber noch deutlicher, wie er den Kuchen isst – nämlich nicht langsam und genussvoll, sondern schnell und wahrscheinlich in großen Stücken.

    Allerdings sollten Sie nicht versuchen in jedem Satz ein solches Verb unterzubringen. Das ist für Ihre Leser auf Dauer zu anstrengend. Es reicht, wenn Sie solche Konstruktionen ab und an einfließen lassen. Sozusagen als sprachliche Überraschung und Unterhaltung.

    Genauso gut können Sie für diesen Effekt Verben in Ihren Text einbauen, die nicht mehr so häufig genutzt werden. Anstatt also zu schrieben, dass der Fund einer Infografik Sie gefreut hat, können Sie auch sagen, es hat sie entzückt oder erquickt. Hier kommt es natürlich immer auf den Zusammenhang an, ob die Worte tatsächlich passen – und auf Ihren allgemeinen Schreibstil.

    Am besten, Sie gehen dafür ein bisschen auf (Wort-)Schatzsuche.

  2. Die Nutzung von Fremdwörtern
    Grade im Marketing werden viele englische Begriffe genutzt, weil die ursprünglichen Trends oft aus Amerika kommen.

    Da sprechen wir von Content oder Inbound Marketing, Conversion Rates und Calls-to-Action. Bei manchen dieser Begriffe macht die Nutzung der englischen durchaus Sinn: Es ist ja schon schwierig genug diese Worte in Deutschland zu etablieren. Wenn Sie dann noch anfangen von Inhalte- oder hereinkommendem Marketing, Konvertierungsraten und Handlungsaufrufen zu sprechen, kommen Ihre Leser wohlmöglich nicht mehr mit.

    Nehmen Sie die deutschen Entsprechungen gern dort, wo Sie sie sinnvoll einsetzen können. Verbiegen Sie Ihre Sprache aber nicht zu sehr.

    Ihre Blogposts sollen schließlich so klingen, wie Sie mit einem Kollegen oder Kunden sprechen würden. Wenn Sie sich schon beim Schreiben einen abrackern müssen, um die Formulierungen umsetzen zu können, geht Ihnen der Lesefluss verloren.

  3. Floskeln und Phrasen
    Hier werden Sie in jedem Ratgeber für gute Texte folgenden Rat finden: Raus damit!

    Ich möchte das Ganze jedoch ein bisschen einschränken – auch in diesem Fall kommt es meiner Meinung nach nämlich auf die Menge an.

    Bringen Sie in jedem Satz eine Floskel wie in diesem Zusammenhang oder in Bezug auf unter, wird Ihr Text auf Dauer langweilig. Ihre Leser bekommen dann fast mehr nichtssagende Aussagen zu lesen, als wichtige und spannende. Ebenso ist es bei Phrasen.

    Setzen Sie sie aber etwas weniger häufig ein, dürften sie Ihrem Beitrag nicht schaden. Versuchen Sie einfach so konkret wie möglich zu schreiben, dann werden Ihnen diese Formulierungen seltener begegnen.

    Womit wir beim nächsten Punkt wären:

  4. Konkrete und abstrakte Informationen
    Mit Ihren Blogartikeln wollen Sie Ihrer Buyer Persona helfen. Und zwar so helfen, dass sie kleinere Probleme selbst beheben kann. Da reicht es nicht, wenn Sie Ihre Tipps wischi-waschi-mäßig formulieren.

    Wenn sie besser bloggen möchten, dann formulieren Sie Ihre Aussagen immer deutlich, prägnant und konkret. Anstatt also für Kunden in der Reisebranche folgende Tipps für eine optimale Website zusammenzustellen:

    Auf Ihrer Reisebüro-Website sollten Sie sowohl geografische Informationen, als auch Reiseangebote vorstellen.

    Wäre für Ihre Buyer Persona besser und konkreter:

    Auf Ihrer Reisebüro-Website sollten Sie über die Menüleiste die Möglichkeit bieten, Informationen über Städte, Länder und Kontinente abzufragen, sowie Informationen zu Pauschal- oder Individualreisen bieten.

  5. Unterhaltsame Überschriften
    Überschriften sollten die Neugierde des Lesers wecken, sodass er sich auch den Rest des Blogposts ansehen möchte. Sie dürfen Sie auch unterhaltsam gestalten. Oder kontrovers. Es gibt bestimmte Worte, die Menschen quasi magisch anziehen – bleiben Sie bei der Formulierung aber immer Ihrem allgemeinen Stil treu.

    In jedem Fall sollten Sie aber dem Leser sagen, was er bekommt. Schreiben Sie also „10 Tipps für XYZ“, dann sollten Sie auch tatsächlich 10 Tipps liefern. Ein enttäuschter Leser wird Ihre Seite kaum wieder besuchen.

    Überschriften verfassen ist eine kleine Wissenschaft für sich, auch wenn Sie Ihre Buyer Persona gut kennen. Was Sie dabei beachten sollten, können Sie hier nachlesen.

Schauen Sie sich die beiden Artikel zum besseren Bloggen zusammen an, wird deutlich: Es geht vor allem um einen aktiven Schreibstil und konkrete Formulierungen. Ihre Leser wollen das was sie lesen im besten Fall direkt umsetzen. Da werden Sie mit wischi-waschi-Informationen kein Publikum aufbauen.

Gleichzeitig können die Optimierungstipps in der Gesamtansicht sehr erdrückend wirken. Machen Sie langsam! Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen (eine schöne Phrase, die ich theoretisch eigentlich löschen müsste, sie aber hier sehr passend finde 😉 ). Vielleicht ist Ihnen beim Lesen ja eine Sache aufgefallen, die Sie momentan noch tun. Arbeiten Sie erstmal nur an dieser einen Baustelle. Haben Sie die best Practice verinnerlicht, können Sie Ihre Blogartikel an anderer Stelle verbessern.




Wie Sie häufige Fehler beim Bloggen für Ihren Unternehmensblog vermeiden können.



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