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Es geht nicht nur ums Verkaufen, sondern auch um die Community – Recap zum HubSpot Partner Day 2016

Eigentlich könnte ich meinen Besuch beim HubSpot Partner Day in einem Wort zusammenfassen:

Großartig!

Aber dann wäre der Artikel doch recht kurz 😉

Dieses Jahr fand das Treffen im Aviva Stadion in Dublin statt, mit 180 Teilnehmern (plus die Kollegen von HubSpot) waren wir einfach zu viele, als das wir im Bürogebäude von HubSpot hätten unterkommen können.

HubSpot Partner Day im Aviva Stadtio in Dublin

Der HubSpot Partner Day im Aviva Stadtio in Dublin

Pascal Kremp von Pinteco und ich waren die ersten Teilnehmer vor Ort und haben erstmal das Klischee erfüllt, dass Deutsche immer pünktlich sind… Das leckere – und vor allem süße – Frühstück lockte aber glücklicherweise die meisten Teilnehmer aus dem Bett, sodass schon eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung viele Erfahrungen ausgetauscht und Kontakte geknüpft wurden.

Ich möchte Sie mit meinem Fazit zum Partner Day nicht durch die gesamte Agenda führen, das würde zu lange dauern. In diesem Artikel fasse ich die wichtigsten Learnings zusammen, die ich aus Dublin mitgenommen habe.

Weder HubSpot noch seine Partner lernen je aus

Neben den schon bestehenden Certifications, die Kunden und vor allem Partnern HubSpot und die Inbound Marketing Methodik näher bringen sollen, gibt es inzwischen noch folgende weitere Kurse:

  • Inbound Sales Certification
    HubSpot hat eine Methodik aufgesetzt, wie auch der Vertriebsprozess im Inbound-Stil ablaufen kann, nämlich dann, wenn Gespräche kundenzentriert sind. Diese Kurse stehen schon zur Verfügung und sind auch für nicht-HubSpot-Nutzern kostenfrei zugänglich.
  • Growth Driven Website Design
    Diese Certification ist noch nicht online, befindet sich aber in der Beta-Testphase. Hier lernen Sie, wie sie ein Konzept für eine kundenorientierte Website aufstellen. Die Programmierung wird dabei anderen Kollegen überlassen.

Vor allem die Inbound Sales Certification in Verbindung mit dem neuen kostenfreien Sales-Tool von HubSpot ist eine gute Vorbereitung auf eine neue Art des Vertriebs. Ich finde es einfach toll, dass die Kollegen in Boston immer weiter daran arbeiten, wie wir als Partner (und Nutzer) die Software besser kennen- und verstehen lernen können. Mit Hilfe der Certifications können wir uns weiterbilden und unseren Kunden einen hervorragenden Service bieten.

Leadin anbieten, wenn der Kunde nur „a little bit of Inbound“ möchte

Nicht jeder potentielle Kunde der sich für Inbound interessiert ist auch gleich Feuer und Flamme für eine Marketing Automation Software wie HubSpot. Manche möchten Inbound erst einmal ein bisschen ausprobieren und schauen, wie sich ihr Geschäft damit entwickelt. Mit einer HubSpot Lizenz ist das erstmal nicht möglich, da bekommen sie direkt alles auf einmal.

Mit Leadin haben die Kollegen ein Tool zur Lead Generierung und zum Lead Tracking geschaffen. Es wird gespeichert, wer auf welcher Seite Formulare ausgefüllt hat und welche Seiten er sich angesehen hat. Ebenso können Leads segmentiert und so festgestellt werden, wie die Website für eine höhere Conversion Rate optimiert werden kann.

Dieser Einstieg ins Inbound Marketing ist kostenfrei – großartig! Ich kann mir sehr gut vorstellen dieses Tool einzusetzen, um Zweifler zu überzeugen.
Wenn Sie noch nicht so weit sind, ein Tool einzusetzen, dann hilft Ihnen aber vielleicht schonmal eine theoretische Erklärung beim Einstieg ins Inbound- und Content Marketing.

Und ein weiteres großartiges Feature: Haben wir einmal mit Leadin angefangen und gehen dann zu HubSpot über, lassen sich die Informationen ganz einfach übertragen. Bei der Umstellung geht nichts verloren und wir können ganz normal in HubSpot weiterarbeiten.

Das HubSpot Sales-Tool

Wie oben schon kurz erwähnt, kommt die Inbound Sales Certification mit einem Vertriebstool von HubSpot daher – oder umgekehrt, je nachdem wie man es betrachten möchte. Ich habe mich damit noch nicht ausführlich auseinander gesetzt, aber nach der Vorstellung des Tools habe ich das Gefühl, es problemlos nutzen zu können.

Inbound Sales Methodik mit Mark Kilens

Die Inbound Sales Methodik mit Mark Kilens

Ohne das Tool hier komplett beschreiben zu wollen, finde ich die Funktionen sehr praktisch – vor allem natürlich weil alle Informationen aus dem Marketingtool genutzt werden können.

Inbound Ads

Ads zu schalten ist eine der outboundigsten Maßnahmen, die ich kenne, darum war die Frage, wie Ads im Inbound Marketing funktionieren können, zu Anfang des Vortrags mehr als berechtigt. Im Endeffekt sind sie natürlich weiterhin eine outbound Maßnahme, aber sie können mit HubSpot jetzt ins Inbound Marketing integriert werden.

Und zwar so, dass zu aller erst eine Landing Page aufgebaut und gefüllt werden sollte. Danach erst werden die sich darauf beziehenden Ads mit den entsprechenden Keywords erstellt. So wird sichergestellt, dass die Ads auf Seiten verweisen, die Suchenden einen Mehrwert bieten können.

Inbound Ads

Auch Ads können zum Inbound Marketing gehören

Ads sind vor allem für zwei Inbound-Szenarien besonders interessant:

  1. Um einer Kampagne den nötigen Anschub zu verpassen.

    Inbound Marketing braucht seine Zeit, bis es wirklich greift – schließlich müssen die Suchmaschinen Ihre Seiten und Blogbeiträge erst einmal in den Index aufnehmen und dann ausspielen. Mit Ads können schon zu Anfang gute Ergebnisse erzielt werden. Sie eignen sich aber nur für die Anfangsphase!

  2. Um auf BoFu-Content-Keywords abzuzielen.

    Personen, die sich schon so weit unten im Funnel befinden, wissen schon sehr genau wonach sie suchen, darum sind die Keywords auch etwas komplizierter bzw. anspruchsvoller. Diese in einer Ad zu nutzen bringt Interessierte direkt zu einer Seite, auf der sie direkt ein Angebot finden, dass ihrem „Lern- bzw. Nurturing-Status“ entspricht.

Learnings aus dem Spotlight Panel

Beim HubSpot Partner Day wurden drei Vertreter der erfolgreichsten Partneragenturen auf die Bühne gebeten: Daryn Smith von MPull, Verity Dearsley von B2B Marketing Lab und Pau Valdés von InboundCycle. Während der Frage-und-Antwort-Runde haben ich mir folgende Tipps aufgeschrieben, die ich besonders interessant fand:

Tipps von Verity Dearsley

Sometimes, you have to yell at [the clients] – Sie bezahlen dich dafur, einen Job zu erledigen, lass dich durch sie nicht daran hindern.

  • Besonders wichtig für eine gute Zusammenarbeit ist ein deutlicher Content-Produktions-Prozess. Damit jeder weiß, wann er was tun muss – das ist vor allem wichtig, damit Kunden eine genaue Vorgabe ihrer Aufgaben innerhalb dieses Prozesses haben.
  • Sei so schnell wie möglich wählerisch; manche Kunden sind einfach nichts für HubSpot.
  • Sende deine Kostenvoranschläge oder Angebote nicht per E-Mail. Wenn jemand wirklich interessiert ist, dann sollten sie zu dir kommen, damit ihr in Ruhe darüber reden und du ggf. Preise erklären kannst.

Auf die Frage hin, wann man nicht mit einem Kunden zusammenarbeiten sollte, antworteten

  • Verity Dearsley: Wenn nicht von Anfang an klar ist, welche Personen aus welchen Abteilungen in den Prozess mit einbezogen werden müssen – das buy in jeder Abteilung muss klar sein. Sonst klärst du alles mit dem Marketingverantwortlichen ab, es stellt sich aber heraus, dass der CEO die endgültige Entscheidung trifft. Dann war die ganze Vorarbeit evtl. umsonst.
  • Pau Valdés: Wenn jemand nicht versteht, was ein Lead ist, wird es in der weiteren Zusammenarbeit schwierig bis unmöglich sich auf einer Ebene zu unterhalten.

Daryn Smith auf die Frage, wie man die besten Mitarbeiter für sein Team findet:

Es ist besser Hochschulabsolventen einzustellen, um passende, talentierte Mitarbeiter zu finden. Es einfacher ihr Denken und Handeln zu konvertieren und weiter auszubilden.

Gamification am HubSpot Partner Day

Neben dem ganzen Netzwerken, Austauschen von Erfahrungen und quasi Inhalieren von Informationen, hat HubSpot es sich nicht nehmen lassen uns Partnern auch ein paar Herausforderungen zu stellen. Wer 6 der 9 Aufgaben erledigt, als Foto festgehalten und auf Twitter unter #HubSpotPartnerDay2016 gepostet hat, hat automatisch an einer Verlosung für einen „special Price“ teilgenommen – ein unglaublich cooles HubSpot-Fahrrad.

Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen auch mein Glück zu versuchen. Das Rad ging am Ende an die Kollegen von InboundCycle, aber ich habe auch gern den Trostpreis genommen. Der Pulli war auf dem viel zu frühen Rückflug nach Düsseldorf sehr angenehm zum Reinkuscheln und Weiterschlafen.

Fazit

Ich kann allen HubSpot Partnern nur empfehlen diese Meetings zu besuchen. Ich weiß, es ist in Deutschland nicht unbedingt üblich seine Erfahrungen zu teilen, vor allem natürlich, wenn man in derselben Branche unterwegs ist – zumindest ist das mein Eindruck.

ABER:

Abgesehen davon, dass es viel zu viele leckere Sachen zu essen gab und die Challenges den Spaßfaktor noch einmal angehoben haben, war es für mich eine tolle Erfahrung auch mal mit anderen Nutzern zu sprechen. Sich über Probleme mit der Software auszutauschen. Zu vergleichen, in welcher Branche die jeweiligen Kunden so unterwegs sind.

Ich finde es einfach großartig, dass HubSpot nicht einfach nur seine Software verkaufen und damit groß Geld machen möchte (auch wenn das sicherlich ein großer Teil des Geschäfts ist 😉 ). Es geht wirklich darum eine Community aufzubauen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu helfen. Das ist aus deutscher Sicht eine sehr amerikanische Einstellung, aber solange sie in einer solchen Art und Weise funktioniert und jeder Partner seinen Nutzen daraus ziehen kann – why not?!

In diesem Sinne: Thanks again for a brilliant and inspiring Partner Day in Dublin! Hope to see you at INBOUND2016!




Unsere Erfahrungen bei der Arbeit mit der Marketing Automation Software HubSpot



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