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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Mit ein wenig Überzeugungskraft, individueller Absprache und ordentlicher Hilfestellung machen Sie jeden zum Blogger

Als Verantwortlicher für Ihren Unternehmensblog kommt Ihnen das sicherlich bekannt vor: Der letzte Blogpost ist schon wieder fast eine Woche her. Und der nächste immer noch nicht bereit zur Veröffentlichung. Manchmal klappt es einfach nicht wie geplant.

Das liegt nicht nur daran, dass es neben der Arbeit an Kundenaufträgen eine Menge Arbeit ist, einen Unternehmensblog zu betreiben – Ideen sammeln, schreiben, korrigieren, editieren, veröffentlichen, vermarkten. Vor allem bei kleineren Teams ist es oft nur eine Person, die für die Inboundaktivitäten zuständig ist. Da kann das Bloggen schonmal hinten anstehen.

Und trotzdem ist Bloggen immernoch eine der besten Möglichkeiten, Leads über Ihre Seite zu generieren. In einer Studie wurde festgestellt, dass Sie mit 15 Blogartikel pro Monat alle vier Wochen bis zu 1.200 Leads generieren können. Und das ist den Aufwand sicherlich wert.

Wie also können Sie es schaffen bis zu 15 Mal im Monat zu bloggen, wenn Sie momentan schon mit einmal wöchentlich Probleme haben? Wenn Sie also nicht wie Hermine Granger einen Zeitumkehrer haben und sich so mehr Zeit zum Schreiben verschaffen können, gibt es nur eine Möglichkeit: Sie brauchen mehr Blogger bzw. Autoren.

Ja, Schreiberlinge sind teuer.

Und ja, freie Mitarbeiter kennen sich in Ihrem Business nicht so gut aus.

ABER:

Sie müssen gar nicht in neue Mitarbeiter investieren, um mehr Input für Ihren Blog zu bekommen.

In diesem Artikel ist die Rede von den Mitarbeitern, die Sie schon haben. Ob Sie es wissen oder nicht, absolut jeder in Ihrem Unternehmen ist ein potentiellern Blogger. Sie müssen nur wissen, wie Sie sie motivieren und überzeugen können mitzumachen.

Fragen Sie Ihre Kollegen nach Hilfe beim Bloggen

Wenn Sie was das Bloggen betrifft bis jetzt alle Aufgaben alleine gehändelt haben, könnten Sie eine kleine Überraschung erleben, wenn Sie Ihre Kollegen um Mitarbeit am Blog bitten. Vielleicht gibt es schon einige aufstrebende Autoren in Ihrem Team. Fragen Sie einfach beim nächsten Meeting oder in der nächsten E-Mail nach, ob jemand etwas zum Unternehmensblog beitragen möchte.

Sie können diese Gelegenheit gleichzeitig nutzen, um darauf hinzuweisen, dass ein guter schriftlicher Ausdruck wichtig und hilfreich für die berufliche Entwicklung sein kann. Im englischsprachigen Raum ist es bereits so, dass Recruiter „strong writing skills“ als einen der fünf wichtigsten Faktoren bei der Bewerberauswahl nannten.

Natürlich sollten Sie Ihre Kollegen mit der Frage nicht nerven. Schreiben Sie nach dem Meeting eine Follow-Up E-Mail, in der Sie die Kollegen sozusagen an die Einladung erinnern. Haben Sie bspw. aufgrund seiner Erfahrung, seines Schreibstils oder seiner Motivation jemand bestimmten im Auge, kontaktieren Sie ihn direkt. Eine personalisierte, individuelle Einladung kann viel effektiver wirken, als eine „in die Runde.“

Nutzen Sie vorhandene Expertise

Für Sie gehört das Schreiben zu Ihrem täglich‘ Brot. Für jemanden, der darin keine Erfahrung hat, könnte es jedoch ganz schön angsteinflößend sein. Entsprechend ist es Ihre Aufgabe, den Kollegen bei der Überwindung dieser Angst zu helfen.

Am besten können Sie das tun, indem Sie herausfinden, wofür sich Ihr jeweiliger Kollege interessiert. Dieses Interesse – und das dazugehörige Wissen – können Sie in die Blogartikel mit einfließen lassen.

Jemand der sich bspw. mit Moutainbikes auskennt, könnte folgende Parallele sicherlich deutlich darstellen: Warum der Versuch Leads ohne Landing Pages zu generieren sehr ählich ist, wie einen Berg mit kaputten Federn herunterzufahren (es ist möglich, aber nicht sonderlich komfortabel oder effizient).

Helfen Sie Ihren Kollegen dabei über ein Thema zu schreiben, in dem sie sich auskennen. Es wird ihnen viel leichter fallen die Schreib-Angst zu überwinden und erfolgreich für Ihr Unternehmen zu bloggen. Je öfter sie schreiben, desto sicherer werden sie. Und dann werden sie auch ihren Schreib-Horizont erweitern können.

Seien Sie flexibel

I love deadlines. I love the whooshing noise they make as they go by.
Douglas Adams

Besonders Deadlines können ein großes Hindernis für Ihre unerfahrenen Kollegen sein. Vor allem dann, wenn sich dieser Termin zu den bereits vorhandenen in den Kalender einreiht.

Es ist großartig, wenn Sie Ihren Redaktionsplan so aufbauen, dass Sie regelmäßig Beiträge veröffentlichen können. Haben Sie jedoch die Möglichkeit mit der Frist etwas flexibler zu sein, nimmt das für Ihre Kollegen den Druck aus der Situation.

Sie werden bessere Ergebnisse erhalten, wenn Sie neuen Bloggern im Redaktionsplan genug Zeit einräumen. Außerdem sollten Sie noch ein wenig Puffer-Zeit fürs Redigieren und Korrektur lesen einplanen. So können Sie beide entspannt arbeiten.

Bieten Sie Ressourcen als Hilfestellung an

Die besten Blogposts bieten den Lesern Hintergrund- und/ oder weiterführende Informationen, sowie Statistiken. Neue Unternehmensblogger werden wahrscheinlich nicht wissen, wo sie diese zusätzlichen Ressourcen herbekommen.

Stellen Sie also für Ihre Kollegen Ressourcenlisten zusammen, von Blogs über Branchenseiten bis hin zu Social Media Influenzern. Alles, was ihnen helfen kann Inspiration und Daten zu finden.

Außerdem sollten Sie in jeden Fall best Practices für’s Bloggen verteilen. Denken Sie dabei auch an kleine Aspekte, die für Sie inzwischen wahrscheinlich selbstverständlich sind, wie bspw.:

  • Wie andere Seiten verlinkt oder zitiert werden sollen
  • Wann und wie oft interne Links gesetzt werden sollten
  • Wie Calls-to-Action eingebunden werden sollen
  • Grammatik, Rechtschreibung und Zeichensetzung

Am einfachsten ist es wahrscheinlich, wenn Sie sich einmal die Zeit nehmen und die internen Blogging-Regeln in einem Dokument zusammenfassen.

Geben Sie Ihren neuen Bloggern konstruktives Feedback

Die ersten Artikel Ihrer Kollegen werden trotz der internen Regeln sicherlich nicht perfekt sein oder mit dem Übereinstimmen, was Sie selbst schreiben. Bevor Sie selbst Hand anlegen und den Beitrag in eine präsentable Form bringen, machen Sie sich lieber Notizen und sprechen Sie diese mit Ihrem neuen Blogger durch.

Halten Sie Ihre Kritik dabei konstruktiv, damit der Kollege sich nicht schlecht fühlt und das Schreiben sofort an den Nagel hängt. Nehmen Sie sich die Zeit und sprechen Änderungen mit dem Autoren ab, damit er bspw. versteht, warum eine andere Formulierung oder Beispiel besser passt.

So kann er seinen Schreibstil verbessern, seinen eigenen Text (mit Ihrer Hilfe) optimieren und sich entsprechend alles Lob auf seine Kappe schreiben. Sowohl das, welches Sie natürlich unbedingt verteilen sollten, als auch das, was von außen in Form von Kommentaren oder social Shares ankommt.

Bieten Sie Ihre Hilfe an

Mit den Tipps und Tools ist es natürlich noch nicht ganz getan. Um Ihren Kollegen die bestmögliche Hilfe zu bieten, können Sie in Ihrem Kalender ein oder zwei Stunden pro Woche freihalten. In dieser Zeit können Sie bspw. Fragen Ihrer Autoren beantworten, Themenvorschläge besprechen oder zusammen an einem Artikel arbeiten.

Fazit

Natürlich müssen sowohl Sie als auch Ihre Kollegen zu Beginn etwas mehr Zeit aufwenden, um den Plan jeden Mitarbeiter zum Blogger zu machen, umsetzen zu können. Und ganz sicher werden Ihnen auch einige Kollegen nach den ersten paar Versuchen abspringen, diese sollten Sie dann bitte nicht weiter damit bedrängen.

Was aber auch ganz sicher ist: Sie werden einige unerwartete Schreiberlinge in Ihrem Unternehmen finden. Helfen Sie Ihnen, so gut Sie können.

Und Sie werden sehen, dass auch das „Problem“ der Deadlines mit der Zeit in Luft auflöst und Sie für Ihren Unternehmensblog auf ein größeres Team von zuverlässigen Autoren bauen können.

Dieser Artikel ist eine Übertragung ins Deutsche. Das Original erschien auf dem HubSpot Marketing Blog.




Dieser Leitfaden gibt eine Übersicht darüber, warum bloggen so wichtig ist, wo Sie in Ihrem Unternehmen Content finden und wie Sie Ihre Posts gestalten können.



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