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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Influencer Marketing für Newbies

(und wir reden hier nicht über die Influenza – das ist das Grippevirus)

Auch wenn ich Social Media persönlich eher als stille Beobachterin verwende, komme ich nicht drum herum zu bemerken, dass auf Instragram, Twitter, YouTube und Co. etwas ins Rollen kommt.

Seit geraumer Zeit scheinen Unternehmen zu verstehen, dass gewisse Social Media-Persönlichkeiten Einfluss haben.

Und die dürfen dann ihre Produkte fleißig testen und promoten. Mal mehr und mal weniger offensichtlich.

Dass es sich dabei um eine eigene Marketingdisziplin handelt, war mir selbst nicht ganz so bewusst.

Daher begab ich mich auf die Suche nach Antworten.

Und Fragen hatte ich einige, denn das Wort „Influencer“ hört man heutzutage immer öfter.

Also: Besser schon mal merken! Ein neues Wort im Marketing-Vokabular schadet ja nun wirklich nicht…

Was ist Influencer Marketing?

In Zeiten in denen Social Media ein fester Bestandteil im Online Marketing darstellt, sollten Sie auch sogenannte Influencer für die Implementierung einer Marketingstrategie in Betracht ziehen.

Die Idee hinter dem Influencer Marketing ist aber eigentlich gar nicht so neu. In Public Relations und im Vertrieb wird die Grundidee bereits seit mehreren Jahren angewandt.

Zwar unter anderen Bezeichnungen – in der PR spricht man von Multiplikatoren, im Sales-Bereich nennt man sie hingegen Vertriebspartner -, eine Einflussrolle haben sie jedoch alle.

Und sie verfolgen grundsätzlich dasselbe Ziel: Man möchte die ausgewählte Zielgruppe mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad erreichen.

Seinen Ursprung und Inspirationsquelle findet diese Art des Marketings bereits in klassischen Kommunikationstheorien, die sich mit politischer Kommunikation auseinandersetzen. Sie gehen davon aus, dass ein Großteil der Menschen durch sogenannte Meinungsführer beeinflusst wird.

Mittels dieser recht neuartigen Disziplin des Marketings sollen also vor allem Zielgruppen über einflussreiche Individuen erreicht werden, die sogenannten Influencer. Im Fokus liegen demnach stets jene Key-Individuals, die eine meinungsführende Position inne haben. Vor allem jene, die auf den sozialen Netzwerken aktiv sind, werden für die eigene digitale Kommunikation eingesetzt.

Was umfasst Influencer Marketing?

Im Kontext des Influencer Marketings sollten Sie Einfluss haben keinesfalls als negatives Phänomen betrachten.

Einfluss wird hierbei nicht als Zwang oder Nötigung zu einer gewissen Ansicht oder Sache verstanden, sondern viel mehr als eine Interaktion zwischen vielen verschiedenen Parteien einer Community.

Das Influencer Marketing umfasst dabei insgesamt vier Hauptaktivitäten:

  1. Im primären Fokus liegt zunächst die Identifikation von möglichen Influencern für Ihre Branche. Diese sollten Sie anschließend nach Wichtigkeit und Einflussnahme ranken.
  2. Außerdem wird Marketing für diese Persönlichkeiten betrieben, indem das Unternehmen versucht, das eigene Bewusstsein in der Community des Ausgewählten zu stärken.
  3. Des Weiteren sollten Sie Marketing durch die Influencer betreiben. Das bedeutet, dass Sie die meinungsführende Position für sich nutzen, um ein gewisses Markenbewusstsein für die ausgewählten Zielmärkte zu kreieren.
  4. Zuletzt sollten Sie natürlich versuchen Marketing mit Meinungsführern zu betreiben, sie also innerhalb einer Kooperation zu Befürwortern Ihres Unternehmens zu machen.

Influencer anzusprechen ist vor allem eine Möglichkeit Ihr Marketingportfolio zu erweitern, aber nicht unbedingt geeignet, all Ihre Marketingmaßnahmen zu ersetzen.

Wer oder was sind Influencer?

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um Personen, die sich in einer einflussreichen Position befinden – und das gilt heutzutage vor allem im Social Media Bereich.

Prinzipiell ist ein Meinungsführer zunächst einmal jeder, der sich im Internet zu bestimmten Themen, Marken, Unternehmen und deren Produkten äußert. Influencer weisen hierbei aber eine gewisse Netzwerkgröße auf und verfügen über Überzeugungskraft.

Wie groß die eigene Netzwerkreichweite genau sein muss um als Influencer gelten zu können, darüber sind sich Marketingexperten strittig. Ein Richtwert liegt jedoch bei etwa 15.000 Followern. Viele sind darüber hinaus auf mehreren sozialen Netzwerken aktiv und erhöhen damit ihre Reichweite noch mal um einiges.

Oftmals genießen sie ein hohes Maß an Vertrauen von ihren Followern, da sie als glaubwürdig rüber kommen und die Follower sich auf deren Empfehlungen und Berichterstattungen verlassen.

Eine Kooperation mit Influencern sollte für Sie jedoch nicht nur wegen deren Glaubwürdigkeit von Bedeutung sein. Influencer können in vielerlei Hinsicht hilfreich für die Vermarktung eines Unternehmens oder dessen Produkt sein.

Sie fungieren als Experten in einem bestimmten Themenbereich und können somit Viralität erzeugen. Sie vertreten als Multiplikator eine bestimmte Zielgruppe und geben Ihnen bzw. Ihrem Produkt eine persönliche Note. Außerdem verleihen sie dem kooperierenden Unternehmen Authentizität.

Wie identifizieren Sie einen solchen Meinungsführer?

Es gibt zwar einige Listen, die die einflussreichsten Persönlichkeiten jährlich ranken (bspw. die „Time’s 100 Most Influential People“), diese kommen jedoch im Marketing eher selten zum Einsatz, da sie nicht auf bestimmte spezifische Marktsegmente und Zielgruppen abzielen.

Des Weiteren gibt es verschiedene Tools, wie bspw. Klout oder Traackr, welche die Meinungsführer anhand von Algorithmen und deren Reichweiten ranken. Allerdings sollten Sie bei solchen Tools vorsichtig sein: einige stehen wegen Manipulierbarkeit in der Kritik, da Social Media-Profile ab einer gewissen Anzahl von Followern in die Ranking-Listen dieser Tools aufgenommen werden. Entsprechend ist es oftmals schwer abzuschätzen inwiefern es sich bei diesen Followern tatsächlich um echte Menschen handelt.

Aber wie sollen Sie Influencer dann identifizieren?

Zu allererst sollten Sie jedoch festlegen, welche Zielgruppe zu welcher Thematik beeinflusst werden soll. Influence – also die Einflussnahme einer meinungsführenden Person – sollte immer im Kontext stehen und so eng wie möglich eingegrenzt sein.

Darauffolgend müssen bestimmte Keywords analysiert werden, die auf Social Media-Plattformen häufig zu dieser Thematik bei Diskussionen zum Einsatz kommen.

Sind diese beiden Schritte vollzogen, so kann Sie sich auf die Suche nach einer passenden Person begeben.

  1. Neben der Lösung ein Tool mit Algorithmus zu verwenden, gibt es ebenfalls die Möglichkeit eine Agentur zu beauftragen.

    Mittlerweile gibt es zahlreiche Agenturen, die auf die Zusammenarbeit mit Influencern spezialisiert sind. Jedoch bedarf es hierbei ein gewisses Budget, denn auch für diese Agenturen ist die Suche nach den passenden Meinungsführern mit viel Aufwand verbunden.

  2. Oder aber Sie begeben sich selbst auf die Suche nach passenden Persönlichkeiten.

    Wenn Sie sich intensiv mit der Thematik auseinandersetzen, kann es oftmals sehr viel kostengünstiger sein, den richtigen Influencer für Ihr Unternehmen auszumachen. Und natürlich vor allem persönlicher. Je tiefer Sie selbst in der Thematik stecken, desto eher finden Sie auch selbst einen passenden Meinungsführer.

    Durch intensive Recherche auf Twitter, Facebook, YouTube und Co. sowie verschiedenen Blogs und Foren können Sie einen breiten Überblick über die beeinflussend agierenden User verschaffen. Anhand der Höhe der Follower-Zahlen und bspw. auch die Menge an Retweets oder Verlinkungen können Sie schnell feststellen, wie dominant und weitrechend die Stimme des Influencers ist.

    Die anschließende Kontaktaufnahme sollte dann unbedingt personalisiert und keinesfalls als Massenmail erfolgen.

Fazit

Beim Influencer Marketing geht es darum, die passenden Personen mit deren meinungsführender Position für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Denn Influencer haben oftmals unvergleichbar große Reichweiten und genießen ein hohes Maß an Vertrauen ihrer Follower.

Bei der Auswahl der passenden Influencer ist jedoch Vorsicht geboten: Nur wer den richtigen Influencer auswählt bewahrt seine Glaubwürdigkeit und Authentizität. Wer kauft es schon einer Fashion-Bloggerin ab, dass sie sich für Mountainbikes erwärmen kann?

Ja genau: Niemand! (Es sei denn, es handelt sich um eine mountainbikende Fashion-Bloggerin, aber das wird in den wenigsten Fällen zutreffen 😉 )

Sie sollten daher keinesfalls den Aufwand unterschätzen, den Sie in die Suche nach den passenden Influencern investieren müssen. Denn nur so kann das Unternehmen bzw. die eigenen Produkte auch mittels Influencer Marketing vermarktet werden.




In der Aufzeichnung des Webinars erfahren Sie, wie Sie Ihr eigenes Inbound Content Marketing Testszenario aufbauen.



Miriam ErdwegInfluencer Marketing für Newbies
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