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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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E-Mail Marketing für Newbies (und alle anderen, die sich fragen: Was IST das überhaupt?)

Als absoluter Neuling im Bereich Inbound- und Content-Marketing stoße ich in den vergangenen Tagen und Wochen auf immer mehr Begriffe die zunächst einmal eines in mir auslösen: Verwirrung.

Verwirrung und mehrere große Fragezeichen.

SEO, Calls-to-action, Buyer Persona and the list goes on…

Noch nie gehört!

Oder bereits gehört und trotzdem keinen blassen Schimmer. Das hört sich zumindest schon mal alles total schlau und englisch an. Aber was steckt dahinter?

Warum mir der Begriff des Content-Marketings und all seine Freunde in meinem Studienmodul „Einführung in die Absatzwirtschaft“ nicht einmal im geringsten Ausmaß begegnet sind, ist und bleibt ein Rätsel.

So versuche ich nun einige dieser mir völlig fremden Begrifflichkeiten auf eigene Faust für mich und alle anderen Content-Marketing-Neulinge (aber auch alten Hasen) da draußen zu klären.

Also womit wollen wir anfangen? SEO, Calls-to-action oder doch Buyer Persona?

Beginnen werde ich zunächst mit dem Thema E-Mail Marketing, ein Begriff, der immerhin eine triviale Vorstellung, von dem was dahinter stecken könnte, in mir auslöst.

E-Mail Marketing? Ist das nicht…ok, erstmal Mr. Google fragen

Ich schmeiße also die Wundermaschine Google an (sind die Leute früher für so etwas wirklich in die Bibliothek marschiert? Oh Mann…) und stelle erstmal fest, dass es zumindest auf der deutschen Wikipedia Seite keinen Eintrag zu dem Thema gibt. Ok, vielleicht doch etwas schlauer und englischer als ich dachte?

Auf gründerszene.de finde ich dann aber doch eine erste Definition auf der Muttersprache:

„Die Disziplin E-Mail Marketing ist dem Online-Marketing (…) zuzuordnen und dient Unternehmen dazu, die bestehenden Kundenkontakte weiterhin auszubauen und zu festigen. Wie der Name schon verrät, funktioniert dieser Teil des Marketing-Mix über das Versenden von Emails.“

Ok, das leuchtet mir ein. Unternehmen verschicken also E-Mails an interessante potenzielle und/oder bestehende Kunden.

In Zeiten in denen das World Wide Web aus unserem Alltag kaum bzw. gar nicht wegzudenken ist, scheint der Einsatz einer solchen Maßnahme also mehr als sinnvoll um Kundenkontakt effektiv aufzubauen und diesen auch weiterhin zu pflegen.

Aber wie genau funktioniert das?

Unternehmen können sich unterschiedlichen Tools bedienen. Es wird zwischen der one-to-one-Kommunikation und der one-to-many-Kommunikation unterschieden.

Bei ersterer Variante erreicht die versandte E-Mail nur eine einzelne Person, wohingegen bei Letzterem eine Masse von Personen angesprochen werden soll (was leider auch mal in den ungeliebten Spam ausarten kann…).

Hierbei bedienen sich Unternehmen den E-Mailings, sprich ein unregelmäßiger Versand von E-Mails (bspw. zur Vorstellung eines neuen Produkts) oder dem klassischen Newsletter, also ein Versand von E-Mails in regelmäßigen Abständen (wöchentlich, monatlich oder auch 1x im Quartal… hier ist so einiges möglich).

In der Regel enthalten diese E-Mails dann auch sogenannte Calls-to-action (oh, ein schlauer und englischer Begriff!), was eigentlich in diesem Fall nicht mehr bedeutet als Hyperlinks oder auch verlinkte Anzeigenbilder, die den Empfänger auf die Landing Page des Versenders weiterleiten sollen.

AHA!

Also darf mir jetzt jedes Unternehmen wahllos den eigenen Newsletter zuschicken und ich bekomme bald auch Benachrichtigungen von Unternehmen dessen Produkte mich nicht die Bohne interessieren?

Nein, so einfach geht das nicht und das gilt vor allem zum Schutz des Empfängers.

Ich muss dem Unternehmen meine ausdrückliche Genehmigung dafür erteilen, dass ich zukünftig E-Mails von ihm erhalten will: „Newsletter jetzt abonnieren? – Ja, klar, ich erhalte ja immerhin 20% auf alles!“ (- obwohl das auch nochmal eine andere Baustelle ist).

So schnell kann das gehen.

Ist es das denn überhaupt wert?

Alles schön und gut, aber nun stellt sich mir die Frage, ob der ganze Aufwand Unternehmen tatsächlich etwas bringt. Ist dieses Instrument wirklich effektiv?

Die Antwort lautet ja!

E-Mail Marketing ist trotz der vielen anderen Kontaktmoeglichkeiten immernoch effektiv.

Etwa 44 Prozent der avisierten Kunden tätigen angestoßen durch den Erhalt einer Werbe-Mail einen Kauf. Nicht schlecht, das ist immerhin fast jeder Zweite!

Auch das Versenden von Coupons oder das Anbieten von Rabatt-Aktionen können rentabel für das eigene Unternehmen sein: Etwa sieben von zehn Personen nutzen diese zum Kauf.

Noch viel spannender ist, dass 27 Prozent der Kunden ihrem favorisierten Unternehmen ans Herz legen würden noch mehr Aufwand ins E-Mail Marketing zu investieren.

Genervt von den ständig eintrudelnden E-Mails sind die Kunden also offensichtlich nicht – vorausgesetzt sie flattern gewollt in das eigene Postfach.

Und bleibt das jetzt weiterhin so?

Der Trend geht hin zur Personalisierung.

Und was soll das jetzt schon wieder bedeuten?

Eigentlich nicht viel mehr als dass automatisierte Empfehlungssysteme maßgeschneiderte (also personalisierte) Angebote etc. platzieren. Vor allem Echtzeit-Informationen sind hierbei höchstrelevant: aktueller Standort, Wetter und Tageszeit – das sind alles Informationen, die in die Personalisierung einbezogen werden können.

Nicht zu benachteiligen ist außerdem die Optimierung und Kompatibilität bei der Darstellung von Newslettern und E-Mailings auf mobilen Geräten.

Wie oft checken wir denn unsere E-Mails schnell mal auf dem Smartphone, wenn wir uns in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit befinden? Andauernd? Ja, genau! E-Mails, die dann verzerrt oder verpixelt dargestellt werden, klickt man auch ganz schnell mal wieder weg.

Und auch Algorithmen werden für das E-Mail Marketing zukünftig von Bedeutung sein.

Algorithmen- bitte was, hab ich das nicht mal im Mathematik-Grundkurs gehört?

Vereinfacht gesagt bedeutet das eigentlich nur, dass der Algorithmus optimale Handlungsvorschläge für individuelle Informationen über den Kunden erlernt und diese aus verschiedenen Datenquellen verknüpft. Und genau das ermöglicht eine noch detailliertere Anpassung von Angeboten etc. an das vorhandene Kundenprofil.

Fazit

E-Mail Marketing bedeutet nicht viel mehr als dass Unternehmen dem Kunden auf Wunsch in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen E-Mails mit aktuellen News, Angeboten, Aktionen etc. zuschicken. Das kann bspw. in Form eines Newsletters erfolgen.

Es dient also zum einen dem Aufbau des Kundenkontakts, zum anderem zur Pflege dessen.

Die Benutzung dieses Instruments wird auch zukünftig für Unternehmen von starker Bedeutung sein. Der Trend geht vor allem hin zur verstärkten Personalisierung, um noch effektiver auf die individuellen Kundenprofile eingehen zu können.

Das Mysterium E-Mail Marketing ist also gar nicht mal so kompliziert oder schwer verständlich. Ein Fragezeichen kann ich nun schon mal streichen und durch ein Ausrufezeichen ersetzen.

So, und welches Fragezeichen radieren wir als nächstes aus?




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