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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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3 Gründe, warum Sie keine Marketing Automation Software nutzen sollten – und 5 dafür

Wir wollen den Spieß mal umdrehen und Ihnen zuerst Gründe gegen die Einführung einer Marketing Automation Software nennen. Und danach die, die dafür sprechen.

Abgesehen von einem großen Workload, der sicherlich bei jeder Systemumstellung anfällt, gibt es bei der Umstellung auf eine Marketing Automation Software noch folgende weitere Gründe, die Interessierte davon abhalten könnten.

Nachteile einer Marketing Automation Software

1. Mit einer Marketing Automation Software müssen Sie immer ganzheitlich denken

In die Gründe gegen eine Marketing Automation Software steige ich direkt mit einem Beispiel ein:

Schon beim Aufbau Ihrer Landing Pages und der Erstellung der dazugehörigen Formulare müssen Sie daran denken, was Sie mit den gesammelten Daten später tun möchten.

Möchten Sie beim Lead Nurturing bspw. eine personalisierte E-Mail verschicken, müssen die Informationen von Anfang an im Formular als Pflichtangabe abgefragt werden.

Soll Ihre Ansprache lauten „Hallo Herr Stilzchen,“ dann müssen Anrede und Nachname als Pflichtfeld gekennzeichnet sein. Möchten Sie Ihren Lead mit „Hallo Rumpel Stilzchen,“ begrüßen, sind es Vor- und Nachname.

Sind diese Angaben für Kontakte nicht obligatorisch, kann das zu unvollständigen Ansprachen wie „Hallo Stilzchen,“ „Hallo Rumpel ,“ oder sogar zu „Hallo ,“ führen. Womit deutlich würde, dass Sie eine Marketing Automation Software nutzen – und das dann leider nichtmal gut.

Möchten Sie Ihren Kontakten die Wahl lassen und verlangen getreu dem Minimalprinzip nur die E-Mailadresse des Kontaktes, haben Sie bei einigen Anbietern die Möglichkeit Standard-Einträge für die anderen Felder festzulegen. Beispielsweise für Vor- und Nachnamen.

ABER:

Der Standard-Eintrag wird jedes Mal verwendet, sobald im Formular die entsprechenden Felder nicht ausgefüllt werden.

Lauten Ihre Lückenfüller also z.B. „lieber Freund (als Vorname) von Xengoo (als Nachname)“, erhält Ihr Kontakt Nachrichten mit der folgenden Ansprache, wenn er nur seine E-Mailadresse abgibt:

„Hallo lieber Freund von Xengoo,“

Klingt im ersten Moment ja nicht so schlecht. Allerdings können auch hier unschöne Kombinationen wie „Hallo lieber Freund Stilzchen,“ oder „Hallo Rumpel von Xengoo,“ entstehen.

Sie müssen also beim Aufbau Ihrer Landing Pages, Formulare, E-Mails und der Kontaktdatenbank an sich ganzheitlich bedenken, was Sie damit machen und wie Sie später damit arbeiten möchten.

Das gilt auch für andere Elemente wie bspw. das Ersetzen von Image Calls-to-Action durch eine neue Abbildung. Sobald Sie das machen, wird der betroffene Call-to-Action automatisch überall ausgetauscht. Danach müssen Sie überprüfen, ob die Größe Ihnen z.B. nicht Ihr E-Mail Layout o.ä. zerschießt.

Gruende gegen eine Marketing Automation Software

2. Fehler in der Kontaktdatenbank ziehen sich durch

Bei einer Marketing Automation Software sind natürlich vor allem die Kontaktdaten das A und O. Wofür sonst die Automation, wenn Sie keine Kontakte haben, an die Sie Nachrichten verschicken wollen?

Die Fehler, die ich hier meine, beziehen sich vor allem auf die Schreibweise der Kontaktdaten. Und zwar sowohl bei Inbound Leads, als auch bei Kontakten, die Sie selbst hochladen.

Soll heißen: wenn jemand beim Ausfüllen Ihres Formulars seine Angaben alle klein schreibt „rumpel stilzchen“, dann erhält er auch später Lead Nurturing Nachrichten mit der entsprechenden Ansprache. „Hallo rumpel stilzchen,“

Ebenso ist es natürlich bei Kontakten, die Sie selbst hochladen. Hat sich der Kollege, der die Excel- bzw. CSV-Datei erstellt hat vertippt und ist der Fehler bei der Überprüfung nicht aufgefallen, sprechen Sie Ihren Kontakt bspw. mit „Hallo Tumpel Stilzchen,“ o.ä. an.

Das System hat keine automatische Korrekturfunktion für diese Fehler.

Noch schwerwiegender wäre ein Schreibfehler in der E-Mailadresse. Diese ist bei vielen Marketing Automation Softwares das Minimum an Informationen um jemanden als Kontakt zur Datenbank hinzuzufügen.

Bei einer fehlerhaften E-Mailadresse wird der Kontakt entweder gar nicht erst erstellt, oder Ihre Nachrichten landen bei einer völlig fremden Person – sollte es die E-Mailadresse tatsächlich geben.

Sie sollten also vor allem auch auf jeden Inbound Lead einen kurzen Blick werfen und sicherstellen, dass die Kontaktdaten richtig geschrieben sind. Im Notfall können Sie auf der Übersichtsseite des Kontaktes Änderungen vornehmen.

3. Mehr Aufwand, wenn Sie die Nutzung der Marketing Automation Software „vertuschen“ wollen

Möchten Sie nicht, dass Ihre Kontakte erfahren oder erahnen, dass Sie eine Marketing Automation Software benutzen, bedeutet das für Sie wieder mehr Arbeit.

Soll Ihr Newsletter mit den Artikeln aus Ihrem Blog nicht regelmäßig verschickt werden, müssen Sie trotzdem eine E-Mail generieren, die sich die Informationen aus Ihrem RSS-Feed nutzt. Danach legen Sie eine zweite E-Mail an und kopieren die Informationen aus der RSS-E-Mail dort hinein. Außerdem müssen Sie die Informationen dann noch etwas hübsch machen, also die Schriftart, -größe und -farbe anpassen.

Nebenbei bemerkt: Wir können das unregelmäßige Versenden eines Newsletters nicht empfehlen. Bei einem Newsletter geht es schließlich grade darum regelmäßig die neusten Informationen zu erhalten.

Genauso ist es bei Social Media Postings: Soll nicht auffallen, dass Sie jeden Tag gegen 11, 14 und 17 Uhr einen Post veröffentlichen, müssen Sie die Veröffentlichungszeit einzeln einstellen – anstatt einfach per Klick eine der vorgegebenen Zeiten auszuwählen.

Nachdem Sie nun die negativen Seiten von Marketing Automation Softwares kennengelernt haben, möchten wir Ihnen auch die positiven Seiten zeigen.

Vorteile einer Marketing Automation Software

1. Einmal definierte Kommunikationsabläufe laufen bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter

Jemand füllt ein Formular auf Ihrer Seite aus und soll eine Willkommensmail erhalten? 3 Tage nach dieser Mail soll er eine thematisch entsprechende Lead Nurturing Nachricht zugeschickt bekommen? Und Ihren Newsletter möchten Sie jeden Donnerstag um 14.23 Uhr an alle Abonnenten versenden?

Alles kein Problem!

Sobald Sie diese Abläufe im System einmal definiert und aktiviert haben, laufen sie wie am Schnürchen und benötigen diesbezüglich keine Überwachung.

Dennoch sollten Sie regelmäßig einen Blick auf diese Prozesse werfen, um deren Performance beurteilen und eventuelle Anpassungen vornehmen zu können.

2. Kontakte direkt ansprechen

Inzwischen können nicht nur E-Mail Nachrichten mit Vor- und Nachnamen und anderen Informationen aus der Datenbank personalisiert werden.

Auch Landing Pages oder Calls-to-Action können bis zu einem gewissen Maße so programmiert werden, dass die eine Personengruppe den einen und eine andere Personengruppe einen anderen Inhalt zu sehen bekommt. Abhängig beispielsweise vom Standort oder dem Gerät, das diese Person benutzt.

Besonders schön ist es vor allem für wiederkehrende Leads, wenn Sie beim nächsten Besuch auf Ihrer Seite mit Namen angesprochen werden. Es wirkt sympathischer und selbstverständlich persönlicher.

Gruende fuer eine Marketing Automation Software

3. Leads für die Kollegen im Vertrieb qualifizieren

Mit einer Marketing Automation Software können Sie nicht nur die Kommunikationsabläufe definieren, sondern auch wann ein Lead bereit für einen Kontakt mit einem Ihrer Vertriebsmitarbeiter ist.

Über das sogenannte Lead Scoring vergeben Sie für die unterschiedlichen Aktionen Punkte, die ein Lead auf Ihrer Seite durchführen kann/ soll.

  • Formular ausfüllen und ein Lead werden – 5 Punkte
  • Einem Link in einer Lead Nurturing E-Mail folgen – 10 Punkte
  • Erneuter Besuch der Website/ des Blogs – 10 Punkte
  • Ansehen einer Webinaraufzeichnung – 20 Punkte
  • … und so weiter

Ab einer von Ihnen festgelegten Punktzahl ist Ihr Lead ein „Hot Lead.“ Er ist in Ihrem Marketing- /Sales-Funnel also schon so weit vorgedrungen, dass er gut über das entsprechende Thema/ Produkt/ den Service Bescheid weiß.

Die Kollegen im Vertrieb erhalten vom System eine Meldung und können diesen Lead mit einer persönlichen E-Mail (in diesem Fall also von Mensch zu Mensch) kontaktieren oder ihn anrufen.

4. Eine Marketing Automation Software spart Ihnen eine Menge Zeit

Sollte das in den obigen drei Punkten nicht deutlich geworden sein, möchte ich es hier noch einmal sagen: Mit einer solchen Software sparen Sie unglaublich viel Zeit.

Sie legen zu Beginn einmal alle Abläufe und Texte fest.

Bis Ihre Analyse ergibt, dass Sie Änderungen vornehmen sollten, haben Sie damit nichts mehr zu tun.

Mehr muss ich dazu hoffentlich nicht sagen 😉

5. Alle Daten in einem System

Zu guter Letzt noch der wichtigste Punkt:

Nutzen Sie eine Marketing Automation Software, haben Sie alle Daten in einem System. Und das gilt nicht nur für Kontaktdaten, sondern auch für die Analytics.

Landing Page Aufrufe, Blogartikel Ansichten, Klicks auf Calls-to-Action, die Conversion Rates Ihrer Formulare, die Keyword Analyse, Kontaktinformationen, Click-through-Rates Ihrer E-Mails … und alles andere, was Sie innerhalb und mit der Software erstellen, können Sie auch damit analysieren.

Anstatt dass Sie also versuchen müssen Zahlen aus dem einen Tool mit denen aus einem anderen zusammenfügen, um aussagekräftige Informationen zu bekommen, haben Sie hier alles an einem Ort.

Was ist Ihre Meinung zu Marketing Automation Softwares? Haben Sie noch weitere Gründe für oder gegen die Nutzung eines solchen Tools?




Lead Nurturing, wie Sie aus Interessenten Kunden machen



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