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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Erst der Perspektivenwechsel, dann der Content – die zwei wichtigsten Aspekte bei der Implementierung von Inbound Marketing

Seien Sie jetzt bitte mal ganz ehrlich:

Wann haben Sie das letzte Mal ernsthaft darüber nachgedacht etwas zu kaufen, weil Sie die entsprechende Werbung gesehen haben?

Schalten Sie nicht auch bei Werbepausen im Fernsehen um oder gehen neues Knabberzeug in der Küche holen?

Hören Sie noch hin, wenn morgens beim Frühstück oder auf dem Weg ins Büro im Radio Werbung läuft?

Ich vermute Ihre Antworten lauten Ähm, Ja und Nein.

Warum?

Weil Werbung stört.

Nicht ohne Grund weichen so viele auf Angebote wie Amazon Prime, Netflix oder Spotify aus. Hier können Sie sehen oder hören was und wann sie es wollen. Und das, ohne dabei groß von Werbung gestört zu werden.

Wenn Sie etwas kaufen wollen, für das Sie etwas tiefer in die Tasche greifen müssen, informieren Sie sich doch sicherlich online über Anbieter, Modelle und Preise, bevor Sie mit jemandem in Kontakt treten – oder?

Anders machen es Ihre (potentiellen) Kunden auch nicht.

Inbound Marketing als störfreie Form

Das ist der Punkt, an dem Inbound Marketing ansetzt.

Und es ist erfreulich zu sehen, dass das Interesse an dieser Form des Marketings seit guten drei Jahren auch in Deutschland besteht – wenn nicht sogar inzwischen leicht wächst.

Es lohnt sich Inbound Marketing zu implementieren

Es bedeutet, dass sich das Marketing-Denken auch bei uns langsam verändert. Dass auch Sie Ihre Kunden weniger stören und ihnen helfen wollen sich ausgiebig zu informieren. Dass Sie potentiellen Kunden ermöglichen möchten von selbst auf Sie zuzukommen.

Sonst wären Sie nicht auf diesem Artikel gelandet.

 

Beim Inbound Marketing geht es darum, wie man Leute durch Google, Blogs und Social Media Seiten anziehen kann. Wie man Marketing so verändern kann, dass es zu der Art und Weise passt, wie moderne Leute heute tatsächlich einkaufen, leben und arbeiten.
– Brian Halligan, HubSpot CEO

 

Wie können Sie also Inbound Marketing in Ihrem Unternehmen implementieren?

Inbound Marketing ist eine Mentalität

Da Inbound Marketing vor allem eine Einstellungssache ist, müssen Sie für eine Implementierung erst einmal das Denken Ihres Teams verändern.

Oder Ihre Kollegen zumindest soweit zur Einsicht bringen, dass sie potentielle Kunden allein mit den klassischen Werbemitteln nicht mehr erreichen.

Vielleicht mit einem Einstieg, wie ich ihn für diesen Artikel gewählt habe. Vielleicht mit einer ganz anderen Idee.

Wie Sie es anpacken, kommt auf Ihr Team und Sie an.

 

Werbung stört und wird daher ignoriert – Inbound hilft bei Problemen und lässt die Wahl

 

Wie Brian Halligan oben sagt: Marketing muss so gestaltet werden, dass potentielle Kunden angezogen werden. Sie müssen von selbst zu Ihnen finden. Das ist der Inbound-Gedanke.

Streichen Sie die Zielgruppe aus Ihrem Wortschatz

Warum?

Wenn Sie sich jetzt einmal nur das Wort an sich ansehen, bedeutet es doch nichts anderes, als dass Sie wie ein Jäger mit Ihren Botschaften auf eine Gruppe von Personen schießen. Eine Gruppe, die in diesem Moment mit der Nachricht nichts anfangen kann und bei der Sie hoffen, dass sie sich irgendwann an Sie erinnert.

Sie haben sie – um in der Jägeranalogie zu bleiben – also nur mit einem Streifschuss erwischt. Der für die Personen in der Gruppe unangenehm ist, sodass sie sich in Zukunft wohl eher von Ihnen fernhalten werden.

Buyer Personas sind zur Implementierung von Inbound Marketing enorm wichtig

Stattdessen, ersetzen Sie die Zielgruppe für die Implementierung von Inbound Marketing durch die Buyer Persona.

Warum?

Weil die Buyer Persona aus viel konkreteren Informationen besteht, als die Zielgruppe.

Neben den üblichen Standardinformationen wie Geschlecht, Alter, Wohnort, Familienstand, Position im Unternehmen etc. erfahren Sie während der Buyer Persona Interviews auch WARUM

  • grade zu diesem Zeitpunkt
  • über diese Kanäle
  • mit diesen Schlagworten

nach einer neuen Lösung gesucht wurde.

Und das, ist der springende Punkt.

Warum?

Weil ab diesem Zeitpunkt all Ihre Marketing-Aktionen auf Ihren Buyer Personas beruhen.

Inbound Marketing können Sie nur implementieren, wenn Sie genau wissen, was Ihre potentiellen Kunden suchen. Wann sie es tun. Wo sie es tun. Und wie sie es tun.

Über die Interviews erhalten Sie Einblicke in das Wording, das Sie verwenden sollten. In die Kanäle, über die Sie Ihren Content verbreiten sollten.

Und auch, warum andere in der Vergangenheit nicht bei Ihnen Kunde geworden sind.

Nur so können Sie potentielle Kunden dort erreichen, wo Ihre Nachrichten nicht stören, sondern als hilfreich wahrgenommen werden. Und ihnen die Chance geben auf Sie zuzukommen, anstatt dass Sie sie ungefragt ansprechen.

Nach der Implementierung von Inbound- folgt das Content Marketing

Wenn Sie erreicht haben, dass in Ihrem Unternehmen Marketing als Hilfe für potentielle Kunden verstanden wird. Dass Sie in das Kennenlernen Ihrer Buyer Personas investieren müssen, um eine vertrauensvolle, auf dem Wunsch des Kunden begonnene Beziehung aufbauen zu können.

 

Erst der Perspektivenwechsel, dann der Content.

 

Dann können Sie anfangen die entsprechenden Inhalte zu produzieren, die den Buyer Personas helfen Sie zu finden und ihre Probleme zu lösen. Dazu müssen Sie einen Schritt weiter gehen und auch Content Marketing in Ihrem Unternehmen implementieren.

Fazit

Die Implementierung von Inbound Marketing ist nicht einfach damit getan eine entsprechende Software zu kaufen. Oder einen neuen Kollegen einzustellen, der sich Inbound- und/ oder Content Marketer „schimpft.“

Es geht darum dem gesamten Team aufzuzeigen, dass klassische Marketingmittel allein in der heutigen Gesellschaft nicht mehr ausreichen. Sie müssen Ihren Kollegen erklären und sie überzeugen, dass sie potentielle Kunden am besten erreichen, indem sie sie ganz genau kennen und ihnen helfen möchten.




Was eine Buyer Persona von der Zielgruppe unterscheidet und wie man sie erstellt.



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