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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Das Auge isst nicht nur mit – es entscheidet auch über unser Interesse an Content

Ihre Website, Ihre Angebote und Ihren Blog visuell ansprechend zu gestalten sollte ein unglaublich wichtiges Element Ihrer Marketingstrategie sein. Vor allem online ist es wichtig Informationen gut strukturiert und in leicht erfassbaren Stückchen zu präsentieren.

Warum?

  1. Weil unsere Aufmerksamkeitsspanne abgenommen hat und inzwischen mit der eines Goldfisches gleichgesetzt wird. Das bedeutet, wir können uns nur maximal 8,5 Sekunden auf ein und dieselbe … *träum* jetzt einen leckeren Kakao…
  2. Weil die Menschen weniger Zeit haben bzw. sich weniger Zeit für das Lesen von interessanten und für sie relevanten Informationen nehmen und schnell alles auf dem SmartPhone abchecken.

Ihre Inhalte müssen also so aufgebaut sein, dass Leser die wichtigsten Informationen beim Überfliegen erfassen können.

Das bedeutet für Sie allerdings nicht, dass Sie keine langen Blogartikel mehr schrieben dürfen. Artikel sind nun einmal so lang wie nötig. Aber bitte trotzdem so kurz wie möglich. Manchmal bedeutet das 600 Worte, ein andermal vielleicht 2.000 – solange Sie sie inhaltlich und visuell ansprechend gestalten, werden wirklich interessierte Leser sie auch bis zum Ende lesen.

Es bedeutet für Sie, dass Sie Absätze machen,

bewusst weiße Flächen einsetzen,

zur Orientierung Zwischenüberschriften und Listen erstellen

und vor allem auch visuellen Content erstellen und in Ihre Texte einbinden sollten.

Eine Infografik mit Beispielen von visuellem Content

Wir Menschen nehmen 80% unserer Umgebung über den Sehsinn wahr. Überlegen Sie mal: 80%! Damit bleiben nur 20% für die anderen 4 Sinne übrig…

Ein weiterer Grund sich mal ordentlich Gedanken über visuellen Content für Ihre Kommunikationskanäle zu machen. Schließlich können Sie Abbildungen nicht nur auf der Website oder dem Blog veröffentlichen, sondern bspw. auch über Ihre Social Media Kanäle.

Mary Stribley von Canva hat eine wunderbare Infografik veröffentlicht, in der Sie 10 Arten von visuellem Content aufzählt. Sie gibt Beispiele, was Sie abbilden können und warum diese Arten besonders beliebt sind. Ich möchte ihre Infografik gern vorstellen und an ein paar Stellen mit weiteren Informationen ergänzen.

Die 10 Arten von großartigem visuellen Content, die Ihr Unternehmen erstellen sollte

1. Fotografien, die einem ins Auge springen

Beispiele für interessante Fotografien sind

  • Schnappschüsse von hinter den Kulissen Ihres Unternehmens,
  • Ihr Produkt bei der Arbeit
  • und natürlich die Vorstellung von Mitarbeitern.

Zeigen Sie auf den Fotos Personen, die in Ihrem Unternehmen arbeiten, wirkt es alles in allem menschlicher. Sie wirken der Anonymität entgegen, die die Einheit des Unternehmens ausstrahlen kann.

Als wir unsere neue Kaffeemaschine bekommen haben, habe ich einen Schnappschuss gemacht und ihn auf unserer Facebookseite geteilt.

Fotos als visueller Content erhöhen die Interaktion.

Warum?

Weil ich es witzig fand, wie sich die Chefs draum versammelt und so über dieses Wunderwerk der Technik gefreut haben. Laut der Facebookstatistik haben wir mit diesem Foto weit mehr Personen erreicht, als mit unseren üblichen Beiträgen. Wir haben auch mehr Likes bekommen.

Solange alle Personen auf dem Foto mit der Veröffentlichung einverstanden sind, kann es also nicht schaden Interessierten mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu genehmigen.

2. Inspirierende Zitate

Wir kennen Sie alle. Diese ganz einfach und schnell gemachten Bildchen mit einem Spruch drauf, wie bspw. die von VISUAL STATEMENTS oder Faktglaublich.

Und sie sind irgendwie faszinierend.

Eigentlich kommt man beim Scrollen nicht daran vorbei, ohne einen kurzen Blick darauf zu werfen.

Und DAS ist alles, was Sie brauchen: Ein kurzer Blick.

Das Bild und der kurze Text sind in Sekundenschnelle erfasst.

Und zack! hat das Bild seinen Zweck erfüllt.

Als Unternehmen können Sie Zitate aus Ihren Blogposts auf eine solche Abbildung schreiben. Oder welche, die Ihre Unternehmenswerte und -philosophie repräsentieren. Gestalten Sie sie dann noch im Stil Ihrer Corporate ID, wird der Wiedererkennungswert Ihres Unternehmens erhöht.

Abbildungen wie diese werden auf den Sozialen Netzwerken oft geteilt. Sie haben also die Chance auf eine hohe Reichweite.

3. Starke Calls-to-Action

Calls-to-Action sind dazu da, die Interaktion auf Ihrer Seite zu erhöhen und den Besucher länger dort zu halten. Außerdem können Sie sie so beeinflussen etwas zu tun – nämlich das, was Sie wollen.

Die gängigsten Beispiele sind hierbei „jetzt kaufen,“ „hier klicken“ und „folgen Sie uns auf.“ Für Besucher ist ganz klar, was passiert, wenn sie der Aufforderung folgen. Und so sollten Sie sie in jedem Fall formulieren.

Eine eindeutige Formulierung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie damit Ihr Ziel erreichen. Nämlich Ihre Produkte verkaufen, weiterführende Inhalte bieten oder mehr Follower generieren.

Calls-to-Action sind für Sie besonders nützlich, wenn Sie auf Veranstaltungen, Angebote oder andere Inhalte hinweisen wollen. Mit einer auffälligen Gestaltung was die Farbe, Abbildungen oder Formulierung angeht, können Sie die Aufmerksamkeit der Website-Besucher auf diese Button und den damit verbundenen Content lenken.

4. Branded Images

Dieser Punkt habe ich grade bei den Zitaten schon angesprochen. Es geht darum visuellen Content so zu gestalten, dass er Ihre Corporate Identity repräsentiert. Das können Sie am einfachsten über die entsprechenden Farben und Schriftarten erreichen.

Auch die Art der Abbildung ist für die Wiedererkennung ausschlaggebend. Nutzen Sie immer Strichmännchen auf Ihrer Seite und Ihrem Blog, sollten Sie auch in Ihrem übrigen visuellen Content wieder auftauchen.

Dennoch lädt visueller Content auch dazu ein Neues auszuprobieren. Und das ist auch kein Problem.

Aber:

Vergessen Sie dann unter keinen Umständen wenigstens Ihr Logo auf der Abbildung unterzubringen. Das gilt übrigens grundsätzlich für alle visuellen Inhalte, die Sie erstellen.

Sie wollten ja nicht gute und interessante Informationen posten, ohne, dass nachvollzogen werden kann, wo sie herkommen.

10 Arten von visuellem Content, die Sie nutzen sollten.

Klicken Sie auf den Ausschnitt, um die gesamte Infografik zu öffnen.

5. Visualisierung von Daten

Ähnlich wie bei den Zitaten, werden Daten besser und vor allem schneller verstanden, wenn sie visuell aufbereitet sind.

Besonders interessant ist diese Möglichkeit des visuellen Contents natürlich für Diagramme, Grafken oder Charts. Informationen sind viel einfacher zu erfassen, als wenn Sie sie in einem Fließtext lesen müssten. Aber auch Standorte lassen sich bspw. sehr schön über Karten abbilden.

Und denken Sie mal an die letzte Präsentation, die Sie sich angesehen haben. Aufmerksam bleiben Sie doch nur bei den Slides, auf denen kaum Text – dafür aber mehr Bilder zu sehen sind.

Versuchen Sie also Ihr Publikum weniger mit reinen Textblöcken zu langweilen, sondern bieten Sie ihm auch etwas zum Gucken.

Das Auge isst nicht nur mit. Es bestimmt auch darüber, ob wir bei der Betrachtung von Informationen interessiert sind oder nicht.

Visueller Content füttert die Augen Ihres Publikums.

6. Fesselnde Videos

Zusätzlich zu Ihrer Schreib-Stimme, können Sie Ihrem Unternehmen über Videos eine tatsächliche Stimme und einen Klang geben, um den Wiedererkennungswert zu erhöhen.

Thomas Gottschalks Stimme stand bspw. lange Zeit für Haribo. Und Sie können mir nicht erzählen, dass Sie die McDonald’s oder T-online Melodie nicht sofort erkennen.

In einem Video können Sie Ihr Produkt vorführen und Interessierte so von seiner Funktionalität überzeugen. Hier ist ein sehr bekanntes, dafür aber nicht weniger überzeugendes Beispiel einer Produktvorführung:

Sie müssen nicht direkt versuchen in die Fußstapfen von Blendtec und Will it Blend? zu treten. Aber vielleicht können Sie sich von der kreativen Art, wie Blendtec seinen Mixer präsentiert inspirieren lassen.

7. Tips, Tricks und How-to-Listen

Diese Art des visuellen Contents können Sie auf jede Branche und zu jedem Thema anwenden. Mit Hilfe von passenden Bildern können Ihre Leser Rezepte, Tutorials, Hacks oder andere Beschreibungen einfacher verstehen.

Abbildungen wie diese werden häufig geteilt, weil sie einen mehr oder weniger komplexen Vorgang auf das Wichtigste reduziert darstellen. Diese kompensierte Darstellung unterstreicht zusätzlich die Kompetenz Ihres Unternehmens. Sie zeigt, dass Sie sich darauf verstehen Komplexes einfach und kurz auszudrücken.

Mit dieser Art des visuellen Contents nehmen Sie dem Betrachter die Scheu vor schwierigen oder unbekannten Aufgaben. Eine Schritt für Schritt Anleitung macht den Arbeitsaufwand überschaubar und so weniger „bedrohlich.“

8. Informative Screenshots

Als Vorschau für Ihre Artikel oder neue Features Ihrer Seite oder Ihres Programms sind Screenshots bestens geeignet.

Ebenso können und sollten Sie sie nutzen, wenn Sie eine Software erklären wollen – womit wir wieder bei Punkt 7 wären 😉

Oder nutzen Sie Screenshots um Statements Ihrer Kunden zu teilen.

9. Anregende oder provozierende Fragen

Fragen stellen ist in vielen Artikeln mit Tipps zum Social Media Management die Nummer eins. Vor allem offene Fragen sind ein guter Anfang für eine Unterhaltung mit Kunden oder Fans – setzt aber auch Engagement dieser Personen mit Ihrem Unternehmen voraus.

Und ganz nach der Art der inspirierenden Zitate sollten Sie auch bei Ihren Fragen nicht vergessen, sie in Verbindung mit einem Bild zu veröffentlichen. Ob es einfach nur als Hintergrund dient oder Teil der Frage ist, bleibt Ihnen überlassen.

Zu Fragen würde ich auch die Möglichkeit der Quizze auf Social Media zählen. Sie sind eine witzige Möglichkeit Interessierte mit Ihrem Produkt oder Service in Kontakt zu bringen, ohne dabei Ihr Unternehmen zu sehr in den Fokus zu stellen. Der Spaß steht hier im Vordergrund.

10. Infografiken

Last but not least kommen wir zu einem der beliebtesten visuellen Content-Arten überhaupt. Die, wie ich finde, auch in die Kategorie der Tipps und How-to-Listen einspielt: die Infografik.

Eigentlich möchte ich dazu gar nicht so viel sagen, immerhin beruht dieser Post auf einer solchen Abbildung und Sie alle kennen Sie wahrscheinlich schon zur Genüge. Darum nur so viel:

Infografiken wirken als visueller Content so ungemein gut, dass Sie drei Mal häufiger geteilt werden, als anderer visueller Content.

Sie transportieren viele Informationen und Fakten auf kleinem Raum – und sind daher prädestiniert auf den sozialen Netzwerken geteilt zu werden.

Fazit

Viele der oben genannten Arten von visuellem Content hängen zusammen. Und wenn Sie wollten, können Sie sicherlich einige zusammenfassen.

Aber:

Diese Infografik soll ja im Endeffekt nur als Inspiration für Ihren eigenen visuellen Content dienen. Vielleicht haben Sie ja schon eigne Ideen für neue Formate. Oder kombinieren Sie doch einfach mal zwei der hier genannten.

Ich finde diese Infografik als Orientierung jeden Falls sehr gut und kann Ihnen nur empfehlen auch mal etwas Neues auszuprobieren. Sie müssen ja nicht gleich mit einem Video anfangen, ein Zitat oder eine Frage reicht da auch schon 😉

Nutzen Sie in Ihrem Unternehmen noch anderen visuellen Content? Wir würden gern mehr darüber erfahren.

Lassen Sie sich von den grafisch dargestellten Daten und Zahlen zu Inbound Marketing in 2015 überzeugen.




Der Bericht State of Inbound Marketing 2015 komplett auf Deutsch



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