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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Diese 7 Elemente finden Sie in perfekt strukturierten Blogposts (Infografik)

Diese 7 Elemente braucht ein perfekter Blogpost.

© Salesforce Canada

Wenn Sie Inbound- und Content Marketing betreiben, ist ein Unternehmensblog sehr wahrscheinlich der erste Berührungspunkt eines potentiellen Kunden mit Ihrem Unternehmen. Über die dort veröffentlichten Artikel demonstrieren Sie die Expertise Ihres Unternehmens und unterstreichen Ihre Glaubwürdigkeit.

Das funktioniert natürlich nur so lange, wie Leser Ihre Blogartikel verstehen können. Wirre Gedankensprünge, falsche Zeichensetzung oder zu viele Rechtschreibfehler werden eher dazu führen, dass Sie über Ihren Blog dem Image Ihres Unternehmens schaden.

Über den Aufbau eines perfekten Blogposts haben sich die Kollegen von Salesforce Canada Gedanken gemacht und eine entsprechende Infografik veröffentlicht. Die Struktur sollte den meisten bekannt sein, trotzdem möchte ich Sie hier gern vorstellen und um ein paar Erklärungen ergänzen:

1. Die Headline

Die Überschrift Ihres Blogposts ist nicht einfach nur eine Überschrift, sie ist das, was potentielle Leser in den Suchergebnissen sehen. Sozusagen das Aushängeschild Ihres Artikels, das Interessierte dazu bringen soll Ihren Artikel zu lesen. In den meisten Fällen, schaffen es nicht mehr als 20% an Ihrer Headline vorbei.

Sie werden nicht von heute auf morgen perfekte Überschriften schreiben können. Es braucht Zeit und Übung die richtige Mischung zwischen Information, Sachlichkeit und trotzdem die Neugierde zu wecken, zu finden.

Als Daumenregel für gute Überschriften, können Sie sich 55 oder weniger Zeichen merken. So wird die gesamte Headline in den Suchergebnissen angezeigt. Bei der Formulierung sollten Sie vor allem auf die ersten und letzten drei Worte achten. Diese sind bei Lesern am prominentesten. Haben Sie eine Überschrift mit sechs Worten, sind Sie also auf der sicheren Seite 😉

In der Infografik wird die folgende Formel für Überschriften vorgeschlagen:

Zahl + Adjektiv + Hauptkeyword + ein praktisches Element (Tipps, Tricks) + ein Versprechen

An sich ist diese Formel sicherlich nützlich, da Sie dem Betrachter so sagen, welche Informationen er erhält und ihn eben darauf neugierig machen. Allerdings ist es im deutschsprachigen Raum eher unüblich Adjektive zu benutzen, die „dick auftragen.“

Bleiben Sie auch bei der Überschrift Ihres Blogposts, Ihrer Schreib-Stimme treu. Nutzen Sie eine reißerische Überschrift für einen wissenschaftlich anmutenden Text, wird Ihre Bouncerate mit Sicherheit in die Höhe steigen. Einfach, weil Sie den Lesern nicht das geben, was sie erwarten.

2. Die Einleitung

Verfassen Sie für jeden Blogpost eine kurze Einleitung. Zwei oder drei Sätze reichen meist aus, um dem Leser dein Einstieg ins Thema zu erleichtern.

Laut einer Studie von Groove HQ ist Storytelling dafür bestens geeignet. Beginnen Sie mit einer persönlichen Anekdote fällt es den Lesern leichter mit Ihnen eine Art Beziehung aufzubauen und sich mit dem Inhalt zu identifizieren.

Schreiben Sie also auf, warum oder wie Sie auf das Thema gekommen sind. Wie persönlich Sie die Einleitung gestalten, hängt da ganz von Ihnen und dem Kommunikationston Ihres Unternehmens ab. Ebenso gut können Sie das Thema als Einleitung im Gesamtkontext der Branche verorten.

Anekdoten oder Zitate von Experten oder Influencern dienen ebenfalls als guter Einstieg.

Wichtig ist vor allem, dass Sie mit der Einleitung die Fragen beantworten, worum es in diesem Blogpost geht, warum sie ihn lesen sollten und was es ihnen bringen wird.

3. Zwischenüberschriften

Für jeden neuen Themen- bzw. Gedankenabschnitt sollten Sie eine Zwischenüberschrift verfassen. Das gibt den Lesern die Möglichkeit beim ersten Überfliegen festzustellen, ob es sich tatsächlich für sie lohnt, den gesamten Text zu lesen. Es gilt also auch für Zwischenüberschriften, sie sowohl informativ als auch kreativ zu formulieren, damit die Neugierde des Lesers bestehen bleibt.

Über die H-Tags können Sie die Größe und somit die Gewichtung der Überschriften für Crawler festlegen. Dabei sollten Sie nur einmal den H1-Tag nutzen – am besten für die Überschrift des Artikels. Der H2-Tag ist für Zwischenüberschriften gut geeignet.

Während Sie in der Überschrift am besten das Hauptkeyword unterbringen sollten, können Sie die Zwischenüberschriften für verwandte Suchbegriffe nutzen, wenn es in den Kontext passt. Die Algorithmen der Suchmaschinen sind inzwischen so weit, dass sie die thematische Verbindung zwischen den unterschiedlichen Keyword-Varianten verstehen.

4. Der Haupttext

Laut Salesforce ist die ideale Länge für einen Blogpost 1600 Worte, sodass der Leser sieben Minuten braucht, um Ihren Artikel zu lesen. Aber, keine Panik! Sie müssen nicht sofort Romane schreiben.

Versuchen Sie einfach Ihr Thema mit so viel Worten wie nötig, aber mit so wenig wie möglich zu besprechen. Es hilft dem Leser nicht, wenn Sie bei Adam und Eva anfangen, die Arche Noah mitnehmen und dann erst auf Ihr eigentliches Thema zu sprechen kommen.

Zur Länge von Blogposts gibt es viele Daumenregeln. Eine, an der ich mich zu Beginn immer orientiert habe, war „mindestens 600 Worte pro Artikel.“ Die kann ich Ihnen auch nur ans Herz legen, sollten Sie grade mit dem Bloggen anfangen. Mit der Zeit wird es einfacher mehr zu schreiben.

Egal, wie viele Worte sie brauchen, es ist immer wichtig, dass Sie Ihren Text formatieren und in einzelne Abschnitte trennen. Da wir Menschen 80% unserer Umgebung über die Augen wahrnehmen, müssen Ihre Texte vor allem auch gut strukturiert aussehen.

Wenn Sie eine Seite öffnen und Ihnen ein einzelner Textblock entgegen lacht, werden Sie sie vermutlich sofort wieder verlassen und nach einem „schöneren“ Artikel suchen. Nutzen Sie also Bullet Points, Listen, Abbildungen, Zwischenüberschriften oder Zitate, um Ihren Text aufzubrechen und für den Leser verdaulicher zu machen.

Infografik über die wichtigsten Elemente eines Blogposts.

Klicken Sie auf den Ausschnitt, um die gesamte Infografik anzusehen.

5. Visuelle Elemente

Wie grade schon erwähnt, machen es Abschnitte für Leser einfacher einen Text bis zum Ende zu lesen. Besonders Bilder, Grafiken oder Videos sind für uns einfach zu verarbeiten, sodass wir uns auch eher daran erinnern.

Die visuellen Elemente sollten aber immer unbedingt zum Thema des Textes passen, ihn am besten noch untermalen oder komplexe Gedanken vereinfacht darstellen. Von einer hohen Qualität natürlich ganz zu schweigen.

Sie können selbstverständlich selbst entsprechende Abbildungen erstellen, welche bei Diensten wie fotolia oder gettyimages kaufen oder bspw. Infografiken nutzen. Bei Abbildungen, die nicht für Ihr Unternehmen produziert wurden, ist es wichtig, dass sie zum einen kein fremdes Logo oder Wasserzeichen beinhalten. Und zum anderen, dass Sie die Quelle kennzeichnen. Bei Fotodiensten reicht meist die Nennung des Urhebers und der Seite. Nutzen Sie die Abbildungen aus dem Netz, sollten Sie in der Bildunterschrift oder innerhalb des Textes auf die Quelle verlinken.

6. Calls-to-Action

Mit Calls-to-Actions (dt. Handlungsaufforderung) führen Sie Ihre Leser tiefer in Ihre Website hinein und bringen sie zu Ihren Landing Pages.

Die Kollegen von Salesforce Canada schlagen vor, dass Sie Calls-to-Action in der Sidebar, im Header oder im Footer unterbringen. Grade in Bezug auf die aktuelle Diskussion rund um AdBlocker, sollten Sie vielleicht erst einmal eine Handlungsaufforderung unterhalb des Blogposts ausprobieren. Solche in der Sidebar und teilweise auch im Header erinnern Website-Besucher oft zu sehr an Ads.

Platzieren Sie mindestens eine Aufforderung pro Seite. Aber übertreiben Sie es auch nicht. Sie wollen mit den Calls-to-Action schließlich erreichen, dass die Besucher tun, was Sie wollen. Zu viele Verweise können verwirrend sein und dazu führen, dass keine der gewünschten Aktionen ausgeführt wird.

Bei diesem Punkt eine kleine Kritik bzw. Korrektur: Es wird geraten, dass Sie nicht zu viel im Austausch für ein E-Book oder den Link zu einem Webinar verlangen. Calls-to-Action sind aber nur da, um auf die entsprechende Landing Page zu verweisen über die dieser Austausch stattfindet. Die eigentliche Überzeugungsarbeit muss dann diese Seite selbst leisten, nicht die vorhergegangene Handlungsaufforderung.

7. Social Sharing Buttons

Geben Sie Ihren Lesern die Chance den Blogpost mit ihrem Netzwerk zu teilen. Das könnten sie natürlich tun, indem Sie die URL Ihres Artikels kopieren und dann über den präferierten Kanal verbreiten. Das ist allerdings mit ein wenig Aufwand.

Machen Sie es Ihren Lesern einfacher und platzieren Sie Social Sharing Buttons neben oder unter Ihrem Beitrag. In der Regel reichen dann zwei Klicks und die Kontakte des Lesers erfahren von Ihrem Artikel.

Fazit

Trotz des kleinen Schönheitsfehlers im Abschnitt zu Calls-to-Actions gefallen mir die Tipps und kurzen Erklärungen zu den jeweiligen Elementen sehr gut. Als Checkliste für einen perfekt strukturierten Blogpost ist diese Infografik also wunderbar geeignet. Sie können sich beim Verfassen des Beitrags gut daran entlang hangeln und überprüfen, ob Sie an alle Elemente gedacht haben.

Halten Sie sich beim Schreiben auch immer an eine bestimmte Struktur? Oder brechen Sie vielleicht absichtlich mit der gängigen?




Wie Sie häufige Fehler beim Bloggen für Ihren Unternehmensblog vermeiden können.


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