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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

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Die Entstehung von Inbound Marketing und HubSpot – Interview mit Brian Halligan

Das Interview von Jan Steibach mit Brian Halligan, CEO und Co-Founder von HubSpot, ist inzwischen etwas über zwei Jahre her. Darin erzählt Halligan, wie er zum Thema Inbound Marketing gefunden hat und wie das zur Gründung von HubSpot führte.

Im Interview wird deutlich, dass es ihm nicht nur darum geht seine Software zu verkaufen, sondern, dass Inbound Marketing eine Einstellungssache ist. Eine Philosophie, die seit zwei Jahren so langsam aber sicher ihren Weg nach Deutschland findet.

Und weil wir es beim ersten Mal versäumt haben, gibt es das Interview jetzt auch auf Deutsch zum Nachlesen.

Brian Halligan im Interview zum Thema Inbound Marketing und HubSpot

Jan Steinbach: Hallo, ich bin Jan Steinbach, Managing Partner der Xengoo Consulting in Germany. Wir sind auf der INBOUND UK in London und es ist mir eine große Freude hier mit Brian Halligan von HubSpot sprechen zu dürfen.

HubSpot ist DAS Inbound Marketing Unternehmen weltweit. Mit mehr als 10.000 Unternehmen als Kunden; als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen in der Software-Branche und mit Google als Shareholder scheinen Sie ja etwas richtig zu machen bei HubSpot.

Aber bevor wir uns damit befassen, Brian, können Sie uns bitte ganz genau erklären, was Inbound Content Marekting ist? Wie sieht das Konzept dahinter aus?

Brian Halligan: Danke, dass ich hier sein darf, Jan.
Das Konzept hinter Inbound Marketing kommt daher, dass ich als Venture Capitalist gearbeitet habe. Entsprechend war es meine Aufgabe in Unternehmen zu investieren und sie beim Wachstum zu unterstützen.

All diese Unternehmen arbeiteten mit der gleichen Art von Marketing. Sie nutzten Werbung. Sie betrieben Kaltakquise. Sie verschickten eine Menge E-Mails an die Leute. Sie stellten PR-Agenturen an, die Journalisten störten. Ich beobachtete also dieses typische Marketing-Playbook und im Endeffekt schien es, als wäre Marketing einfach kaputt. All diese Elemente schienen kaputt zu sein.

Die Leute ignorieren Marketing. Sie ignorieren die Ads, mit ihren digitalen Videorekorder blenden sie Fernsehwerbung aus oder sie ignorieren Kaltakquise-Anrufe, weil sie die Rufnummer überprüfen können. Sie ignorieren die E-Mails und haben einen SPAM-Schutz. Und man versucht Leute mit Marketing und Werbung zu stören. Das ist es, was ich Outbound Marketing nenne.

Inbound Marketing ist eigentlich einfach nur das Gegenteil. Es geht darum, wie man Leute durch Google, Blogs und Social Media Seiten anziehen kann. Wie man Marketing so verändern kann, dass es zu der Art und Weise passt, wie moderne Leute heute tatsächlich einkaufen, leben und arbeiten. Sodass es am Ende heißt Outbound VS Inbound.

Was Outbound Marketing von Inbound Marketing unterscheidet

Jan Steinbach: Das hört sich stark nach einer Philosophie an, aber Sie verkaufen doch eine Software, oder nicht?

Brian Halligan: Ja, es ist quasi eine Kreuzung zwischen einer Philosophie und einer Software. Wir haben eine Vorstellung davon, wie Menschen heute einkaufen und eine Vorstellung davon wie Leute im Marketing denken sollten. Wir haben eine moderne Marketing Software Plattform geschaffen, um den Leuten beim Absprung vom Altem zum Neuen zu helfen.

Jan Steinbach: Gibt es in diesem Bereich Wettbewerber für HubSpot?

Brian Halligan: Die Sache mit den Wettbewerbern ist schon ein bisschen lustig. Als ich mit dem Unternehmen noch ganz am Anfang stand, habe ich versucht diese Idee von Inbound Marketing zu implementieren. Aber, um das hinzubekommen, benötigte ich eine Blogging-Software und habe einen SEO-Berater angestellt. Dann brauchte ich noch Social Media Monitoring Tools, Web Analytics, E-Mail Marketing- und Marketing Automation Möglichkeiten. Ich musste sechs oder sieben unterschiedliche Softwares und Berater einkaufen und versuchen das alles unter einen Hut zu bringen.

Und das sind die eigentlichen Wettbewerber von HubSpot. Diese unterschiedlich fokussierten Lösungen, bei denen man herausfinden muss, wie man sie zusammensetzen kann. HubSpot ist quasi ein all-in-one System. Es ist eher wie Apple als wie Microsoft: es ist einfach und gleichzeigit integriert.

Jan Steinbach: Eine großartige Idee zu haben und sie in ein entsprechendes Unternehmen umzuwandeln, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Wie haben Sie es geschafft bzw. wie schaffen Sie es diese Idee als erfolgreiches Unternehmen umzusetzen, mit einem Produkt, dass die Leute tatsächlich kaufen? Welches Geheimnis haben Sie da?

Brian Halligan: Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein Geheimnis habe. Ich habe einfach wirklich gute Leute angestellt. Nämlich einige alte Schulkollegen von mir, die viel schlauer sind als ich und den Großteil der Arbeit geleistet haben.

Wir hatten eine gute, zeitgemäße Idee und haben eine Software entwickelt die einfach funktioniert. Unser Erfolg gründet sich eigentlich auf dem Erfolg unserer Kunden. Wenn wir unseren Kunden also helfen können zu wachsen, dann erzählen sie ihren Freunden davon; das ist quasi ein Dominoeffekt. Eigentlich nicht besonders kompliziert.

Jan Steinbach: Eine letzte Frage habe ich noch: Welche Pläne haben Sie für Deutschland?

Brian Halligan: Wir haben in den letzten Monaten tatsächlich ein paar deutsche Muttersprachler eingestellt. Wir fangen sozusagen grade damit an das Produkt zu übersetzen und ein Inbound Marketing System für Deutschland zu erschaffen. Deutsch ist damit die erste Sprache, die wir nach Englisch aufnehmen.

Hier das Interview als Video

Vielen Dank (auch jetzt noch einmal) an Brian Halligan für das Interview!

[Eine kleine Anmerkung am Rande: Im Endeffekt war Deutsch nicht die zweite Sprache, in der HubSpot verfügbar war – das war Spanisch. Macht aber bei der Großen Anzahl der Spanisch sprechenden Bevölkerung in den USA mehr Sinn. Das Tool selbst kann man seit einiger Zeit in den persönlichen Einstellungen auf Deutsch stellen, noch ist es in der BETA-Phase, funktioniert aber sehr gut.

Inzwischen gibt es natürlich auch einige Wettbewerber, wie bspw. Eloqua, Marketo oder Pardot.]

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