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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Wie Sie einen erfolgreichen Blog erstellen – Checkliste (Teil 2)

Teil 2 unserer Checkliste, wie man einen Blog erstellt
Während sich der erste Teil unserer Checkliste zur Erstellung eines Blogs hauptsächlich mit der Planung und Vorbereitung auseinander setzt, behandelt der zweite Teil nun das Erstellen, Optimieren, Verbreiten und Analysieren der Inhalte.

6. Schreiben der Artikel

Wenn Sie einen Blog erstellen möchten, dürfen die passenden Inhalte natürlich nicht fehlen. Haben Sie die ersten 5 Punkte aus Teil eins dieser Checkliste befolgt, sollten Sie inzwischen eine sehr gute Vorstellung davon haben, über welche Themen Sie Ihre Website-Besucher informieren möchten.

Für das Schreiben von Blogartikeln gibt es keine festen Regeln. Jeder Autor hat seine eigene produktive Phase und seine eigene Geschwindigkeit. Es gibt beispielsweise frühe Vögel, die sich in den ersten Arbeitsstunden hinsetzen und einen kompletten Artikel herunterschreiben. Für andere sind dazu die Abendstunden besser geeignet. Und wieder andere verfassen ihren Beitrag episodenweise.

Um den Kollegen das Schreiben etwas zu erleichtern, sollten Sie allerdings auf ein paar Dinge achtgeben:

  • Fragen Sie sie bei der Themenplanung, ob sie sich bereit erklären für ein bestimmtes Thema einen Blogbeitrag zu verfassen.
  • Wählen Sie dieses Thema entsprechend des Arbeits- und des Expertisebereiches des Kollegen aus. So wird es für ihn einfacher sein etwas zu Papier zu bringen, da er innerhalb seiner Komfortzone handeln kann.
  • Planen Sie für jeden Arbeitsschritt genug Zeit ein, sodass sich alle Beteiligten problemlos an Ihren Redaktionsplan halten können.

Auch die Schreibtaktiken unterscheiden sich von Autor zu Autor. Manche schreiben erst einmal drauf los, andere ordnen Ihre Gedanken zunächst in einer kurzen Struktur. Je nach geplantem Inhalt ist es auch ratsam ausführlich Recherche zu betreiben. Und, was auch ganz wichtig ist: Achten Sie auf Ihre Rechtschreibung! Einen Expertenstatus werden Sie nicht etablieren können, wenn Ihr Text aufgrund von diversen Tipp- oder auch Interpunktionsfehlern schwierig zu lesen ist.

Sobald der Text fertig ist, sollte er von einem anderen Kollegen gegengelesen werden. „Fremd-Lesern“ fallen nicht nur Tippfehler eher auf, sie können auch wertvolle Anregungen geben, wie man das Verständnis verbessern kann oder welchen Punkt man noch deutlicher besprechen sollte.

Bevor der Artikel veröffentlicht wird, sollte noch einmal überprüft werden, ob auch die nicht text-bezogenen Aspekte entsprechend beachtet wurden. Da gibt es beispielsweise das Optimieren der Texte durch Keywords (dazu kommen wir im nächsten Punkt), das Einsetzen eines oder mehrerer Abbildungen zur Veranschaulichung und das Schreiben der Meta-Description.

7. Keywords und SEO

Keywords sind die Begriffe und Begriffskombinationen, für die Sie in den Suchergebnissen gelistet werden möchten. Und zwar so weit oben wie möglich, natürlich. Um diejenigen zu definieren, die am besten für Ihr Unternehmen geeignet sind, sollten Sie aus verschiedenen Richtungen an die Sache herangehen.

  • Nach was suchen Ihre Buyer Personas? Wie drücken sie sich aus? In einem Großteil der Fälle werden die Personen nicht schon genau wissen wonach sie suchen. Es würde also nicht nur der Leserlichkeit Ihrer Artikel schaden, wenn Sie nur mit Fachbegriffen um sich schmissen. Interessierte würden Sie vermutlich auch nicht finden.
    Es muss eben eine Mischung aus „umgangssprachlichen Suchen“ und Fachbegriffen sein.
  • Für welche Keywords werden die Blogs Ihrer Wettbewerber gerankt? Über Tools, wie beispielsweise Xovi, lassen sich die Keywords Ihrer Wettbewerber auflisten. So können Sie sehen, inwieweit Begriffe schon zu sehr „besetzt“ sind und bei welchen es für Sie noch eine Chance gibt.

Bei beiden Ansätzen sollten Sie auf das Suchvolumen der jeweiligen Keywords achten: Bei einer monatlichen Abfrage von unter 50 oder über 500 sollten Sie den Begriff lieber nicht als Keyword nutzen. Er wird viel zu oft gesucht, als dass Sie noch ein Stück von diesem Kuchen bekommen könnten, wenn Sie Ihren Blog von Null an erstellen. Wird der Suchbegriff zu selten aufgerufen, wird auch die Leserzahl des entsprechenden Artikels nicht Ihren Zielen entsprechen.

SEO, also Search-Engine-Optimization oder Suchmaschinenoptimierung, bezieht sich allerdings nicht nur auf Ihren Blog. Sie können mit der richtigen Platzierung, also beispielsweise im Title-Tag, in den Überschriften und der Meta-Description, auch das Ranking Ihrer allgemeinen Website verbessern. Aber das nur so am Rande.

Die Crawler der Suchmaschinen, allen voran natürlich Google, haben inzwischen ein sehr ausgeprägtes semantisches Verständnis. Das bedeutet, sie verstehen die Zusammenhänge der einzelnen Worte und Sätze. Dadurch ist das so genannte Keyword-Stuffing, bei dem man das gewählte Keyword so oft wie möglich im Text untergebracht hat, zu einem Abmahngrund geworden. Zur Veranschaulichung, hier ein Beispiel:

Keyword-Stuffing zieht oft eine Abmahnung von Google hinter sich her.

Für welches Keyword wurde hier wohl „optimiert“? (Screenshot eventmarkt.de)

Ihr Hauptkeyword sollten Sie also lieber natürlich im Text unterbringen, damit Leser nicht nach drei Sätzen genervt Ihren Blog verlassen.

8. Verknüpfung mit dem Social Web und Vermarktung

Das Social Web umfasst alle Plattformen und Webseiten, die darauf ausgelegt sind die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Nutzern zu ermöglichen bzw. zu fördern und dadurch eine Gemeinschaft aufbauen wollen. Dazu zählen sowohl Blogs, Foren und natürlich die diversen Social Media Netzwerke.

Mit einem Unternehmensblog sind Sie sozusagen schon mit einem Fuß in der Türe des Social Web. Um aber so viele Interessenten wie möglich zu erreichen, sollten Sie Ihre Artikel auch auf den sozialen Kanälen verbreiten, auf denen eben diese unterwegs sind. Die wichtigsten Plattformen in Deutschland sind Twitter, Facebook und Google+, auch wenn dieses Netzwerk von Google langsam abgebaut wird. Wenn Sie Ihre Dienstleistungen oder Produkte vor allem visuell darstellen wollen, dann sind sicherlich Instagram oder Pinterest interessant.

Erstellen Sie also in den für Sie bzw. für Ihre Buyer Personas relevanten Netzwerken Profile und veröffentlichen Sie die Links zu Ihren Artikeln. Verfassen Sie am besten für jeden Post und jedes Netzwerk eine andere Einleitung zu ihrem Link. Das ist alleine schon durch die Zeichenbegrenzung auf Twitter nötig. Aber Sie wollen mit diesen Sätzen schließlich die Neugierde der Leser wecken. Wenn Sie jeden Artikel nur mit „Hier geht’s zu meinem neuen Blogpost“ ankündigen, wirkt das nicht sonderlich engagiert, geschweige denn einladend.

Zusätzlich sollten Sie unter jedem Blogbeitrag Social Sharing Buttons zur Verfügung stellen. Diese können Sie in den meisten Fällen als Plugin zu Ihrem CMS installieren. Ein begeisterter Leser kann so ganz einfach Ihren Artikel mit seinen Kontakten teilen und erhöht somit die Reichweite Ihres Inhalts.

9. Messen und Analysieren

Das Betreiben eines Unternehmensblogs ist in mancher Hinsicht ein Kreislauf: Schauen Sie sich die älteren Beiträge an. Welche wurden am häufigsten gelesen? Welche am häufigsten im Social Web geteilt? Und welche haben zur besten Conversion-Rate geführt? Aus diesen Zahlen können Sie Trends ableiten, die Sie bei der Themenfindung für Ihren Redaktionsplan unterstützen. Der große Vorteil bei diesen Metriken ist, dass sie direkt von Ihren Lesern kommen. Sie können also davon ausgehen, dass diese Themen sie wirklich interessieren.

Woran auch immer es liegt, dass ein Post gut ankommt, versteifen Sie sich nicht zu sehr auf das Thema. Soll heißen, das Messen und Analysieren der Klicks und Views Ihrer Beiträge ist etwas, das sie kontinuierlich tun sollten. Wenn Ihr Content Management System Ihnen keine Möglichkeit zur Analyse Ihrer Bemühungen bietet, können Sie die Werte auch über andere Tools erhalten, wie bspw. Google Analytics.

10. Optimieren

Last but not least: die Optimierung. Sobald Sie Ihren Blog erstellt und die ersten Artikel veröffentlicht haben, geht es nicht mehr nur darum regelmäßig neue, für die Leser interessante und wertvolle Inhalte zu posten. Ein Teil der Arbeit mit einem Unternehmensblog besteht auch darin alte Beiträge zu verbessern oder zu aktualisieren. Dies gilt vor allem für drei Bereiche:

  • Der Inhalt
    Handelt es sich bei Ihrem Blogpost nicht um sogenannten Evergreen Content, sollten Sie bei neuen Erkenntnissen zu dem Thema unbedingt zu Ihrem alten Artikel zurückkehren. Nichts wirkt unprofessioneller als bspw. eine veraltete Beschreibung zur Nutzung eines Tools. Durch die Auffrischung Ihrer Inhalte bieten Sie auch mit älteren Artikeln für neue Besucher zu jeder Zeit die bestmögliche Information.
  • Die Präsentation
    Schauen Sie beim Lesen Ihrer älteren Artikel, ob es Möglichkeiten gibt, diese Inhalte zusätzlich visuell darzustellen. Vielleicht in Form eines Graphen oder einer Infografik. Diese können Sie selbst erstellen. Ebenso können Sie eine fremde Infografik in einen Ihrer Artikel einbauen. Es geht vor allem darum, Ihre Inhalte so verständlich wie möglich zu präsentieren und den Lesern einen Mehrwert zu bieten.
  • Weiterführende Angebote
    Entsprechend Ihrer Inbound- und Content Marketing Strategie werden Sie neben Ihrem Unternehmensblog sicherlich noch ein oder zwei weiterführende Content Angebote (bspw. e-Books) zur Verfügung stellen. Zu Beginn jedenfalls. Im Laufe der Zeit werden noch weitere hinzukommen, sowie auch Webinare, Checklisten oder ähnliches.
    Passt eines dieser Angebote zu Blogposts, die davor veröffentlicht wurden, sollten Sie einen entsprechenden Call-to-Action unter diesen Artikel setzen. Thematisch passende Angebote erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Anstieg in Ihrer Conversion Rate verzeichnen können.

Davon abgesehen, dass Sie auch ältere Artikel hin und wieder auf den sozialen Netzwerken streuen sollten, können Sie bei Updates von Inhalt und Präsentation erneut auf diese verweisen und die Aktualisierungen betonen. Damit haben Sie die Möglichkeit neue Interessierte zu erreichen. Außerdem zeigt es Personen, die bereits mit Ihnen vernetzt sind, dass Sie Ihre Inhalte stets up-to-date halten.
Neue weiterführende Content Angebote sollten Sie nicht nur als Update eines Posts kommunizieren, sondern auch alleinstehend über Ihre Social Media Kanäle verbreiten.

Wir hoffen, unsere Checkliste, wie Sie einen Blog erstellen bzw. aufbauen ist Ihnen eine Hilfe bei Ihren Inbound- und Content Marketing Vorhaben. Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne über das Kommentarfeld, via info@xengoo.biz oder unter 0211 30 13 13 90.




Wie Sie häufige Fehler beim Bloggen für Ihren Unternehmensblog vermeiden können.


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