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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

16 Ideen, die Ihrem Content Marketing auf die Sprünge helfen können

16 Anregungen, sie Sie Ihr Content Marketing verbessern können.

© crafted.co.uk

Es ist schon ein bisschen her, dass die Kollegen von Crafted an der Content Marketing Show teilgenommen haben. Aber die Takeaways, die sie aus den verschiedenen Vorträgen mitgenommen und in ihrer Infografik zusammengefasst haben sind auch heute nicht weniger wichtig, wenn Sie Ihr Content Marketing verbessern möchten.

Darum möchte ich sie hier vorstellen und um einige Erläuterungen und Beispiele ergänzen.

1. Aus Fehlern lernen

Jede Kampagne hat irgendwo einen Fehler. Manche führen dazu, dass die Kampagne ein Flop wird. Andere verursachen nur eine kleine Delle im Gesamtergebnis.

Diese Fehler, ob groß oder klein, bringen uns dazu noch einmal genauer über unser Vorgehen nachzudenken. Auch im Nachhinein. Nehmen Sie sich die Zeit, sie in Ruhe zu analysieren. War es ein kleines Detail, das den Misserfolg verursacht hat? Oder vielleicht verschiedene in ihrer Zusammenwirkung?

Halten Sie die Ergebnisse Ihrer Analyse so fest, dass Sie sie schnell zur Hand haben, wenn Sie ein neues Projekt überprüfen. Das können Sie bspw. in Form einer Checkliste machen oder über eine Infografik. Wie Sie es machen, ist Ihnen natürlich selbst überlassen. Die Hauptsache ist aber, dass Sie Ihr Content Marketing verbessern können, indem Sie aus Ihren Fehlern lernen und sie nicht wiederholen.

2. Was würden Sie tun, wenn Sie keine Angst hätten?

Eine wirklich interessante Frage! Auch die Content-Ideen, die ein wenig riskant wirken – oder vielleicht auch etwas außergewöhnlicher sind als der „normale“ Content, den Sie sonst veröffentlichen. Wäre es so schlimm eine Kampagne zu starten, die keinen Erfolg hat?

Wenn Sie keine Angst hätten, würden Sie bspw. das neue Format ausprobieren, eine gewisse Zeit lang laufen lassen und dann sehen, ob Sie damit erfolgreich arbeiten können. Bezeichnen und behandeln Sie das Projekt einfach als Experiment. Etwas, worüber Sie in Ihrem Blog berichten können.

Je nach Ausgang des Experiments können Sie beginnen das Format regelmäßig einzusetzen und so Ihre Ziele erreichen. Oder Sie lernen aus dem, was nicht funktioniert hat und geben anderen den Rat es Ihnen nicht nachzumachen.

So können nicht nur Sie aus den Fehlern lernen, sondern auch andere.

3. Berichten Sie nicht von Events, sondern erzählen Sie Geschichten

Storytelling ist eines der Buzzwords, die in Verbindung mit Content Marketing aufgekommen sind. Aber wenn man ehrlich ist, dann sind es genau die Blogposts, die wir mit Spannung lesen und danach teilen, die erzählt sind wie eine Geschichte: „Die Messe war gut besucht“ klingt (hoffentlich) um einiges nüchterner, als „In der Halle war es so voll, dass ich mich durch die einzelnen Gruppen hindurchschlängeln musste“

„Plötzlich stand ich vor dem Stand von XY. Ein Mitarbeiter sah mich. Er kam auf mich zu. Lächelte. Und schüttelte mir die Hand.“ Hier wird hoffentlich klar, dass Sie sich für die Geschichte nicht am letzten Thriller orientieren sollten, den Sie gelesen haben. Beim Storytelling geht es darum komplexe Ideen oder sonst als langweilig abgestempelte Ereignisse oder Prozesse so zu erzählen, dass der Leser sie einfach verstehen kann, ohne sich beim Lesen zu Tode zu langweilen.

Ein Witzchen hier, eine Metapher da und schon wird aus einem drögen Text eine interessante „Geschichte“ – solange Sie nicht vergessen dabei auch fachlich korrekt zu bleiben wird sich Ihr Content Marketing verbessern.

4. Ihr Content muss überraschen

Schießen Sie dabei aber nicht übers Ziel hinaus, sondern erzählen Sie in einer bekannten Art und Weise. Versuchen Sie dabei die Balance zwischen Ihrer Geschichte und der Ihrer Kunden zu halten.

Glücklicherweise gibt es heutzutage so viele verschiedene Erzählformate, dass Ihr Publikum vermutlich mit 98% davon schon einmal in Berührung gekommen ist. Wichtig ist hier also die Frage, ob das ausgewählte Format zur allgemeinen Kommunikations-Strategie Ihres Unternehmens passt.

Denn auch wenn Experimente helfen können Ihr Content Marketing zu verbessern, werden Ihre Kontakte und Kunden sicherlich verwirrt sein, wenn Sie über Jahre hinweg einen formellen Schreibstil genutzt haben und plötzlich auf Umgangssprache umschwenken.

5. Das Internet hat sich zu einem Stream entwickelt

Und zwar einen, der sich fortlaufend verändert und sich um emotionale Verbindungen und soziale Netzwerke dreht.

Vor allem diese Unbeständigkeit sollte Sie dazu motivieren Ihren Content regelmäßig auf seine Aktualität zu überprüfen. Blogartikel, die nicht mehr ganz up to Date sind, können bzw. sollten Sie aktualisieren, um Ihre Stellung als Experte in der Branche auszubauen und um Ihrem Publikum immer den bestmöglichen Content bieten zu können.

Die emotionale Bindung, auf die Sie zwischen sich und Ihren Kunden aus sein sollten, ist Vertrauen. Wenn Sie selbst im Gegensatz zum Internet beständig in Ihren Content Marketing Bemühungen bleiben und Ihr Content qualitativ hochwertig ist, dann zeigt es, dass Ihre Kontakte und Kunden sich auf Sie verlassen können. Was eine gute Basis für die Vertrauensbildung ist.

6. Ihr Content muss einfach zu teilen sein

Die wichtigsten Elemente laut Crafted sind hierbei: Überraschung, emotionale Reaktionen und ein bisschen Fröhlichkeit.

Dieser Punkt kommt Nummer 4 sehr nahe und verdeutlicht noch einmal, dass, wenn Sie es schaffen bei Ihrem Publikum eine emotionale Reaktion hervorrufen können, es sehr wahrscheinlich ist, dass Ihr Content auch geteilt wird.

7. Nutzen Sie Big Data, um Ihre Geschichten zu erzählen

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Analysten und Ihre Blogautoren gut miteinander arbeiten können.

Blogbeiträge, die von Statistiken und Graphen begleitet werden, erhöhen die Glaubwürdigkeit des Inhalts und somit auch die Ihres Unternehmens. Außerdem trägt es zur Optimierung Ihrer Artikel dabei, da solche Abbildungen viel schneller aufgenommen werden können, als Texte. Es heißt ja nicht umsonst „Ein Bild sagt mehr, als 1000 Worte.“

8. Traditionelles Marketing ist immernoch von Bedeutung

Hier muss ich mit einem „kommt drauf an“ beginnen, und zwar darauf, was Sie als traditionelles Marketing bezeichnen.

Inbound- und mit ihm Content Marketing sind nicht einfach nur Trends. Das alte System des Outbound Marketings funktioniert nicht mehr so gut wie früher und daher würde ich nicht sagen, dass alle Aspekte des traditionellen Marketings noch von Bedeutung sind.

Zählen Sie aber bspw. E-Mail Marketing dazu, so kann ich dahingehend zustimmen, dass es immer noch wichtig ist, E-Mails zu verschicken. Allerdings sollten die Inhalte dem Interesse der Kontakte angepasst werden. Damit er Ihre Nachrichten als wertvoll wahrnimmt und sie nicht als Spam markiert. (Mehr zum E-Mail Marketing im Inbound-Sinn erfahren Sie in unserem kostenfreien E-Book.)

Infografik mit 16 Ideen das eigene Content Marketing zu verbessern.

Wenn Sie die gesamte Infografik ansehen möchten, klicken Sie auf diesen Ausschnitt.

9. Der richtige Zeitpunkt

Finden Sie heraus, um wie viel Uhr Ihre Buyer Persona im Netz am aktivsten ist.

Um diese Zeit herum sollten Sie entsprechend Ihre Aktivitäten legen. Natürlich können Sie einen neuen Blogpost schon früh morgens veröffentlichen, selbst wenn Ihre Buyer Persona erst nachmittags online geht. So können auch die Ausnahmen der Regeln bereits auf Ihren Inhalt zugreifen.

Wenn Sie aber vorwiegend dann Informationen über die sozialen Kanäle verbreiten, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre Buyer Persona erreichen viel höher. Ebenso sollten Sie herausfinden, zu welcher Zeit E-Mails gelesen werden, damit Sie den Versand Ihrer eigenen darauf abstimmen können. Es geht schließlich vor allem darum, die richtige Person zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Inhalt zu erreichen – und das auch noch am richtigen Ort bzw. über den richtigen Kanal.

10. Der Mensch ist ein emotionales Wesen

Wahrscheinlich kann man aus diesem Denkanstoß mehr ableiten, wenn man sich den Vortrag live angehört hat, aber was sonst sollte mit „We are not thinking machines that feel. We are feeling machines that think“ gemeint sein?

Es ist also einfacher die Aufmerksamkeit einer Person auf sich zu ziehen, wenn wir ihre Emotionen ansprechen. Das ist auch der Grund, warum reißerische Überschriften so gut funktionieren. Sie sprechen unsere Neugierde an; nur ob der Beitrag dahinter dann auch hält, was er verspricht ist fraglich.

Sprechen Sie also mit Ihrem Content die Emotionen Ihres Publikums an. Und vor allem: liefern Sie für Ihre Buyer Personas wertvollen Inhalt.

11. Erzählungen setzen eine Struktur voraus

Ob online oder offline, eine Geschichte braucht immer einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende.

Sie müssen nicht unter jeden Blogbeitrag „und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ schreiben können. Aber es ist wichtig sowohl einzelne Beiträge, als auch bspw. ganze E-Books so aufzubauen, dass jemand, der sich mit dem Thema nicht so gut auskennt, es trotzdem versteht. Im übertragenen Sinne benötigen Sie also für jeden Text eine Einleitung, einen mittleren Teil in dem Sie das Thema besprechen oder diskutieren und ein Fazit, in dem Sie die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen.

12. Fragen Sie alle Ihre Kollegen nach Content-Ideen

Einer der ersten Tipps, den Sie erhalten, wenn Sie mit Inbound Marketing beginnen und entsprechend einen Unternehmensblog aufsetzen wollen, ist: all Ihre Kollegen nach Inhalten dafür zu fragen. Welche Fragen werden den Service Mitarbeitern häufig gestellt? Gibt es bestimmte Arbeitsvorgänge für die Software, die einem das Leben erleichtern?

Jeder Ihrer Kollegen könnte die nächste gute Beitrags-Idee haben. Aber wenn Sie sie nicht fragen, werden Sie es vermutlich nicht erfahren.

13. Seien Sie menschlich & 14. Gestalten Sie ehrlichen und authentischen Content

Diese beiden Punkte möchte ich zusammenfassen, weil sie für mich untrennbar zusammenhängen. Im Prinzip bedeuten sie in diesem Zusammenhang, dass Sie beim Schreiben nicht wie eine Maschine klingen sollen. Jeder hat eine andere Ausdrucksweise. Und jeder macht auch mal Fehler. Solange keine dieser persönlichen Eigenschaften bspw. das Lesen eines Blogartikels erschwert, sollten Sie sich nicht verstellen.

Indem Sie Ihre Persönlichkeit in die Blogbeiträge mit einfließen lassen, geben Sie Ihren Lesern die Möglichkeit eine persönliche(re) Beziehung zu Ihnen aufzubauen. Und über Sie zu Ihrem Unternehmen. Auch e-Books oder White Paper müssen nicht so dröge sein, dass einem beim Lesen die Augen zufallen.

Und was die Ehrlichkeit angeht: Wenn Sie offen mit Ihren Lesern, Kontakten und Kunden kommunizieren, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass sie Ihnen auch nach einer schwierigen Phase noch vertrauen und Ihre Dienste noch gern in Anspruch nehmen. Vertrauen wird nicht auf Geheimniskrämerei gebaut, sondern auf Ehrlichkeit.

15. Finden Sie die Influencer

Wobei in der Infografik von DEM Influencer gesprochen wird. Aber inzwischen gibt es bspw. auch in Deutschland einige bekannte Meinungsführer zum Thema Inbound Marketing. Können Sie mit diesen Influencern in Kontakt treten und mit ihnen zusammenarbeiten, haben die Sie die Möglichkeit eine größere Reichweite zu erlangen und somit Ihr Content Marketing verbessern.

Ob es nun noch keine oder schon einige Meinungsführer in Ihrer Branche geben, Sie sollten sich in jedem Fall bemühen ebenfalls einer zu werden. Das geht nicht von heute auf morgen, sondern braucht Zeit. Authentizität, eine eigene gut begründete Meinung und Beständigkeit können dabei hilfreich sein.

16. Was über Sie gesagt wird

Um herauszufinden, was Ihr Publikum von Ihnen bzw. Ihren Content Marketing Aktionen halten, sollten Sie ein Auge darauf haben, was sie über Sie sagen.

Vor allem auf den sozialen Netzwerken, wie bspw. Twitter, können Sie ganz einfach einen Stream einrichten und so alle Nachrichten an einem Platz sammeln, in denen Sie erwähnt werden. Orientieren Sie sich bei der Planung von neuen Kampagnen an denen, die von der Community gut bewertet wurden.

Sollten negative Meldungen über eines Ihrer Produkte oder über Ihr Unternehmen auftauchen, antworten Sie in jedem Fall. Hierbei ist es ganz wichtig sachlich zu bleiben, auch wenn derjenige „persönlich“ wird.

Verschiebt sich die Kommunikation mit diesem Kunden zu einem späteren Zeitpunkt auf das Telefon oder ein persönliches Gespräch, so sollten Sie in jedem Fall zur ursprünglichen Meldung zurückkehren und über die Auflösung des Problems berichten. Im Social Web wird die Kritik von schlechter Kundenservice schnell bekannt und kann bei Nichtbeachtung in einem Shitstorm enden, aus dem man sich nicht so einfach wieder herausmanövrieren kann.

Fazit

Eine bunte Sammlung von Ideen, die einen guten Überblick geben, wie man sein Content Marketing verbessern kann. Einige der Ideen ähneln sich zwar, aber das liegt sicherlich daran, dass die Infografik eine Sammlung von Kernaussagen der verschiedenen Redner der Content Marketing Show ist. Aber grade dadurch, dass sie von mehreren Experten genannt werden, wird ihre Wichtigkeit in meinen Augen betont.

Ob es sich nun um grundsätzlich wichtige Aspekte für Ihr Content Marketing handelt, wie authentisch schreiben, oder solche, die etwas mehr Arbeit bedürfen, wie ein Experiment durchführen und analysieren – sie gefallen mir so gut, weil sie Content Marketern jeder Stufe helfen können. Anfängern zur Orientierung, Fortgeschrittenen zur Verbesserung und sogar Profis zur Erinnerung an die eine oder andere Optimierungsoption.

Für die Neueinsteiger unter Ihnen haben wir in unserem kostenfreien White Paper die wichtigsten Aspekte des Inbound Content Marketings zusammengefasst.




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