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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Zusammenfassung der Blogparade: Ist die Kreativität im Content Marketing noch zu retten?

Oder: Wie lockt man ein Dutzend junger, kreativer Texter aus der Reserve?

Laut den Teilnehmern an der Blogparade muss Kreativität im Content Marketing nicht gerettet werden.
Als mich Anfang des Jahres Danny Poppema, die Geschäftsführerin des Kreativkaders Düsseldorf, anrief und fragte, ob ich ihre Studenten mal an das Thema „Content Marketing“ heranführen könnte, hab ich natürlich sofort zugesagt. Sowas macht Spaß und schließlich hab ich selbst mal abends unter ähnlichen Rahmenbedingungen die Schulbank gedrückt. Also im täglichen Agentur-Dauerstress, stets zu spät im Unterricht und mit „Streichhölzern in den Augen…“

Ich hab mich also gefragt, was kann ich diesen geplagten Seelen zum Thema Content Marketing erzählen. Für die meisten der jungen Texterinnen und Texter ist Content Marketing bisher nichts weiter als ein Schlagwort, das sie in ihrer Arbeitsrealität nicht weiter betrifft.

Sie arbeiten in ihren Agenturen an TV-Spots, Anzeigen, Broschüren, Mailings oder auch Websites… Aber nur ganz wenige hatten schon mal was mit Content Marketing zu tun. Ich hab mich also gefragt, wie diesem Kreis das Thema näher bringen kann.

Alle Theorie ist grau!

Nichtsdestotrotz haben wir in der ersten Session mal das Prinzip von Inbound Content Marketing in der Theorie besprochen. Insbesondere die Wirkmechanismen, die sich ganz grundlegend von denen des traditionellen Werbeansatzes unterscheiden. Siehe unser Erklärfilm.

Als Hausaufgabe (wenn Blicke töten könnten…) gab es nach der ersten Session ein Briefing für eine Blogparade. Das heißt: Alle Studenten sollten einen Blogbeitrag für unseren Xengoo Blog verfassen. Das Thema war für Kreative natürlich eine (bewusste) Provokation. Ich hab die These in den Raum geworfen, dass es nur wenig Kreativität im Content Marketing gibt und mich gefragt, ob denn Kreativität dort überhaupt von Nöten sei… Viele Content Marketer beschränken sich auf Top-10 Listen, Tutorials und How-to-Guides… Aber wie viele davon kann man lesen, bevor auch das anfängt zu nerven…? Oder ist Kreativität im Content Marketing vielleicht gar nicht gefragt…

Dann hab ich noch zur weiteren Motivation zwei Gutscheine für Konzert-Tickets als Gewinn versprochen für den Blogbeitrag, der die meisten Views erzielt – natürlich mit dem Hinweis, dass Views im „wahren Leben“ nicht die einzige Währung sind auf die es beim Content Marketing ankommt.

Reibung erzeugt Wärme!

Als die ersten Blog-Posts reinkamen wurde schnell klar, dass der Plan aufgeht. In einer für mich unerwartet großen Bandbreite von Beiträgen waren sich die Studenten in einem völlig einig: Content Marketing ohne Kreativität ist nicht vorstellbar, sinnlos, abwegig, unmöglich…

Die Studenten machten sich alle (zurecht) keine Sorge, dass ihre kreative Ader in Zukunft nicht mehr gefragt sein könnte. Im Gegenteil, die allermeisten befanden, dass Content Marketing (besonders für Texter) eine tolle Chance darstellt. Es ist ein bisschen das Revival der von Textern so geliebten und von Art Direktoren verschmähten Long Copy Ad. Es lebe das geschriebene Wort!

Und weil Widerspruch und Konflikt im Thema quasi eingebaut waren mussten sich die Studenten diesem Konflikt stellen. Sie taten das auf sehr unterschiedliche Weise. Ich zitiere aus einigen Beträgen:

Ist Kreativität im Content Marketing noch gefragt?
Was für eine merkwürdige [Anmerkung: Autor hätte eigentlich lieber „blöde“ geschrieben 😉 ] Frage. Ich meine, die Frage sollte eher lauten: Ist Content Marketing ohne Kreativität überhaupt möglich?“

Ein anderer Studierender setzt sich differenziert mit der Frage auseinander, ob man Formate und Themen im Content Marketing aufgreifen sollte:
„Relevanter Inhalt hat also immer auch etwas mit guter Beobachtungsgabe zu tun. Und der hat etwas zu tun mit einem wachen, aufgeweckten Geist. Auf einen fahrenden Zug aufspringen ist oftmals eine gute Idee, solange man irgendwann den Absprung schafft.“

Ein anderer tritt den Beweis an, dass Top 10 Listen nicht zwangsläufig langweilig sein müssen.

Es gab Videos sowie eine Kollage die die kürzeste aller Antworten mit Inhalt füllte: „JA!“

Außerdem einen offenen Brief an die Kreativität, unterzeichnet vom Content Marketing in dem über die Beziehungsprobleme der beiden sinniert wird.

Es wurden Beispiele für kreatives Content Marketing gebracht, wie das Projekt „toughenough“ von Dell.

Und vieles mehr! Die Studierenden haben in ihren Beträgen den Beweis für Ihre Antithese direkt mitgeliefert!

The Story is everything!

In vielen Beiträgen wird gesagt, dass es darum geht Geschichten zu erzählen. Das sehe ich genauso.

Der Mensch lernt die Welt schon immer über Geschichten kennen. Und gute Geschichten zeichnet aus, dass sie im Kern einen Konflikt tragen. Ohne Konflikt ist die Geschichte lahm… Egal ob es sich um einen Märchen, einen Roman oder um eine User-Story im Content Marketing handelt.

Den ersten Preis teilen sich übrigens zwei Studenten. Ob die beiden zusammen zum Konzert gehen oder nicht … das ist der „Cliffhanger“ in dieser Geschichte 😉

Auch wenn die Blogparade vorbei ist, freuen wir uns über Gedanken, Vorschläge, Beispiele etc. zum Thema Kreativität im Content Marketing. Unser Kommentarfeld steht Ihnen offen!




Dieser Leitfaden gibt eine Übersicht darüber, warum bloggen so wichtig ist, wo Sie in Ihrem Unternehmen Content finden und wie Sie Ihre Posts gestalten können.


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