Blog

In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Wie Sie (potentielle) Kunden auch über die Augen abholen

Das sollten Sie bei visueller Kommunikation im Marketing beachten.

(c) visage

Wir Menschen nehmen fast 90 % unserer Umwelt mit den Augen wahr – Mathegenies werden jetzt erkennen, dass für die anderen vier Sinnenorgane nur 10 % übrig bleiben. Das allein sollte ja schon als Argument genügen, dass man auf einem Blog (und auch auf der Website an sich) ordentliche visuelle Elemente haben muss.

Erfolgreiche visuelle Kommunikation betreiben zum Beispiel VISUAL STATEMENTS oder Faktglaublich. Diese beiden Brands arbeiten quasi ausschließlich mit visueller Kommunikation – die einen über Bilder mit netten oder nachdenklichen Sprüchen und die anderen mit Fakten. Beide erfreuen sich auf Facebook großer Beliebtheit. Eine Eigenschaft, die sie beide auszeichnet, ist der einfache Aufbau ihrer Bilder.

Was es allgemein beim Erstellen von Elementen zur visuellen Kommunikation zu beachten gibt, hat visage in einer Infografik festgehalten. Diese 10 Tipps möchte ich gerne vorstellen, und mit Beispielen in Bezug zu Inbound Content Marketing veranschaulichen.

  1. Schrift bzw. Schriftarten
    Alle Schriftarten müssen gut lesbar sein und dem Zweck der Kommunikation entsprechend ausgewählt werden.
    Die Schriftart ändert in der visuellen Kommunikation die Tonalität.

    Screenshot weneedtotalk.co

    Die Hinweise von Shauna Lynn Panczyszyn sind beispielsweise verspielt, weil man damit zwar jemanden kritisieren, aber nicht aggressiv anmeckern möchte. Vor allem kann man bei einem solchen Zettel den Tonfall ja nicht hören. Faktglaublich hingegen nutzt eine ganz einfache Schriftart ohne Schnick-Schnack, sodass nichts von den Fakten, die sie ja vermitteln möchten, ablenkt.

    Auch im eigenen Content Marketing sollte man bei der Erstellung von visuellen Elementen eine Schriftart auswählen, die zum Unternehmen, zur Nachricht und zum Inhalt des Contents passt, zu dem das Element dazugehört. Verschnörkelte Schriften können beispielsweise vom eigentlichen Blogartikel ablenken; zu viele verschiedene ebenso.

  2. Farbe
    Nutzen Sie nicht mehr als fünf Farben pro Layout. Wenn Sie mehr Daten darstellen müssen, können Sie verschiedene Abstufungen der eigentlichen Farben nutzen.

    Je nachdem, was Sie kommunizieren wollen, können Sie mit Farben Ihre Aussage unterstreichen, den Leser aktivieren und ihn zum Handeln auffordern. Dabei haben verschiedene Farben unterschiedliche Bedeutungen und Wirkungen. Das sollten Sie sich vor allem bei Calls-to-Action zu Nutze machen.

  3. Icons
    Icons sollten immer eine stark vereinfachte Darstellung sein, sodass sie einfach zu verstehen sind. Außerdem sollten sie so gestaltet sein, dass sie international verstanden werden können. Sie sollen Kommunikation auch in unterschiedlichen Sprachen vereinfachen und nicht ablenken.

    Sie alle kennen die Diskette als Symbol für das Speichern von Dateien auf Ihrem Computer. Dieses Symbol gibt es schon seit den 1990ern und wird uns wahrscheinlich noch eine Weile begleiten, auch wenn die Stuttgarter Zeitung sich schon auf die Suche nach einem neuen Icon gemacht hat. Es hat sich als das Speichern-Symbol etabliert und auch wenn nicht mehr jeder schon eine Diskette in der Hand gehabt hat, so verstehen doch alle, was damit gemeint ist.

    Wenn Sie Icons auf Ihrer Website oder Ihrem Blog nutzen wollen, stellen sie also sicher, dass Sie sich an den gängigen orientieren. Das Einführen einer komplett neuen Abbildung kann zu Verwirrung und Unverständnis bei den Website-Besuchern führen.

  4. Callouts
    Mit Callouts ist in dem Fall die auffällige Gestaltung der wichtigen Informationen gemeint. Wirklich auffällig sollten Sie nämlich nur die wichtigste Information Ihrer Aussage gestalten.

    Wenn Sie alles hervorheben, dann wirkt alles gleich wichtig und somit sticht keine der Informationen mehr hervor. Sie sind also quasi alle wieder gleichsam unwichtig; wenn sie verstehen, was ich meine 😉 . Ein super Beispiel liefert hier die Infografik von visage selbst (s.u.).

    Und genau das ist es, was Sie auch auf Ihrem Blog machen: Sie setzen Zwischenüberschriften und markieren die wichtigsten Informationen fett, damit sie auf einen Blick erfasst werden können. Wäre der gesamte Text fett gesetzt, wirkt alles wieder gleich (un-)wichtig. In der visuellen Kommunikation kommt das natürlich vor allem zum Einsatz, wenn Sie eine Kombination aus Zahlen und Text veröffentlichen möchten.

  5. Das wichtigste über visuelle Kommunikation im Content Marketing.

    Mit Klick auf den Ausschnitt öffnet sich die gesamte Infografik.

  6. White Space
    Lassen Sie genug von Ihrem ‚Blatt‘ weiß bzw. unbeschriftet. Bei zu vielen Informationen auf so engem Raum, wirkt das Ganze durcheinander und nicht einheitlich; vor allem auch nicht mit dem Rest Ihres Internetauftritts.

    Besonderen Einsatz findet der White Space beim Formatieren Ihres Blogartikels. Veröffentlichen Sie einen Text in einem einzigen Textblock, werden Ihre Leser daran keine Freude haben. Sie teilen Ihre Informationen entsprechend in Absätze und Abschnitte auf, damit sie besser erfasst werden können.

    Auch Infografiken werden größtenteils so aufgebaut, dass die verschiedenen Fakten von White Space getrennt werden und das, obwohl die Fakten darauf schon so komprimiert sind, dass sie tatsächlich alle gleich wichtig sind. Wie die Infografik von visage auch vorbildlich zeigt.

  7. Illustrationen
    Wenn Sie Illustrationen nutzen wollen, dann sollte die Darstellung dem Ton und Thema entsprechen. Man sollte sie also nur nutzen, wenn es den Content unterstützt.
    Abbildung und Textinhalt müssen übereinstimmen.
    Dieser Punkt lässt sich auch schön auf Abbildungen zu Blogartikeln verallgemeinern. Entscheidend ist, dass der Inhalt der Abbildung den Inhalt des Textes wiederspiegelt und ihn dadurch bereichert. Auf dem Xengoo Blog haben wir einmal besprochen, wie bzw. ob man die Inbound und Content Marketing Tipps aus Amerika umsetzen sollte. Der Artikel ist entsprechend mit einem ironischen Unterton entstanden und mit einer dazugehörigen, schnörkeligen Abbildung veröffentlicht worden. Schnörkel kommen uns sonst nur selten unter 😉
  8. Layout
    Inhalte sollten immer so dargestellt werden, dass der Aufbau den Leser ganz natürlich durch die Informationen leitet. Richten Sie Ihre Elemente nebeneinander aus, ist es einfacher eine Ordnung herzustellen.

    Alleine dadurch machen Sie es Ihren (potentiellen) Kunden wunderbar einfach die Informationen aufzunehmen. Bei der hier besprochenen Infografik sind die Inhalte immer gleich aufgebaut: Eine Überschrift, gefolgt von einem oder zwei Sätzen zur Erklärung. Und danach der Vergleich der falschen und richtigen Darstellungsmöglichkeiten.

    Für die Kommunikation mit visuellen Elementen ist es entscheidend dass der Aufbau Ihres Contents in wenigen Sekunden verstanden werden kann. Die Inhalte einer Infografik, bei der Sie mit Ihren Blicken kreuz und quer über den Bildschirm geschickt werden, werden niemals beim Betrachter hängen bleiben. Er ist viel zu sehr damit beschäftigt die richtige Reihenfolge der Fakten herauszufinden.

  9. Vergleiche
    Visualisieren Sie Daten immer so, dass es für den Betrachter ganz einfach ist die Werte zu vergleichen.

    Sie wollen Ihren (potentiellen) Kunden mit Ihren Inhalten schließlich einen Service bzw. einen Mehrwert bieten. Stellen Sie Vergleiche nicht einheitlich dar, lösen Sie nur Verwirrung aus. Ich denke, das erklärt sich von selbst und braucht kein konkretes Beispiel, oder?

  10. Genauigkeit
    Die visuelle Darstellung von Daten sollte immer den gegebenen Werten entsprechen – und zwar auch zueinander. Bei einer ungenauen Darstellung wirkt es auf den Betrachter so, als wollten Sie ihn reinlegen.

    Sie kennen das alle: Zu einem Artikel oder einer Studie werden Grafen veröffentlicht, die die Ergebnisse bildlich darstellen sollen. Im ersten Moment wirkt das auch sehr überzeugend, aber so manches Mal stellt sich bei genauerem Hinsehen heraus, dass eine der beiden Achsen nicht beschriftet ist, sodass nicht wirklich klar ist, in welchem Zeitraum die Änderungen stattgefunden haben. entsprechend skeptisch stehen Sie den Daten dann gegenüber. Sie sollten unbedingt vermeiden, dass das in Bezug auf Ihre visuellen Darstellungen passiert.

  11. Einfachheit
    Lassen Sie alles an unnötigem Design weg – damit sind auch 3D Charts, dekorative Illustrationen und fremde Elemente gemeint.

    Weniger ist einfach oft mehr – und das ist ganz wichtig. Darum haben wir auch schon vor einiger Zeit für über die Effekte gesprochen, die Einfachheit im Inbound Content Marketing hat.

    Wenn Sie Informationen nicht sauber, sondern mit vielen kleinen Nebeninformationen präsentieren, woher soll der Betrachter dann wissen, was Sie ihm eigentlich mitteilen wollen?

Fazit

Die Infografik ist eine wirklich tolle Sammlung für Tipps und Anregungen zur visuellen Kommunikation. Ursprünglich bezieht sie sich natürlich auf die bildliche Aufbereitung von Daten – allein schon durch ihre eigene Form der Darstellung. Aber ich finde es grade gut, dass einige der Punkte auch im Allgemeinen auf die Gestaltung von Content im Inbound Marketing angewendet werden können.

Es geht ja darum, dem Leser oder Betrachter die Aufnahme der Informationen so einfach wie möglich zu machen. Und ich bin sicher, dass man das unter Berücksichtigung dieser Tipps hier erreichen kann.

Was bedeutet visuelle Kommunikation für Sie? Haben Sie vielleicht noch weitere Anregungen, wie man sie verbessern kann?




Wie Sie häufige Fehler beim Bloggen für Ihren Unternehmensblog vermeiden können.



Das könnte Sie auch interessieren:

Vanessa DincklageWie Sie (potentielle) Kunden auch über die Augen abholen
Teile diesen Artikel

Diskutiere mit