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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

So können Sie Gamification in Ihrem Content Marketing unterbringen: Eine Ideensammlung

Ideen, wie Sie Gamification auch im Inbound Content Marketing einsetzen können.
Es ist schon ein Weilchen her, da haben wir über den aufsteigenden Trend der Gamification von unterschiedlichen Systemen gesprochen. Darin ging es allgemein um den Trend in diesem Bereich, also um Funktionen und Features auf Plattformen, die gamifiziert angeboten werden und um ein paar Beispiele von Unternehmen, die Gamification schon erfolgreich umgesetzt haben.

Eine Gemeinsamkeit dieser Unternehmen bzw. deren Kampagnen ist, dass ein Login-Bereich auf der eigenen Website oder im eigenen System vorhanden sein muss, damit Kunden und / oder Mitarbeiter sich anmelden und mit den anderen ‚Spielern‘ vergleichen können.

Grundsätzlich kann man aber festhalten, dass der Umgang mit und der Konsum von Inhalten in einem gamifizierten System Spaß machen soll. Man lernt ja bekanntlich besser, wenn man Spaß bei bzw. an etwas hat. Das Ziel ist es natürlich den Nutzer durch positive (spaßige) Erfahrungen an das Unternehmen heranzuführen und so eine Beziehung aufzubauen.

Und eigentlich ist das doch genau das, was wir als Inbound Content Marketer tun: Mit unseren Blogbeiträgen, eBooks, White Papern etc. führen wir Interessierte an das Thema (und unser Unternehmen 😉 ) heran und möchten so eine Beziehung zu ihnen aufbauen.

Nur wo ist da der Spaß, der uns noch besser im Gedächtnis der potentiellen Kunden verankert? Klar, wir machen mal ein Witzchen hier oder eine ironische Bemerkung da, aber, ganz ehrlich, wirklich viel mit Spaß hat das nicht zu tun – oder?

Die können wir also Gamification im Inbound Content Marketing nutzen?

Mal davon abgesehen, dass wir in den meisten Fällen kein geschlossenes System haben, in das sich (potentielle) Kunden einloggen und ihre Ergebnisse mit denen von anderen Nutzern vergleichen können; sollten wir überlegen, ob wir nicht Content erstellen können, der gamifiziert ist. Auch wenn dann nicht so eine starke Wettbewerbssituation zwischen den einzelnen Personen entstehen kann, kann der Content doch so konzipiert sein, dass die Leser und die Fans und Follower auf den sozialen Kanälen Spaß am Lesen und am Umgang mit den Inhalten haben.

Nun ist es in Deutschland ja oft so, dass Unternehmen sich sehr stark professionell und nur sehr wenig – oder gar nicht – von einer lockeren, persönlichen Seite zeigen. Weshalb es schwierig bis unmöglich ist Tipps zur lockereren Kommunikation mit (potentiellen) Kunden umzusetzen, die aus Amerika kommen. Dort scheint dieser Ansatz etwas einfacher realisierbar zu sein. Allgemein müssen die Tonalität und die Art des spaßigen Contents natürlich weiterhin zum Auftreten und zur Kommunikation des Unternehmens passen.

So und nun, ohne weiter um den heißen Brei herumzureden, endlich zu den Ideen, wie man (vielleicht auch in Deutschland) Aspekte von Gamification im Inbound Content Marketing nutzen kann:

  • Buchstabensalat
    Diese Idee habe ich im Artikel zum kreativen Schreiben schon vorgestellt, darum hier eine Kurzfassung. Unser Gehirn schafft es problemlos Wtore zu enkneren, slaogne der etrse und ltezte Bcstabhue an der richtigen Stelle stehen, weil wir sie als Ganzes betrachten und nicht Buchstabe für Buchstabe.

    Man kann also über den Text hinweg ‚durchgeschüttelte‘ Worte einbauen, auf die man am Ende des Artikels dann noch einmal hinweist. Zusammengenommen ergeben sie einen Satz. Dieser Satz kann beispielsweise die Kernaussage Ihres Artikels sein. Oder ein Hinweis auf weiterführende Informationen sein – den Sie aber dann trotzdem auch in ’normaler Form‘ in dem Artikel platziert haben sollten, für den Fall, dass die Leser Ihr Spielchen nicht mitmachen wollen.

    Und, was auch ganz wichtig ist: Sie sollten auf keinen Fall zu viele Ihrer Keywords ‚durchschütteln‘, dann können Crawler sie nicht verstehen und es wird unwahrscheinlicher, dass Ihre Seite für diese Keywords gerankt wird.

  • Buchstaben-Suche
    Wenn Sie bspw. den Film Das Vermächtnis der Tempelritter gesehen haben, kennen Sie diese Idee bereits. Nach dem Lösen einiger Rätsel erhalten die Hauptdarsteller eine Reihe von Zahlen 7-13-19, 12-4-9 usw. Diese beziehen sich wiederum auf bestimmte Schriftstücke, in denen die entsprechenden Worte gesucht und zusammengesetzt werden müssen – also Seite 7 – Zeile 13 – Wort 19. Die Worte ergeben eine Nachricht, die sie zum nächsten Rätsel führt.

    Bei einem Blogartikel ist die Angabe von Zeilen selbstverständlich schwierig, da sich die Zeilenumbrüche auf verschieden großen Bildschirmen unterscheiden. Was Sie aber tun können, ist dieses Element in Beiträgen einsetzen, in denen Sie Aufzählungen verwenden und dann nur auf einzelne Buchstaben hinweisen.

    3.-7-2 würde sich also auf Punkt 3 – Wort 7 – Buchstabe 2 beziehen. Wenn Sie mit dem, was die Leser suchen sollen einen ganzen Satz bilden möchten, ist es ratsamer einfach je nur auf ein bestimmtes Wort zu verweisen.

  • Lückentexte
    In der Schule meistens kein Grund zur Freude, weil sie ein Teil von Klassenarbeiten waren; vor allem wenn es in den Fremdsprachen um die verschiedenen Zeiten ging. So ein Lückentext, der den Lesern natürlich Spaß machen soll, darf nicht allzu lang sein. Vielleicht nur ein bis drei Sätze. Und Sie sollten auch die Antwortmöglichkeiten nennen, damit das Spielchen einfacher ist.

    Sie können diese Idee bspw. als Gamification-Element für einen Artikel einsetzen, indem Sie einen aussagekräftigen Absatz des Beitrages in einen Lückentext umformen und mit den Antwortmöglichkeiten als Abbildung speichern. Diese Abbildung veröffentlichen Sie über Ihre Social Media Kanäle – mit einem Link auf den eigentlichen Absatz im Blogartikel, nach dem Motto ‚Hier können Sie schauen, ob Sie alles richtig eingesetzt haben‘. Netzwerk-User, Fans und Follower können so ihr Wissen überprüfen und beim Absprung auf Ihre Seite mehr zum Thema erfahren.

    Hier noch eine Idee für einen Extra-Twist: Die meisten Fachbegriffe für Inbound Content Marketing sind ja bekanntlich auf Englisch. Nutzen Sie doch einfach mal die deutschen Begriffe als Lösungsvorschläge.

  • (In Ermangelung eines passenden Wortes:) Selbstentscheidungs-Artikel
    Vielleicht kennen Sie die 1000-Gefahren-Bücher von Ravensburger? In diesen Büchern kann der Leser an entscheidenden Punkten der Geschichte zwischen verschiedenen Szenarien aussuchen und so den Verlauf der Geschichte ändern (natürlich nur im vorgegebenen Rahmen). Da kann es passieren, dass man plötzlich auf einem Floß einen Fluss herunter treibt, mit einer Schwalbe gefoult wird oder Kapitän eines Piratenschiffes wird. Manche Entscheidungen führen ins Unglück, manche zum Erfolg.

    Dieses Prinzip könnten Sie auf einen Artikel über ein beliebiges Thema im Inbound Content Marketing übertragen, in dem mehrere Schritte von Nöten sind. An manchen Stellen könnten Sie zur Auswahl stellen, ob der Leser ein bestimmtes Tool einsetzen oder einen bestimmten Schritt durchführen möchte. Je nachdem wie er sich entscheidet, geht sein Marketing-Plan auf oder den Bach herunter. Bei ersterem können Sie ihm am Ende neben einer Auszeichnung, die er auf den sozialen Netzwerken posten kann, ein MOFU- oder BOFU-Offer anzeigen, damit er mir Ihrer Seite in Kontakt bleibt. Sollte jemand vom metaphorischen Hai gefressen worden sein, können Sie ihm Ihr entsprechendes TOFU-Offer als vorbereitende Lektüre für die nächste ‚Expedition‘ vorschlagen.

    Die Vorbereitung für ein solches Gamification-Element ist natürlich um einiges länger als unter normalen Umständen. Damit das Ganze funktioniert müssen Sie eine komplexe Textstruktur erstellen – nicht zu komplex, damit jede Wahl auch ein logisches Ergebnis hat – und Ihrem inneren Storyteller etwas mehr Freiheit einräumen als sonst. Es soll ja schließlich auf unterhaltsame Weise zeigen, wie ein bestimmtes Thema im Inbound Content Marketing idealerweise umgesetzt werden soll.

  • Facebook-Tests / -Quizze
    Wo wir jetzt teilweise schon bei den Sozialen Netzwerken waren: Mit einer Facebook eigenen App lassen sich schnell und einfach kleine Tests und Quizze erstellen. Sie können Fragen selbst festlegen, ebenso wie die Punkteverteilung und Endergebnisse. Die Ergebnisse können von den Teilnehmern mit einem Klick auf der eigenen Facebookseite geteilt werden.

    Selbstverständlich können Sie hier auch je nach Punktzahl in den Ergebnissen auf Ihre entsprechenden Download-Angebote verweisen. Bei dieser Möglichkeit ist der tatsächliche Gamification-Effekt wieder etwas größer, da Teilnehmer ihre Ergebnisse öffentlich teilen und vergleichen können.

  • Rätsel
    Ok, ok, Lückentexte sind auch eine Art Rätsel, aber die Lösungen sind da doch etwas einfacher zu finden. Aber in dieser Ideensammlung sind sie nur aus einem bereits bestehenden Text entwickelt worden.

    Was ich hier meine sind Bilder- oder Text-Rätsel, die im ersten Moment nicht offensichtlich etwas mit Ihren Inhalten auf dem Blog oder der Website zu tun haben. Ein Rebus Rätsel zum Beispiel… Oder eine Art Textaufgabe, wie Sie sie aus dem Matheunterricht kennen… Oder was Ihnen sonst noch einfällt, was Sie einfach auf Ihren Social Media Kanälen veröffentlichen können.

    Die Antworten zu Ihren Rätseln geben Sie durch Verlinkungen auf die entsprechenden Inhalte auf Blog und Website. So haben die Teilnehmer nicht nur etwas zum Knobeln (und hoffentlich Spaß daran), sondern können auch noch etwas zu dem Begriff oder dem Vorgang lernen.

Schlussbemerkung

Wie der Titel des Beitrags schon verrät, ist das hier keine Tippliste, die erprobt ist und einfach so abgearbeitet werden kann bzw. soll. Es ist eine Ideensammlung, die nicht den Anspruch erhebt abgeschlossen oder vollständig zu sein.

Ich finde die Vorstellung mehr Traffic und Leads mit unterhaltsamen Inhalten generieren zu können einfach eine spannende Sache. Es ist nur wirklich schwierig etwas Passendes zu finden, ohne allzu albern zu wirken. Und es ist natürlich auch die Frage inwieweit die entsprechende Buyer Persona auf solche Spielereien eingeht.

Aber, ich würde diese Ideensammlung von Gamification-Aspekten fürs Content Marketing gerne noch erweitert sehen, sollten Sie also Ideen haben: die Kommentarbox ist für solche Zwecke da.

Und vielleicht, ganz vielleicht, inspirieren diese Ideen ja auch den Einen oder Anderen zu etwas mehr Spaß. Auch dann freue ich mich über einen Kommentar 🙂




Im Social Media Marketing sollte man vor allem was die Nutzung von Bildern angeht aufpassen, welche Gesetze da greifen könnten.



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