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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Seichte Zukunftsmusik für Texter.

„Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen.“

Wir haben die Studenten des KreativKaders Düsseldorf dazu aufgefordert an unserer Blogparade zum Thema Kreativität im Content Marketing teilzunehmen.
Stromberg, wir kennen ihn alle. Doch oft stecken hinter diesen meist witzigen Weisheiten mehr Wahrheiten als viele denken. Vorrangig hinter dieser. Denn wer beim Content Marketing auf die Kreativität von Textern und Gestaltern verzichtet, wird auf kurz oder lang auf der Strecke bleiben. Und überhaupt denke ich, dass man in allen Bereichen immer kreativ sein sollte. Nicht nur im Business, sondern auch im Leben. Denn Kreativität macht uns zu dem, was wir sind. Doch das ist jetzt nicht unbedingt das Thema.

Veränderung heißt nicht Abbruch

Natürlich wird sich im Beruf des Texters etwas verändern. Doch das heißt lange nicht, dass man ihn nicht mehr benötigt. Ganz im Gegenteil. Es gab schließlich schon eine vergleichbare Veränderung. Ich denke da an die gute alte Longcopy. Damals bestand eine Anzeige fast nur aus Text. Eine Königsdisziplin für Texter. Doch die gibt es heute kaum noch. Niemand will mehr ellenlange Beschreibungen in Anzeigen lesen. Heute muss es schnell gehen. Im wahrsten Sinne auf den ersten Blick. Es muss aufmerksamkeitsstarke visuelle Kommunikation sein. Oft reicht also ein gutes Bild, um eine Anzeige zu gestalten und die Botschaft so zu kommunizieren, dass sie sich in den Köpfen der Konsumenten regelrecht einbrennt. Texte sind da oft nur Beiwerk. Aber nicht so beim Content Marketing. Hier geht es wieder um textlichen Inhalt. Nützlichen, unterhaltsamen, ratsamen, verständlichen und kreativen Inhalt. Dem Texter wird deshalb in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit zuteil. Gut und schlecht, wie ich finde. Das bedeutet selbstverständlich mehr Arbeit, weil ein breiteres Aufgabenfeld wartet, aber auch höheres Ansehen. Gute Texte lesen ist das eine, aber sie schreiben braucht Zeit, Geduld und ein gewisses Talent für Sprache, das nicht unbedingt jeder mitbringt. Und genau das wird der Schlüssel für guten Content sein.

Generation digital

Eine Entwicklung, die zwingend ist. Denn wir sind alle digital. Wir entscheiden unsere Einkäufe digital. Unterhalten und sehen uns sogar digital. Einige Unternehmen haben das schon längst kapiert und setzen immer stärker auf Content Marketing. Trotzdem darf das nicht zu einspurig sein. Kreativität ist da unabdingbar. Denn heutzutage will jeder einen echten Kaufgrund haben. Man will sich mit einer Marke identifizieren. Sie leben. Deshalb liegt es an den Kreativen, den Konsumenten das zu ermöglichen und ihnen guten Content nahezu zu injizieren. Und zwar ohne blauen Fleck! Denn ist man zu ruppig, kommt niemand gerne zu einem. Texter und Gestalter werden also die feine Nadel schwingen müssen. Trotzdem: Die noch recht seichte Zukunftsmusik klingt für mich jetzt schon sehr melodisch.

Gastbeitrag von Alexander Crosland. Trainee Text bei TBWA und Kadett beim Kreativ Kader Düsseldorf.

kreativkader.deSeichte Zukunftsmusik für Texter.
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