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21 Regeln für effektives Social Media Marketing [Infografik]

Jeder, der sich im social Web bewegt, kennt sie. Vor allem Nutzer, die beruflich auf den verschiedenen Netzwerken unterwegs sind, haben (und wenn nicht, sollten sie es noch tun) sich bewusst mit ihnen auseinander gesetzt. Mit den ungeschriebenen Regeln, die die Arbeit auf den und über die Plattformen mit sich bringt.

Diese ungeschriebenen Regeln sind schon mehrfach aufgeschrieben worden – welche Ironie 😉 Dadurch werden sie zwar verbreitet und allgemein anerkannt, offiziell sind sie aber nirgends als Regelwerk o.ä. zu finden. Auch die Kollegen von Social Metrics Pro haben sich mit ihnen beschäftigt und eine Infografik mit 21 Regeln für ein effektives Social Media Marketing zusammengestellt. Und die möchte ich jetzt vorstellen und an einigen Stellen ein wenig ergänzen:

  1. Keine Abkürzungen
    Social Media Marketing benötigt Zeit, Energie und Kreativität. Dieses Engagement kann man weder umgehen noch darüber hinweg sehen.
    Ebenso wenig kann man diese drei Aspekte erzwingen oder leichtherzig behandeln. Das bedeutet, dass es weder als siebenhundertfünfundzwanzigste Aufgabe eines fleißigen Kollegen funktionieren wird, noch als Beschäftigungstherapie für Praktikanten. Auch im social Web ist Professionalität gefragt, man sollte es also so behandeln wie jede andere Aufgabe zur Lead Generation und zur Unternehmensrepräsentation.
  2. Wertvolles beitragen
    Wenn Sie der Community keine wertvollen Informationen bieten können, hört Ihnen niemand zu. So einfach ist das.
    Ein bisschen kommt es aber auch darauf an, wie bzw. wofür Sie Ihren Channel nutzen. Ein Gruppenfoto von der letzten Betriebsfeier ist in dem Sinne bspw. keine wertvolle Information, trägt aber zum Aufbau einer Community und einer Beziehung mit den Kontakten bei.
  3. Einen Expertenstatus aufbauen
    Stellen Sie sicher, dass Sie hilfreiche und wertvolle Ratschläge geben können. Dazu gehört auch, dass Sie sich auf Ihrem Gebiet weiterbilden, damit Sie auch bei Neuerungen nicht in die Verlegenheit geraten schlechte oder gar falsche Hinweise zu geben.
    Natürlich können und müssen Sie nicht alles wissen. Es ist also keine Schande einen Kollegen zu fragen oder den Fragenden an ihn zu verweisen, sollte eine Frage aufkommen, bei der Sie nicht ganz sicher sind. Wichtig ist hierbei, dass sie offen damit umgehen.
  4. Bedeutungsvolle Unterhaltungen
    Haben Sie nichts Bedeutendes oder Wertvolles (s. auch Punkt 2) zu einer Unterhaltung beizutragen, sagen Sie lieber gar nichts.
    Wenn Sie einfach einmal nur zuhören, können Sie bspw. auch Themen oder Ansatzpunkte für eine neue Diskussion herausfiltern.
  5. Aktivität bedeutet nicht gleich Produktivität
    Nur weil Sie aktiv auf einem oder mehreren Netzwerken unterwegs sind, heißt das noch lange nicht, dass Sie wirklich etwas erreichen. Es ist viel wichtiger produktiv an Unterhaltungen teilzunehmen, oder welche zu beginnen. Sich einfach nur ins Getümmel zu stürzen, bringt nicht allzu viel; es wird nur noch voller.
  6. Qualität ist wichtiger als Quantität
    Bieten Sie lieber freundliche präzise Rat-Happen an, anstatt sinnlos herum zu brabbeln.
    Ist zum Beispiel ein Blog- oder Socialpost noch nicht rechtzeitig fertig und auch kein Ersatz zu Hand, können Sie ihn lieber etwas später veröffentlichen. Und diesen einen Veröffentlichungszeitpunkt ungenutzt lassen. Schnell noch etwas anderes zu schustern führt meistens nur zu Fehlern.
  7. Vermeiden Sie Spamming
    Kurz und gut: Reden Sie nur über sich selbst, werde andere schnell das Interesse an Ihnen verlieren.
  8. Bleiben Sie authentisch
    Greifen Sie auf Ihre eigenen Erfahrungen, Ihr Wissen und Ihren Humor zurück, um anderen Nutzern auch im Netz als reale Person zu begegnen.
    Ein Witz oder ‚mal ein Smiley erhöhen sozusagen die Menschlichkeit Ihrer Social Media Präsenzen.
  9. Kommunikation ist keine Einbahnstraße
    Passend zu Regel 7, geht es hier darum, dass Sie im Social Media Marketing auch Fans und Follower zu Wort kommen lassen sollen.
    Nur so können Sie herausfinden, welche Themen für sie relevant sind und darauf entsprechend Ihre Kommunikation aufbauen.
  10. Eine Verbindung bedeutet nicht gleich Genehmigung
    Nur weil Ihnen jemand folgt, bedeutet das nicht, dass Sie sie mit Nachrichten überhäufen dürfen. Bauen Sie über eine längere Zeit hinweg eine Beziehung zu Ihrem Kontakt auf. Ebenso braucht es Zeit das Vertrauen Ihrer Follower zu gewinnen – nehmen Sie sich diese Zeit.
  11. Mit dem Zugang hat man nicht direkt einen Anspruch
    Bedeutet, dass Ihre Fans und Follower Ihnen nichts schuldig sind.
    Nur weil sie Ihnen folgen oder Ihr Unternehmen liken, haben Sie keinen Anspruch darauf, dass sie Ihre Inhalte verbreiten oder Ihre Website besuchen und Angebote herunterladen.
    In dieser Infografik haben die Kollegen von SocialMetricsPro die wichtigsten Regeln zusammengetragen, um ein erfolgreiches Social Media Marketing aufbauen zu können.

    Mit Klick auf den Ausschnitt öffnet sich die Gesamtansicht in einem neuen Fenster.

  12. Nur der Anpassungsfähige bleibt relevant
    Was heute top ist, kann morgen ein Flop sein. Es ist also unglaublich wichtig Trends im Auge zu behalten, um angemessen reagieren zu können.
  13. Erfolgsmessung
    Schauen Sie sich regelmäßig an, ob Ihre Bemühungen und Aktionen auch das bewirken, was Sie vorher festgelegt haben. Wenn Sie Ihre Social Media Marketing Ziele nicht erreichen, müssen Sie Ihre Strategie ändern.
  14. Engagement und Bereicherung
    Reines Engagement reicht im Social Media Marketing nicht aus. Ihre Aktivitäten sollten zu einer Bereicherung führen – sowohl für Sie (in Form von Leads), als auch für Ihre Fans und Follower (in Form von Wissen).
  15. Nutzen Sie Bilder und Multimedia
    Bilder und Videos sagen mehr als tausend Worte. Mit ihnen können Sie Ihren Kontakten auch noch zeigen, worüber Sie reden und die Inhalte besser rüber bringen. Schließlich nehmen Menschen fast 90% Ihrer Umgebung über die Augen wahr. Es gibt einige Seiten im Netz, die kostenfrei wirklich gute Bilder anbieten; diese können Sie einfach vereinheitlichen oder selbst welche erstellen.
  16. Bleiben Sie in Kontakt
    Antworten Sie auf jede direkte Kontaktaufnahme Ihrer Fans und Follower. Sollten Sie nicht sofort eine passende Lösung haben, bitten Sie um etwas mehr Zeit – ganz wichtig hierbei: Halten Sie sich dann auch daran. Nichts ist schlimmer als ein gebrochenes Versprechen.
  17. Denken Sie an Ihre Manieren
    Auch wenn Fans und Follower nicht immer höflich sind, sollten Sie nicht denselben Fehler begehen. Lassen Sie sie trotzdem zu Wort kommen und antworten Sie entsprechend. Ihre Professionalität können Sie dabei vor allem ausdrücken, indem Sie sachlich bleiben.
  18. Geduld ist äußerst wichtig
    Social Media Marketing liefert selten sofort die gewünschten Ergebnisse. Wie Regel 1 schon besagt: Social Media Marketing braucht Zeit. Also geben Sie nicht zu schnell auf.
  19. Folgen Sie nicht einfach jedem
    Folgen Sie zu vielen verschiedenen Gruppen, kann das Ihre Marketingbemühungen behindern. Aber auch anders herum wird ein Schuh draus: vernetzen Sie sich selbst zu wenig, wird das Ihren Kampagnen schaden. Bei Gruppen sollten Sie also genau hinschauen und versuchen ein gutes Mittelmaß an Gruppen-Aktivitäten zu finden.
  20. Es ist besser auch zu bloggen
    Erfolgreiche Social Media Manager führen auch einen Blog. Schließlich ist das der Ort, an dem sie die meisten ihrer wertvollen und hilfreichen Inhalte veröffentlichen. Wenn Sie also auf Social Media Kanälen aktiv sind, sollten Sie auch regelmäßig bloggen.
  21. Spaß gehört auch dazu
    Wenn Sie bei der Arbeit im Social Media Marketing keinen Spaß haben, dann machen Sie etwas falsch. (Das gilt im Prinzip für jeden Job.) Die Interaktionen sollten Spaß machen und so laufen, dass sie für Sie und Ihre Kontakte sinnvoll sind.

Fazit

An dieser Infografik ist die detailreiche Auflistung von ungeschriebenen Regeln sowohl positiv als auch negativ. Zum einen erhält man viele Tipps, wie man sein eigenes Social Media Marketing verbessern und nach und nach seine Ziele erreichen kann.

Zum anderen sind die Regeln so detailliert, dass es bei manchen schwierig ist einen deutlichen Unterschied auszumachen. Entsprechend wirken die Regeln teilweise so, als hätte man sie einfach nur umformuliert.

Das ist aber auch ganz logisch: viele der Regeln und entsprechenden Handlungen hängen so eng zusammen, dass es seltsam klingt sie einzeln zu nennen. Social Metrics Pro hat es also ganz genau genommen und das gefällt mir daran. Über die vermeintlichen Wiederholungen kann ich problemlos hinwegsehen, weil ich finde, dass die Infografik einem wirklich eine tolle Orientierung für das Social Media Marketing bietet.

Fallen Ihnen noch weitere wichtige Regeln für ein erfolgreiches Social Media Marketing ein? Oder finden Sie vielleicht, dass man sie gar nicht aufschreiben muss, weil sie eh inzwischen allgemein bekannt sind?

Welche Regelungen es im Bereich Social Media gibt, die nicht ungeschrieben, sondern vorgeschrieben sind, können Sie in unserem kostenfreien E-Book ‚Rechtliche Aspekte im Social Media Marketing‘ nachlesen.




Im Social Media Marketing sollte man vor allem was die Nutzung von Bildern angeht aufpassen, welche Gesetze da greifen könnten.



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