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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Das Content Perpetuum Mobile existiert nicht.

So sieht Content mit Relevanz aus.
Mittags im Sushi-Restaurant. Ich beobachte die verschiedenfarbigen Teller, die vor mir an einem Laufband vorbeifahren. Ich nehme mir einen Teller mit Thunfisch-Nigiri. Köstlich. Rechts und links von mir nehmen sich die Menschen auch ihre Teller von dem Band, das scheinbar immer voll ist. Doch nur dank der fleißigen und smarten Menschen in der Küche, die es immer wieder auffüllen. Es stimmt also: die Content-Maschine läuft nicht von selbst. Wir brauchen clevere Köpfe dahinter. Für verschiedene Inhalte. Inhalte, die schmecken und sich unterscheiden. Immerhin kann ich auch nicht den ganzen Tag nur von einer Sorte Sushi leben. Das wäre ziemlich trostlos.

So wie gutes Essen deinen Geist beflügelt, verhält es sich mit dem Content Marketing. Es ist wahrscheinlich das Buzzword überhaupt der Marketing-Lehrstühle dieser Welt. Dabei meint es nichts anderes als relevante Inhalte zu schaffen für deine Zielgruppe. Erzählt gute Geschichten. Oder gute Witze. Und wie bei allem im Leben, seid damit zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Das ist das, wovon eine Kreativagentur lebt. Inhalte brauchen Kreativität wie Helmut Schmidt seine Zigarette. Texter sind moderne Geschichtenerzähler der matt glänzenden Werbewelt. Und Grafiker wissen doch eh, dass ein Bild mehr als…eben.

Ein guter Inhalt braucht die richtigen Zutaten und die richtige Zubereitung. Und damit geht es ans Geschichten erzählen. Jeder möchte eine gute Geschichte hören, die bewegt, etwas in uns auslöst, uns beschäftigt, uns überrascht. Wie der Hut des Zauberers aus dem bunte Tücher oder Kaninchen zum Vorschein kommen. Jetzt muss er aber auch ein Einhorn hervorzaubern können. Denn darauf stehen die Kids dieser Welt, die Generation Y, Generation Golf oder anders gesagt – unsere Gesellschaft.

Es ist doch ganz einfach. Such dir etwas, woran die Leute sich aufgeilen und bau darauf auf, damit ihnen noch mehr einer abgeht. So funktioniert das Ganze. Nach der Nyan Cat kam eben auch Grumpy Cat. Scan den ganz heißen Content und nagel ihn an das Kreuz seiner eigenen Rechtschaffenheit.

Recyclen. Verbrauchen. Recyclen. Neumachen.

Relevanter Inhalt hat also immer auch etwas mit guter Beobachtungsgabe zu tun. Und der hat etwas zu tun mit einem wachen, aufgeweckten Geist. Auf einen fahrenden Zug aufspringen ist oftmals eine gute Idee, solange man irgendwann den Absprung schafft. Es spricht nichts dagegen, sich an Inhalten zu orientieren, wenn es in einem engen Rahmen passiert.

Wer aber immerzu nur nach Schema F eine Top-10-Liste, ein Fashion-Schmink- oder noch ein Katzenvideo erstellt, wird böse auf die Nase fliegen. Das interessiert irgendwann niemanden mehr. Nach dem Recyclen muss die Welt irgendwann etwas Neues schaffen. Gebrauchtes ist irgendwann durch und reif für die Mülltonne.

Paid Media ist ein Katalysator

Der  Katalysator für Content: Paid Media
Wir alle werden zu Totengräbern, die eine Lästigkeit zu Grabe tragen: die herkömmlichen, blinkenden Banner auf Websites. Paid Media ist das Stichwort – bezahlte Reichweite. Manchmal mag es zwar hilfreich sein, den einen oder anderen Banner auf Facebook oder Google zu sehen, aber auch nur bei wirklichem Interesse.

Das allerdings ist selten bei Social Media. Dort geht es um Interaktion und um spannende Inhalte. Nicht um das 182. Blink-Blink. Paid Media als Katalysator, um den Strom der Besucher auf den Inhalt zu lenken, ist die einzige Daseinsberechtigung. Das macht Paid Media relevant – für eine kurze Dauer.

Die wahren Helden sind Owned Media und Earned Media. Die eigene Website sollte immer das große Schiff sein, auf dem sich das interessante Leben abspielt. Alles da draußen erwischt man durch Fangnetze. Und wer einmal an Bord war, sollte es so gut haben, dass er das nächste Mal mit seinen Freunden an Deck möchte.

Relevante Inhalte auf dem eigenen Medium, die dann wie ein Lauffeuer verbreitet werden. Wie eine gute Geschichte eben funktioniert. Mittlerweile ist das Sushi auch vollständig aufgegessen, das Band läuft nach wie vor auf Hochtouren und ich – ich werde nun jemandem davon erzählen. Und nächstes Mal andere köstliche Kreationen kosten.

Gastbeitrag eines Studenten des Kreativkaders Düsseldorf.

Gastbeitrag von David Ulc

Ich heiße David und bin Text Trainee bei Saatchi & Saatchi Düsseldorf. Nach meinem Studium in Englisch und Geschichte wollte ich etwas mit Relevanz machen und bin nach einigem Hin und Her in der Lovemarks Company gelandet. Wenn ich mir nicht selbst gerade den Kopf über gute Geschichten zerbreche, lasse ich sie mir servieren auf der Leinwand. Um den Kopf wieder frei zu bekommen hilft vor allem eins: viel Musik. Am besten live.

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