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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

10 gute Gründe für mehr Content im Marketing

Es gibt immer noch genug Gründe für mehr Contnet im Marketing.
Das Beste am Content Marketing ist, dass der Verbraucher selbst entscheiden kann, was ihn interessiert und was nicht. In sozialen Medien muss man sich längst nicht mehr alles bieten lassen.
Die meisten Kontakte entstehen freiwillig.
Wenn ich die Schokolade einer bestimmten Marke gerne esse, habe ich nichts dagegen, ab und zu inspiriert zu werden, in welch ausgefallene Rezepte ich ihre Produkte integrieren kann.
Schlägt mein Herz für eine Automarke, ist es auch durchaus interessant, wie sich ihr Team auf die nächste DTM vorbereitet und welche Motoren zum Einsatz kommen.
Vielleicht bin ich einer Marke gegenüber auch negativ eingestellt und interessiere mich nur für sie, weil man seinen Feinden näher sein sollte als seinen Freunden.
Ist Letzteres der Fall, hinterlässt der Interessent vielleicht einen bissigen Kommentar. Dieser ist für werbetreibende Unternehmen jedoch mindestens genau so wichtig, wie positive Resonanz. Man will seine Position auf dem Markt schließlich möglichst realitätsnah einschätzen.
Wie soll man ohne Kritik erfahren, woran man arbeiten muss. Schließlich möchte man neue Marktanteile erobern oder zumindest seine bestehenden halten.
Man befindet sich also in einem ständigen Dialog. Nicht nur mit seiner Zielgruppe.
In erster Linie werden mit Content Marketing aber Diejenigen erreicht, die einen ohnehin bei Facebook geliked haben oder einem (Unternehmen) wo auch immer folgen.
Wer sich durch Inhalte belästigt fühlt, kann sich dieser jederzeit durch zwei Klicks entledigen.
Neuigkeiten werden bei Facebook oft schneller durchgescrolled als AGBs. Was auf den ersten Blick nicht interessiert, wird nicht länger als eine Sekunde beachtet.
Diese Sekunde sollte man gut nutzen. Botschaften dürfen nicht umständlich verpackt sein. Sie müssen auf dem silbernen Tablett serviert werden.
Die Menschen suchen dauernd nach Informationen. Auf mobilen Medien stehen diese jedoch in ständiger Konkurrenz zur schnellen Unterhaltung. Die Informationen sollen so leicht sein, wie das Durchblättern der digitalen Zeitung selbst.

Wenn die Zielgruppe nun auf Top Listen und Tutorial Videos steht, gibt es auch keinen Grund, sich dieser nicht zu bedienen, um mit ihr zu kommunizieren.
Jeder mag Listen. Sie sind klar strukturiert. Man hat sich nach einer Ablenkung schnell wieder orientiert und weiß, wo man war. Hat man besonders wenig Zeit, kann man sie auch nur mal schnell überfliegen. Sind sie dazu noch illustriert, hat man es auch noch leichter, sie sich zu merken. Ob man mit der Auswahl an sich zufrieden ist, bleibt mal dahingestellt.

Hier liegt nämlich das eigentliche Problem der Listen. Sie scheinen zu oft lieblos dahin geklatscht. Es wird kein Spannungsbogen aufgebaut. In einer Top Liste will ich mir bei Nummer vier denken, „Oh mein Gott! Wenn das die Nummer vier ist, was kommt dann blos in den Top drei?!“ Die Art von Spannung, die einen in den Neunzigern dazu gebracht hat, einen 5 minütigen Werbeblock mit zu verfolgen, damit man auf keinen Fall das Video zu seinem Lieblingssong verpasst. Während man darauf hoffte, dass er vielleicht doch auf der Eins gelandet ist und man ihn in voller Länge genießen kann.
Stattdessen ist es schon etwas Besonderes, wenn ich heute mehr als die Hälfte der „Top Auswahl“ nicht bereits zig mal in anderen Listen gesehen habe, welche sich in etwa mit dem gleichen Thema beschäftigen.

Kreativität und Top Listen oder How-To-Videos schließen sich also nicht grundsätzlich aus. Wenn man motiviert an die Sache herangeht und seiner Kreativität freien Lauf lässt, kann man sogar den Beipackzettel von Nasentropfen so interessant gestalten, dass ihn sich jeder bis zur allerletzten, in einem von 100 Millionen Fällen vorkommenden, Nebenwirkung durchliest.

Gastbeitrag eines Studenten des Kreativkaders Düsseldorf.

Gastbeitrag von

James Stark
KreativKader Student und Erfinder des Rades.

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