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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Inbound Marketing überzeugt durch Fokus auf Buyer Personas

Interview mit Robert Weller von toushenne.de zum Thema Inbound Content Marketing

Was sagen eigentlich andere Inbound Marketer zu dem Thema? Wie sind sie darauf gekommen und was hat sie überzeugt? Und wer setzt es ihrer Meinung nach schon richtig gut um? Wir hatten die Möglichkeit mit Robert Weller von toushenne.de zu sprechen und haben ihm genau diese Fragen gestellt.

Hallo Robert! Wir haben uns ja über unsere Blogs kennengelernt. Dein Blog heißt ‚toushenne‘. Was bedeutet das eigentlich und was macht toushenne?

Hallo Jan. toushenne ist ein Kunstwort, das ich aus den chinesischen Begriffen „tu“ und „chen“ (bezogen auf die Aussprache) zusammengesetzt habe. Diese bedeuten Erde und Drache und sind meine Sternzeichen. toushenne heißt quasi Erddrache – über ein derartiges Maskottchen im Social Media Examiner-Stil hab ich übrigens schon nachgedacht… 😉
Schon zu meiner Zeit als freiberuflicher Webdesigner habe ich immer unter eigenem Label gearbeitet und vor etwa vier Jahren dann etwas Persönliches gesucht, das direkt mit meiner Person in Verbindung steht. Etwas Einzigartiges eben.
Unser Interview-Partner Robert Weller erzählt verrät, warum Inbound Marketing ihn überzeugt hat und vieles mehr.

Heute steht toushenne, bzw. mein Blog toushenne.de für Fachbeiträge zu Inbound Marketing Themen. Schwerpunkte sind Social Media, denn damit bin ich quasi „im Internet aufgewachsen“ und in diesem Bereich arbeite ich hauptberuflich, sowie Bloggen und Blog-Marketing. Darüber habe ich gerade zusammen mit Michael Firnkes mein erstes Buch geschrieben.

Kannst Du uns kurz zusammenfassen was die Botschaft Deines Buches ist?

In der zweiten Auflage von Blog Boosting von Robert Weller und Michael Flinkers geht es vor allem ums Blog-Marketing.

Noch mehr Informationen zum Buch unter: toushenne.de

Kurz gesagt geht es um Blog-Marketing. Sowohl die Vermarktung von Blogs selbst im Sinne einer Refinanzierung, als auch die Vermarktung einer Person oder Unternehmen anhand eines Blogs.
Aufgrund diverser Faktoren ist es heutzutage nicht mehr so einfach, einen erfolgreichen Blog zu betreiben. Die Tipps im Buch reichen daher von der inhaltlichen Gestaltung über das Design, die Suchmaschinenoptimierung und klassische Vermarktung bis hin zum professionellen Bloggen als Beruf.

Durch unsere Praxistipps wollen Michael und ich sowohl eine Grundlage für Blog-Neulinge schaffen, als auch Anregungen für Fortgeschrittene bieten. Sehr viel Wert legen wir dabei auf den Austausch mit den Lesern, weshalb es parallel eine Facebook-Gruppe geben wird und natürlich auch unsere Blogs eine Anlaufstelle darstellen.

Was hat Dich am Thema Inbound Marketing überzeugt?

Überzeugt hat mich besonders der Fokus auf die Zielpersonen – mit Betonung auf Personen im Gegensatz zu Gruppen – und die Art und Weise, wie Werbung gemacht wird. Im Marketing geht es immer um Absatz und Markenbekanntheit (mögen mir alle PRler diese Aussage verzeihen), doch beim Inbound Marketing geht es in erster Linie um die Interessenten. „Marketing“ verkauft keine Produkte mehr direkt und unmittelbar, sondern löst durch Informationen (wo wir dann beim Content Marketing sind) und den Dialog die Bedürfnisse der Interessenten. Es entstehen immer ein Mehrwert für den Nutzer und langfristig Beziehungen.

Inbound Marketer überreden niemanden, die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen. Sie überzeugen. Durch Authentizität, Offenheit und Hilfsbereitschaft 😉

Kritiker werfen Inbound Marketern ja gerne vor, sie würden sich nur auf die jeweils aktuelle Sau setzen, die gerade durchs Dorf getrieben wird. Was wäre Deine Antwort darauf?

Sind diese Kritiker jene, die mit ihren „klassischen“ Methoden immer weniger Erfolg haben? Dann würde ich sie einladen, sich zu mir zu setzen, denn diese Sau ist groß genug für uns beide. Keine Sorge, die ersten Theorieeinheiten machen wir „on the fly“.

Inbound Marketer ticken einfach anders. Wir spielen nicht gegeneinander, sondern miteinander. Denn letztendlich geht es nicht direkt um uns, sondern um die Zielperson. Und die entscheidet selbst, wann sie was, warum und bei wem kauft.

Die Sau wird demnach von unseren Zielpersonen durchs Dorf getrieben. Was ist falsch daran, sich an dem „Spiel“ zu beteiligen, wenn sich genau jene Personen daran erfreuen, die uns erfreuen könnten? Was ist falsch daran, sich der aktuellen Situation und den Trends unserer Zielpersonen anzupassen? Das nenn ich Targeting! 😉

Welche Marken fallen Dir ein, wenn Du an besonders herausragende Beispiele für Inbound Marketing denkst. Und was genau machen die besser als andere?

Red Bull. Red Bull verkauft keinen Energy Drink, sondern Action mit Flügel. Red Bull überzeugt (siehe mein Statement oben) durch Leidenschaft. Eine Leidenschaft, die sie mit ihren Kunden teilt. Ich gehöre nicht dazu, aber ich bewundere Red Bulls Marketing.

Außerdem Starbucks und Schwarzkopf, aber eher weil ich sie in meinen Vorlesungen selbst gerne als gute Beispiele nenne. Wer sich die Webseite von Schwarzkopf anschaut kann mal überprüfen, nach wie vielen Klicks die ersten Produkte angezeigt werden, und was davor im Grunde eigentlich alles passiert bzw. geliefert wird.
Und Starbucks sind Meister darin, Beziehungen und Dialoge aufzubauen, egal über welche Kanäle.

Ist Inbound aus Deiner Sicht eine Alternative zu Outbound Marketing… oder eine Ergänzung? Passt das zusammen?

Mittlerweile würde ich sagen, dass Outbound Marketing eine gute Ergänzung zum Inbound Marketing ist. Zum Beispiel um gezielt Traffic auf Landingpages zur Lead-Generierung zu lenken – egal ob online durch Suchmaschinenwerbung oder offline durch Printwerbung, solange die Conversion funktioniert. Leads sind schließlich ein elementarer Bestandteil des Inbound Marketing Prozesses und eine gute Grundlage für nachhaltige Beziehungen.

Wenn wir es genau nehmen, ist E-Mail-Marketing ja auch outbound, wir trennen also gar nicht mehr so scharf. Letztendlich geht es um ganzheitliches und vor allem nachhaltiges Marketing, das dem Empfänger einen Mehrwert bietet.

Welche Unternehmen eignen sich Deiner Meinung nach besonders für Inbound Marketing

Alle, denn (hoffentlich) jedes Unternehmen liefert seinen Kunden durch seine Produkte oder Dienstleistungen einen Mehrwert. Das ist die Grundlage, das gilt es zu kommunizieren. Durch Inbound Marketing kann jedes Unternehmen die Nachfrage für die eigenen Produkte und Dienstleitungen erhöhen, Leads generieren, Beziehungen zu Interessenten aufbauen und Kunden gewinnen und langfristig binden.

Spannend wird es dann erst bei der strategischen Konzeption und praktischen Umsetzung. Aber ich zitiere an dieser Stelle immer gerne die Leichtathletik-Olympionikin Gail Devers: „Jeder Erfolg beginnt mit der Entscheidung es zu versuchen“.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt 😉

Das unterschreiben wir so gerne 🙂 Vielen Dank für das spannende Interview, Robert!

Fazit

Das sind die interessantesten und wichtigsten Punkte aus dem Interview; sozusagen kompakt zum Mitnehmen:

  • Inbound Marketing überzeugt durch den Fokus auf eine Zielperson, nicht auf Gruppen von Personen.
  • Durch Inbound Marketing wird das Targeting verbessert, indem man sich der aktuellen Situation und den Trends der Zielpersonen anpasst.
  • Inbound und Outbound schließen sich nicht gegenseitig aus, sie ergänzen sich.
  • Diese Art des Marketing eignet sich für jede Unternehmensart, da es darum geht (potentiellen) Kunden einen Mehrwert zu bieten und durch hilfreiche Informationen eine Vertrauensbasis aufzubauen.

Sind noch Fragen an Robert offen geblieben, Sie gerne beantwortet hätten? Teilen Sie seine Ansichten zum Thema Inbound Marketing, oder wird es in Ihrem Unternehmen anders definiert / gehandhabt?

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Jan SteinbachInbound Marketing überzeugt durch Fokus auf Buyer Personas
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