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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Rankingfaktor Rechtschreibung und Grammatik – und Aufruf zur Diskussion

Sollte man seinen Blogger-Kollegen Bescheid geben, wenn man in ihren Texten gravierende Fehler entdeckt?! Was sagen andere Blogger dazu?
Vor knapp über einem Jahr hat unser Kollege Jan sich als „Semi-Legastheniker“ geoutet. Nicht etwa, um eventuelle Rechtschreibfehler in seinen Artikeln schon im Voraus zu entschuldigen. Sondern, weil die Kollegen von SEO United einen Artikel aufgegriffen hatten, in dem besprochen wird, dass Rechtschreib- und Grammatikfehler durchaus Einfluss auf das Ranking einer Seite haben.

Fehler sind ganz normal. Sie passieren und machen den Wust an Texten und Informationen im Internet irgendwie ein bisschen menschlicher, finde ich.

Und trotzdem sollte man seine Blogposts vor der Veröffentlichung gegenlesen lassen – vor allem, wenn es sich um einen Unternehmensblog handelt, der das Unternehmen online repräsentieren soll.

Außerdem zählen diese Aspekte – wie oben schon erwähnt – zu den Rankingfaktoren. Wer sich also zu viel verschreibt, wird in dem Sinne abgestraft, dass er gar nicht erst, oder nur sehr schlecht gerankt wird. Dann waren die Content Marketing Bemühungen also für die Katz.

Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, beschäftigt offenbar immernoch genug Leute auf dieser Welt: Kim Rixecker von t3n hat eine neue Studie vorgestellt, in der das Thema noch einmal aufgegriffen wurde. Erfreulicherweise liegen deutsche Texte dieser Studie nach leicht über dem weltweiten Durchschnitt der Content Qualität.

Und auch wenn man nicht genau nachvollziehen kann, wie realistisch diese Content-Bewertung ist, sind die Ergebnisse doch, wie Kim sagt, eine gute Erinnerung daran, wie wichtig qualitativ guter Content ist.

Aufruf zur Diskussion

So, nun aber zu dem, was mich eigentlich wirklich interessiert und auf das ich von meinen Mitstreitern gerne eine Antwort hätte: Solle man also (mit Bezug auf diese Vorüberlegungen) bspw. Blogger-Kollegen Bescheid geben, wenn man in ihren Artikeln Fehler findet?

Es geht mir hierbei nicht um Kollegen im gleichen Unternehmen, sondern um solche von anderen Unternehmen. Ich meine, man teilt ja auch ihre Beiträge. Und man hilft sich im Content Marketing gelegentlich ja auch mit Verlinkungen, Erwähnungen, der Möglichkeit zu Gastbeiträgen oder mit gemeinsamen Aktionen aus.

Warum dann nicht auch eine kurze Mail schreiben und Bescheid geben: „Der Link, den du bereitstellen wolltest, fehlt leider.“ oder „In diesem Satz […] fehlt ein Wort.“

Wie gesagt, Fehler schleichen sich ein. Das ist nicht schlimm. Und das passiert jedem ‚mal.

Aber wenn ich so etwas sehe, schreibe ich demjenigen dann und sage kurz Bescheid?
Kommt das einfach nur besserwisserisch rüber?
Freut derjenige sich vielleicht, dass ich ihm helfen konnte, seinen Content zu verbessern?
Ist das als erster Kontakt denkbar, oder muss man den Kollegen schon länger kennen?
Oder sollte ich mich lieber freuen, dass der Kollege aufgrund des Fehlers evtl. schlechter gerankt wird?

Ich bin nämlich eher jemand, der sich über einen solchen Hinweis freuen würde. Klar kommt es auf die Präsentation des Anliegens an, ob ich die Anmerkung als positiv empfinde und daraufhin vielleicht ein netter Kontakt entsteht. Und ich möchte natürlich auch nicht, dass derjenige mit einem Rotstift meinen Text überarbeitet oder sich nur meldet, weil ein Buchstabe an irgendeinem Wort fehlt.

Es geht mir schon um etwas ‚gravierendere‘ Fehler. Das Beispiel „Wir essen Opa!“ (im Gegensatz zu „Wir essen, Opa!“) finde ich bspw. einfach nur großartig – solange es mir nicht passiert 😉 Und wenn doch, dann würde ich mich über einen Hinweis freuen.

Die Diskussion ist nicht als eine Blogparade gedacht, dafür ist es zu wenig Stoff; falls jemand einen eigenen Artikel darüber schreiben möchte, ist er aber selbstverständlich gern dazu eingeladen.

Mich interessiert einfach, was ihr bloggenden Kollegen da draußen darüber denkt. Darum würde ich mich riesig über eure Kommentare freuen 🙂

Vanessa DincklageRankingfaktor Rechtschreibung und Grammatik – und Aufruf zur Diskussion
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4 Kommentare

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  • Alexa - 23. April 2015 Antworten

    Hallo Vanessa 🙂

    also ich sehe das ganz ähnlich:
    Ich würde mich ebenfalls über eine kurze Mail freuen, in der mich jemand auf einen gravierenden Fehler hinweist.

    Hatte bei einer Bekannten von mir allerdings gesehen, dass jemand in einem Kommentar unter dem Artikel, direkt auf konkrete Fehler im Rahmen einer Liste hingewiesen hat.
    Das finde ich persönlich nicht so schön.

    Natürlich kann man das nicht verhindern, aber einen kleinen Hinweis per Mail reicht da schon aus, finde ich 🙂

    Liebe Grüße
    Alexa

    Vanessa Dincklage - 23. April 2015 Antworten

    Hi Alexa,
    vielen Dank für deinen Kommentar!

    Du hast Recht, als Kommentar unter einem Artikel ist so ein Hinweis nicht so schön. Das wirkt – finde ich – als wollte derjenige den anderen bloßstellen. Je nach Einstellungen könnte man den Kommentar ja auch ausblenden und sich dann per Mail beim Hinweisgeber bedanken. Wobei da dann natürlich wieder die Frage aufkommt, ob man solche Beiträge moderieren sollte, oder nicht … aber es hat ja auch keiner behauptet, dass das so einfach ist 😉

    Liebe Grüße
    Vanessa

  • Mael Roth - 24. April 2015 Antworten

    Hi Vanessa,

    Also ganz ehrlich wenn ich einen 1.500 Wörter Post schreibe und mehrere Tage für einen aus meiner Sicht – guten Artikel brauche und ihn dann veröffentliche, würde es mich schon aufregen eine Email mit einfach nur „da ist ein Fehler drin“ zu kriegen ^^ Letztendlich geht es doch mehr um die Substanz…

    Nichtsdestotrotz hasse ich Rechtschreibfehler mir ich kriege Pickel, wenn ich einen meiner eigenen Artikel lese und einen schlimmen Tippfehler sehe, der mir durchgegangen ist. Dann korrigiere ich es auch.

    Ich habe aber auch eine gute Entschuldigung: ich bin in Frankreich zur Schule gegangen (Schwerpunkt Litteratur bis zum Abi) und habe dort bis zu meinem 23. Lebensjahr gewohnt und studiert. Daher habe ich auch nicht sehr viel Übung auf DE… 😛

    VG!

    Maël

    Vanessa Dincklage - 27. April 2015 Antworten

    Hi Maël,

    danke für deine Rückmeldung! Deine Entschuldigung bei Schreibfehlern hat natürlich nicht jeder 😉

    Ich kann verstehen, dass eine Mail, in der einfach nur drin steht, dass du einen Fehler gemacht hast, dich aufregen würde. Dass daraus kein Kontakt oder eine Zusammenarbeit entstehen kann, ist völlig klar. Man bedankt sich, verbessert den Fehler und das war’s.
    Aber was zum Beispiel, wenn jemand dir Feedback zu einem Artikel gibt, vielleicht auch eine Frage stellt und dann am Ende noch was zu dem Fehler sagt? Das wär doch dann besser, oder? 😉

    Liebe Grüße
    Vanessa

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