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Mit dem Analytics-Tool die Twitter Performance messen

Mit dem kostenfreien Analysetool von Twitter ganz einfach die Performance der eigenen Bemühungen messen - so funktioniert es.
Im letzten Webinar der Twitter Akademie wurde vorgestellt, wie das kostenfreie Analysetool Twitter Analytics funktioniert.

Hier also ein grober Einblick, wie Twitter Analytics funktioniert; nämlich im Wesentlichen über drei Navigationsreiter:

1. Startseite / Mein Account

Die wichtigsten Infos bezüglich der Twitter Performance erhält man direkt auf der Startseite. Hier werden die aktuellen 28 Tage mit den letzen 28 Tagen verglichen. Eine Reihe von kleinen Grafiken verdeutlichen den Verlauf und geben Aufschluss darüber, ob man sich gegenüber des letzten Zeitraums verbessert hat.

Wir haben im Moment zwar insgesamt weniger Tweets gepostet, dafür aber mehr Impressionen und auch mehr Follower gewonnen, als im letzten Zeitraum (s. Abb 1). Ergo müssen die Themen für unsere Follower und deren Kontakte interessant gewesen sein – was liegt also näher, als die erfolgreichsten Posts herauszusuchen und weitere in der Art zu veröffentlichen?

Nutzen Sie Twitter Analytics, um mit den Kontakten Ihrer Follower in Kontakt zu kommen.

Abb. 1; Mit Klick auf die Abbildung öffnet sich die Gesamtansicht.

Besonders interessant finde ich aber die monatliche Zusammenfassung direkt unter den kleinen Grafiken. Für jeden Monat wird jeweils der Tweet mit den meisten Impressionen und Interaktionen und der neuste Kontakt mit den meisten Followern angezeigt. Das eröffnet einem also die Möglichkeit sich beispielsweise mit dem Top-Follower in Verbindung zu setzen und ihn zu bitten den Top-Tweet zu retweeten, schließlich könnte er seine Follower auch interessieren.


Hier muss natürlich geschaut werden, ob und wie man mit dem Follower in Verbindung treten kann. Vielleicht einfach mal einen seiner Tweets kommentieren oder favorisieren. Ohne vorigen Kontakt um einen Retweet bitten, wird wahrscheinlich nicht funktionieren.

2. Tweets

Die Twitter Performance lässt sich am besten messen, indem man sich den Erfolg seiner Tweets ansieht. Die Übersicht auf dem Tweet Dashboard gilt für alle Tweets im gewählten Zeitraum, den man oben rechts einstellen kann – Standardeinstellungen sind immer 28 Tage. Die obere Grafik zeigt in blau die Impressionen, die die Tweets des Tages (darunter in grau) erhalten haben. Direkt daneben rechnet das Tool aus, wie viele Impressionen man durchschnittlich pro Tag erhalten hat.

Rechts darunter werden alle Interaktionen der letzten 28 Tage in kleine Grafiken aufgeteilt, sodass man unter jeder sehen kann, wie viele der jeweiligen Interaktion man pro Tag erreicht hat. Ist diese Zahl unter eins, wird null angezeigt. Als Übersicht sind sie aber durchaus praktisch. Leider kann man von ihnen aber nicht auf die jeweiligen Tage abspringen, um bspw. nachzusehen, welche Links geklickt oder retweetet wurden.

Messen Sie die Performance Ihrer Tweets und identifizieren Sie so thematische Trends und Möglichkeiten Ihre Ziele zu erreichen.

Abb. 2; Mit Klick auf die Abbildung öffnet sich die Gesamtansicht.

In dieser Ansicht finde ich die chronologische Auflistung der Tweets am wichtigsten. Sie verrät, wie viele Impressionen und Interaktionen der jeweilige Tweet erhalten hat. Es wird auch automatisch eine Interaktionsrate errechnet. Bei unserem Ausschnitt unten (s. Abb. 2) ist zwar grade nicht so viel los, aber es ist schön einfach die Tweets miteinander zu vergleichen und sich dementsprechend zu überlegen, wie die nächsten aussehen sollen.

Sticht ein Tweet besonders hervor, kann man durch einfaches anklicken die entsprechende Einzelstatistik anzeigen lassen. Hier hat man auch die Möglichkeit den Tweet von Twitter sponsoren zu lassen, sodass er eine größere Reichweite erhält. Wie das geht erklärt Antoinette von der Twitter Akademie in der Aufzeichnung des Webinars (ab Minute 16:43).

Auch hier lassen sich natürlich Trends ablesen und Möglichkeiten für neue Themen oder für die Wiederholung oder Weiterentwicklung von Themen erschließen. In der Aufzeichnung des Webinars kann man bspw. auch sehen, dass Tweets mit Bildern von Antoinette mehr Interaktionen generiert haben. Ebenso solche, die relevante Hashtags während eines Events enthielten.
Natürlich lassen sich alle Informationen auch als Excel-Tabelle herunterladen, sodass man seine eigene Übersicht oder Grafiken erstellen kann.

3. Follower

Twitter Analytics lässt sich vor allem wunderbar dafür nutzen mehr über die eigenen Follower zu erfahren. Man erfährt hier nicht nur wie sich die Followeranzahl im Laufe der Zeit entwickelt hat, sondern auch etwas über die Interessen und die Demographie.

Auf dem Follower Dashboard von Twitter Analytics lässt sich die Entwicklung der Followeranzahl verfolgen und deren Interessen einsehen.

Abb. 3; Mit Klick auf die Abbildung öffnet sich die Gesamtansicht.

Auf diesen Dashboards ist meiner Ansicht nach vor allem der untere Teil wichtig. Die beiden Listen mit Interessen geben einem die Möglichkeit gezielt Tweets zu verfassen und veröffentlichen, hält man sich an diese Informationen ist es also quasi garantiert, dass die Tweets einen Großteil Ihrer Follower erreichen.

Dabei zeigt der erste Teil ‚Die einzigartigsten Interessen‘ solche, die Ihre Follower von den anderen Nutzern auf Twitter unterscheidet. Also sind sie wirklich sehr spezifisch und man kann sich darauf verlassen. Die ‚Top-Interessen‘ listen die allgemeineren Themen auf, mit denen sich unsere Follower auseinander setzen.

Hat man einmal die Interessen der Follower identifiziert, darf man sich aber natürlich nicht darauf ausruhen. Mit jedem neuen Follower können sich die Angaben verschieben, sodass Sie Ihre Tweets neu ausrichten müssen – nicht wirklich nach jedem Follower, aber vielleicht nach jedem zehnten oder 15ten. Eine kontinuierliche Beobachtung ist also sehr wichtig.

Möchte man nicht mit lokalen Aktionen arbeiten, sind die demographischen Informationen wahrscheinlich nicht all zu wichtig. Aber es ist bei uns bspw. schön zu sehen, dass der größte Teil unserer Follower inzwischen aus Deutschland kommt, hier und im deutschsprachigen Raum wollen wir schließlich arbeiten. Das sah vor ein paar Monaten noch anders aus, es hat sich also wirklich was getan. Wer es andersrum ganz lokal haben möchte, der kann auf die Städte-Angaben zurückgreifen.

Außerdem: Warum nicht auch den Nutzern folgen, denen Ihre Follower folgen? Vielleicht kann man sie auch kontaktieren und Retweets von ihnen erhalten (wie oben schon mit dem Beispiel des Top-Followers des Monats). Schließlich kann es sein, dass deren Follower auch an Ihren Inhalten interessiert sind. Ein Versuch sollte es auf jeden Fall wert sein.

Die Twitter Performance lässt sich also vor allem dadurch messen, dass man aktuelle Daten mit älteren vergleicht – vor allem im Hinblick auf unterschiedliche Themen. Mit Twitter Analytics lassen sich im Allgemeinen also

  • Trends aufdecken.
    Bei welchen Themen erhalten Ihre Tweets besonders viel Aufmerksamkeit? Gibt es einen unterschied zwischen den Themen, die bspw. für mehr Klicks oder für mehr Retweets sorgen? Wenn Sie sich diese Zahlen genau anschauen, können Sie Ihre Tweets in Zukunft besser vorbereiten und somit Ihre Ziele einfacher erreichen.
  • aktuelle Daten mit älteren vergleichen.
    Wie haben sich Ihre Followerzahlen entwickelt? Gab es bestimmte Auslöser für einen starken Anstieg – oder auch für einen starken ‚unfollow-Trend‘? Was hat in der Vergangenheit die gewünschten Aktionen bei Followern ausgelöst und wie kann man es an die aktuellen Trends anpassen? Ein Blick in die Vergangenheit kann bei der Planung für zukünfige Tweets oder Content-Angebote sicherlich hilfreich sein.
  • Zielpersonen besser kennenlernen.
    Twitter Analytics bietet eine Übersicht mit Hintergrundinformationen über Ihre Follower. Von deren Interessen, über ein wenig Demographie bis hin zu einer Anzeige, die verrät, welchen Unternehmen und Personen Ihre Follower noch folgen. Für ganz gezielte Tweets also ein Muss in der Vorbereitung.
  • Bemühungen in Echtzeit optimieren.
    Die Charts und Grafiken werden täglich aktualisiert. Sollten Sie eine Kampagne gestartet haben und sie entwickelt sich nicht wie gewünscht, können Sie geplante Tweets ändern und so vielleicht eher das erreichen, was Sie angepeilt hatten.

Weitere Informationen zu Webinarangeboten gibt es über den Twitteraccount der Akademie.

Nutzen Sie Twitter Analytics vielleicht schon intensiv und haben Tipps, wie sich die Analyse noch verbessern lässt?




Dieser Leitfaden gibt eine Übersicht darüber, warum bloggen so wichtig ist, wo Sie in Ihrem Unternehmen Content finden und wie Sie Ihre Posts gestalten können.



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