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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Die eigene Stimme als Mehrwert im Content Marketing – Tipps von einem Mentalisten

Mentalisten sind Meister der Kommunikation und Suggestion, auch Content Marketer können von ihren Tricks etwas lernen.
Mentalisten haben im Allgemeinen den Ruf, die Gedanken ihres Gegenüber lesen zu können – und das können sie auch. Nicht aber etwa, weil sie übernatürliche Fähigkeiten besitzen. Sondern weil sie ihre Gesprächspartner innerhalb von wenigen Sekunden analysieren und ihr eigenes Verhalten so anpassen, dass sie die Gedanken des Gegenüber beeinflussen können.

In seinem Buch ‚Wir sind alle Mentalisten. Das Geheimnis der 5 Sinne‘ (Piper, 2010) verrät Manuel Horeth einige seiner Techniken und Tricks, wie er Menschen ‚liest‘ und gibt Tipps, wie man seinen Mitmenschen gegenüber aufmerksamer sein kann. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit dem Hörsinn und entsprechend auch damit, wie in der Kommunikaion Nachrichten vom Sender versendet und vom Empfänger aufgenommen werden. Neben diversen Tipps zur Analyse der Sprache eines anderen und enthüllenden Selbsttests, bin ich auf einen interessanten Abschnitt gestoßen.

Stimme als Mehrwert

Wahrscheinlich kommt es durch meine Arbeit, dass ich inzwischen sofort hellhörig werde, wenn das Wort ‚Mehrwert‘ irgendwo auftaucht. Mir ist nämlich aufgefallen, dass es mir sonst eher selten begegnet; wie dem auch sei..

Horeths Ansatz und seine Erklärungen beziehen sich zwar ausschließlich auf face-to-face Kommunikation, schließlich funktioniert das ‚Gedankenlesen‘ nur, wenn man demjenigen gegenüber steht und dabei auch seine Gestik und Mimik beobachten kann. Sie können aber auch wunderbar auf eine indirekte übertragen werden. Auch wenn die Leser Ihres Unternehmensblogs Sie nicht direkt vor sich haben und Sie auch nicht hören können, bildet diese Art der Kommunikation die Stimme Ihres Unternehmens im Web.

Das Ziel beim Einsetzen der Stimme als Mehrwert ist, laut Horeth, Botschaften klar und deutlich zu übermitteln. Ob Ihre Stimme für Ihren Gesprächspartner einen Mehrwert bietet, können Sie auf drei Ebenen beeinflussen.

1. Die Klangebene

Hier führt er Verständlichkeit als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Übermittlung von Nachrichten an. Wie soll auch ein Gespräch zustande kommen, wenn bspw. eine Person Deutsch und die andere Chinesisch spricht? Ein anderes, weniger extremes Beispiel ist, dass es ja schon schwierig wird eine Unterhaltung zu führen, wenn einer der beiden Gesprächspartner nuschelt.

Ebenso spielt der Wohlklang der Stimme eine große Rolle. Schon allein der Klang kann dem Gegenüber ein angenehmes Gefühl vermitteln, sodass er eher dazu geneigt ist zuzuhören.

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Deutlich und verständlich schreiben.

Der Leser eines Blogartikels hat nicht die Möglichkeit in dem Moment, in dem eine Frage aufkommt, nachzuhaken. Sollte deren Beantwortung aber ausschlaggebend für das Verständnis des Artikels sein, macht der Leser sich sicherlich nicht die Mühe Sie anzurufen, um sein Anliegen zu klären. Auch stark verschachtelte Sätze können beim Leser zu Verwirrung führen. Hat er keine Lust einen Satz dreimal zu lesen, haben Sie ihn als potentiellen Kunden verloren.

Den Wohlklang der Stimme kann man in einem schriftlichen Beitrag natürlich nicht wirklich rüberbringen. Sie können ihn aber imitieren, indem Sie authentisch schreiben. Also ein ‚einmal‘ auch einmal ein ‚mal‘ sein lassen, Metaphern nutzen oder einfach so schreiben, wie Sie auch sprechen würden.

Sachlich schreiben, aber nicht mit Fachbegriffen um sich schmeißen.

Es zeugt von Ihrer Kompetenz, wenn Sie Inhalte sachlich korrekt und trotzdem einfach verständlich formulieren. So können Sie auch Interessenten überzeugen, die noch nicht so tief im Thema drin sind.

Und zu guter Letzt – um nochmal auf das Beispiel des Nuschelns zurück zu kommen:
Immer auf die richtige Rechtschreibung achten.

Bitten Sie einen Kollegen Ihre Texte durchzulesen, bevor Sie sie veröffentlichen. Jemand der noch nicht weiß, was Sie geschrieben haben, wird eventuelle Tippfehler eher entdecken als Sie selbst. (Abgesehen davon wirken sich Rechtschreibfehler auch negativ auf auf Ihre SEO aus.)

So kann Ihre (indirekte) Kommunikation mit dem Leser einwandfrei funktionieren und ihn mit einem positiven Gefühl Ihnen gegenüber zurück lassen.

Die Beziehungsebene

Was Sie in einem Gespräch mit Ihrer Stimme auf dieser Ebene vermitteln können, sind Vertrauen und Sicherheit. Indem Sie sich in der Unterhaltung eine angemessene aber für Sie bequeme Position suchen, ist es für Sie einfacher Ihre Stimme richtig einzusetzen und die gewünschten Signale auszusenden.

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Nur über Themen berichten, mit denen man sich wohlfühlt.

Hier geht es um Ihre Position zu dem Thema. Nicht darum, ob Sie beim Schreiben auf dem Kopf stehen, mit der Nase tippen oder mit dem Fuß – sondern darum, wie Sie sich beim Schreiben fühlen. Wenn Sie unsicher sind, spiegelt sich das in Ihrer Wortwahl wider. Wie soll Ihnen jemand vertrauen, der Sie bei der Kommunikation nicht sehen kann und sich nur auf Ihre geschriebenen Worte verlassen muss, wenn Sie rumdrucksen und Worte benutzen, die zeigen, dass Ihr Wissen nicht fundiert (genug) ist?

Die sachliche Ebene

Auf dieser Ebene können Sie stimmlich Klarheit, Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft ausdrücken. Wenn Sie hinter dem stehen, was Sie sagen und auch selbst daran glauben, schwingt es in Ihrer Stimme mit und Ihr Gesprächspartner wird schnell(er) überzeugt sein.

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Bei Diskussionen die Gefühle aus dem Spiel lassen.

Egal, ob es sich um eine allgemeine Diskussion innerhalb der Branche handelt, eine auf Ihrem Blog oder Ihre Social Media Kanäle. Berücksichtigen Sie verschiedene Sichtweisen und wägen Sie bei Ihrem Beitrag sowohl Pro- als auch Contra-Argumente ab.

Dadurch, dass Sie dabei sachlich bleiben und nicht emotional werden, strahlen Sie Kompetenz aus. So haben Sie auch einen Vorteil anderen Diskussionsteilnehmern gegenüber, die es nicht schaffen sachlich und von Fakten gestützt zu diskutieren.

Außerdem bieten Sie den Lesern so den Mehrwert über unterschiedliche Standpunkte informiert zu sein, sodass sie sich eine eigene Meinung bilden können.

Fazit

Bei der Findung und Ausbildung Ihrer (schriftlichen) Stimme sollten natürlich Aspekte aus allen drei Ebenen einfließen. Nobody is perfect – und auch das Finden Ihrer Stimme ist ein Prozess. Bleiben Sie also aufmerksam und kommunizieren Sie immer so, dass es Ihnen dabei gut geht und dass andere Sie verstehen können, egal auf welchem Hintergrundwissen-Level sie sich befinden.

Was Sie für ein erfolgreiches Inbound Content Marketing noch beachten sollten, erfahren Sie in unserem kostenfreien White Paper ‚Die Inbound Content Marketing Methode‚.




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Glauben Sie, dass man auch eine schriftliche Stimme haben kann? Wenn ja, was ist Ihnen wichtig, wenn Sie einen Text lesen? Wenn nicht, wie nennen Sie es?

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