Blog

In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Social Media Marketing mit Facebook, ganz einfach – aber wie genau?

Inzwischen ist Social Media Marketing über Facebook nicht mehr aus dem Marketing Mix wegzudenken, aber wie genau funktioniert das? Hier ein paar Tipps.
Neben Content Marketing wurde im letzten Jahr auch unglaublich viel über Social Media Marketing geredet. Macht auch Sinn, schließlich hängt im Online Marketing alles irgendwie zusammen.

Für jedes soziale Netzwerk gibt es eine andere Strategie und immer wieder neue Tipps, wie welcher Beitrag am besten aufgenommen wird. Die grundsätzlichen Vorgehensweisen sind jedoch meist sehr ähnlich, und wir haben sie in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

In fünf Schritten die Facebook-Reichweite erhöhen

Auf der Suche nach Anregungen bin ich auf den Artikel von Andreas Weck von t3n gestoßen. Er gibt darin folgende fünf Tipps zur Verbesserung der Reichweite auf Facebook, ohne dass man dafür extra bezahlen muss:

  1. Relevante Beiträge erstellen
  2. Den Newsfeed-Algorithmus verstehen
  3. Ansprechende Titelbilder auswählen
  4. Fragen stellen, um Diskussionen anzuregen
  5. Mit Emotionen arbeiten

(Sie können seine ausführlichen Erklärungen hier noch einmal genauer nachlesen.)

Er hat vollkommen recht und die Aufstellung ist logisch aufgebaut – wie ich oben schon gesagt habe, es hängt alles zusammen. Im Online-, Content- und bzw. oder Social Media Marketing ist es am aller wichtigsten, seine Zielpersonen zu kennen, damit man für sie relevanten Content erstellen kann. Dieser Content wird üblicherweise über die sozialen Netzwerke verbreitet, so eben auch über Facebook.

Hier ist es bspw. von großem Vorteil zu wissen, dass die Interaktionsrate von Beiträgen mit Bildern 39% höher ist, als die von reinen Textbeiträgen. Weshalb man sich wirklich gut überlegen sollte, welches Bild man dort veröffentlicht. Ich vermute, jeder kennt das auch von sich selbst: einen Post mit einem interessanten Bild klickt man eher an, als einen ohne.

Hiermit haben wir schon die ersten drei Punkte von Andreas Weck bedacht. Danach kommen die Punkte ‚Fragen stellen‘ und ‚mit Emotionen arbeiten‘. Zwei Tipps, die ich schon und in vielen verschiedenen Beiträgen gelesen habe. Und die mich jedes Mal ins Grübeln bringen. Darum möchte ich darauf jetzt etwas detailierter eingehen.

Fragen stellen, um Diskussionen anzuregen

Bei diesem Punkt stellt sich mir immer folgende Frage: Wo und wie genau soll ich die Frage stellen? Dafür bieten sich zwei Möglichkeiten:

  1. Eine Facebook-Diskussion starten

    Heißt (in meinem Kopf): Eine Behauptung aufstellen und nach der Meinung der Fans fragen. Und zwar möglichst interessant, vielleicht sogar etwas reißerisch. So, dass Leser sich quasi verpflichtet fühlen einen Kommentar dazu abzugeben. Und, ohne einen Link zu einem eigenen Blogbeitrag.

    Diese Diskussion muss man als Initiator dann verfolgen und weiterhin daran teilnehmen. Und wenn man genug Input von den Fans bekommt, kann man das Ganze noch als eine Art Umfrage zusammenfassen und als neuen Beitrag veröffentlichen.

    In dem Fall geht man davon aus, dass die Fans ein gewisses Vorwissen zum Thema haben. Schließlich folgen sie Ihnen. Da kann man auch davon ausgehen, dass sie den ein oder anderen Beitrag schon gelesen haben.

  2. Den Artikel mit einer Frage ankündigen

    Hier ist der Inhalt des verlinkten Artikels die Informationsgrundlage. Die Frage soll Fans auf den Inhalt des Beitrages neugierig machen und sie zum Klicken und Lesen animieren.

    Da fängt die Fragerei bei mir aber schon wieder an:
    Möchte ich die Leser informieren und dann tatsächlich auch eine Antwort auf meine Frage erhalten?
    Oder gebe ich in meinem Artikel direkt die Antwort darauf?
    Und möchte ich dann auch eine Diskussion mit den Fans?
    Wenn ja, auf Facebook, oder über die Blog-Kommentare?
    Inwieweit unterscheidet sich eine Diskussion auf Facebook von einer über das Kommentarfeld zum Blogartikel? …

Im Endeffekt kommt es natürlich darauf an, wie Sie die Frage einsetzen möchten und was Sie damit verfolgen. Vielleicht sollte man es so sehen: Stehen Sie noch am Anfang einer regelmäßigen Interaktion mit Ihren Fans, dann stellen Sie die Frage, um auf Ihren Artikel aufmerksam zu machen.

Haben Sie eine Fangemeinde aufgebaut und können Ihre Interaktionsrate dauerhaft auf einem Level halten, dann können Sie auch versuchen eine reine Facebook-Diskussion zu starten. Diese setzt aber wirklich voraus, dass sich mehrere daran beteiligen und Sie nicht nur mit einem Ihrer Kontakte hin und her schreiben.

Mit Emotionen arbeiten

So seltsam es klingen mag, aber wenn man sich damit auseinander setzt, kommen (bei mir) auch folgende Fragen auf: Ist Neugierde eine Emotion? Wie viele Emotionen gibt es überhaupt? Die Antwort ist im Internet natürlich schnell gefunden: Der Mensch kennt nur 6 Gefühle: Neugier, Ekel, Freude, Angst, Ärger, Trauer.

Die nächste Frage ist dann vielleicht auch banal: Wie arbeite ich mit Emotionen?
Oder anders: Wie arbeite ich bei einem ‚abstrakten‘ Thema mit Emotionen?

Dass Menschen emotionale Wesen sind, brauchen wir hier wahrscheinlich nicht zu diskutieren. Und dass Videos von Tier-Rettungsaktionen oder kreativen Heiratsanträgen auf den sozialen Netzwerken zahlenmäßig durch die Decke gehen, wahrscheinlich auch nicht. Hier sind natürlich eine Menge Emotionen (oder auch nicht so viele, schließlich gibt es ja nur sechs 😉 ) im Spiel.

  • Neugierde erzeugen scheint am einfachsten zu sein. Allein schon dadurch, dass Sie Fragen stellen 😉 oder eine faszinierende Überschrift erstellen, kann den Leser neugierig machen und ihn zum Klicken verleiten.
  • Wie aber mache ich bspw. jemandem mit dem Thema Social Media Marketing Angst?
    ‚Mit dem Thema‘ ist die falsche Formulierung. Sie sollen den Leser ja nicht verschrecken. Hier sollen Sie mit der fear of missing out arbeiten, mit der Angst Ihrer Leser, dass sie etwas verpassen könnten, wenn sie Ihren Artikel nicht lesen.Ebenso können Sie mit Absicht eine Wissenslücke bei Ihren Lesern erzeugen (s. Punkt 6). Das fördert die Angst, dass sie etwas allgemein Bekanntes nicht wissen und demnach Ihre Inhalte lesen möchten, um einer Entblößung zu entgehen.
  • Ich wage aber zu behaupten, dass Sie nicht versuchen sollten, Ihre Leser zu verärgern oder sie dazu bringen sollten, sich zu ekeln.
  • Auch mit der Trauer ist es so eine Sache. Wenn Sie bspw. einleiten mit ‚Traurig aber wahr: Es werden immer noch unmengen unprofessionelle E-Mails geschrieben‘, dann ist die Tatsache, dass das passiert zwar traurig, aber beim Leser regt sich da eher Angst, dass er zu denjenigen gehört, die ’schlechte‘ E-Mails schreiben. Umso größer ist natürlich später die Freude des Lesers, wenn er feststellt, dass er die Fehler in den Mails nicht macht.

Viele Tipps und ‚Anleitungen‘ die man im Netz findet, sind auf Englisch. Und der Großteil dieser Autoren kommt aus den USA. Im Gegensatz zu Amerikanern würde ich Deutsche, was diese ‚Gefühlssache‘ angeht, als eher reserviert bezeichnen. Superlative und Übertreibungen mögen in den USA gut ankommen, aber hier sollte man mit seinen Formulierungen und der Intensität der Gefühle dann doch etwas sparsamer umgehen.

Jetzt habe ich Angst und bin neugierig, was Sie über meinen Artikel denken. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihre Meinung im Kommentarfeld hinterlassen würden. Sollten Sie das nicht tun, werde ich traurig und später ärgere ich mich vielleicht, dass ich mir so viel Mühe gegeben habe, Fragen zu stellen und einen Artikel zu schreiben, um eine Diskussion anzuregen, die dann nicht stattfindet.
Nur den Ekel, den kann ich nicht unterbringen 😉

Wo genau die sozialen Netzwerke im Inbound Content Marketing eine Rolle spielen, und wie es danach weitergehen sollte, erfahren Sie in unserem kostenfreien White Paper.







Wie verstehen Sie das mit den Fragen und den Emotionen auf Facebook? Haben Sie noch andere Tipps zu dem Thema?

Das könnte Sie auch interessieren:

Vanessa DincklageSocial Media Marketing mit Facebook, ganz einfach – aber wie genau?
Teile diesen Artikel

Diskutiere mit