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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Planlos geht’s gar nicht! – Themenplan, Redaktionsplan, Produktionsplan [Blogparade]

In unserem Beitrag zur Blogparade von Mirko Lange, beschäftigen wir uns mit der Frage, ob man einen Redaktionsplan für seinen Unternehmensblog benötigt.
Auf seinem Unternehmensblog möchte man natürlich – und logischerweise – über die Themen bloggen, mit der man sich im Unternehmen beschäftigt. Wie wir alle wissen, ist ein Unternehmensblog ein Kommunikationskanal, der auf lange Sicht hin angelegt wird. Und nicht nur für ein paar Monate, weil man grade so viele Ideen für Artikel hat.

Es geht darum Interessierten relevante Informationen zu bieten und sie so im Endeffekt mit dem eigenen Unternehmen bekannt zu machen. Diese Informationen bzw. die Themen, die dahinter stecken, fallen aber (leider) nicht einfach so vom Himmel. Man muss sich auch vorher schon ein paar Gedanken machen – planen – damit man nicht irgendwann ideenlos dasteht.

Die Frage ist nur, wann man was für einen Plan benötigt. Und genau das möchte auch Mirko Lange mit seiner Blogparade: Themenplan, Redaktionsplan, Produktionsplan. Wann braucht man was wofür beim Content Marketing? herausfinden. Gerne steuere ich meine Gedanken dazu bei.

Ohne Plan geht es gar nicht – Punkt

Es muss wenigstens eine Person geben, die den Überblick über alle Inhalte hat, egal ob geplant, in Arbeit oder nur als Idee vorhanden. Und da diese Person die meiste Zeit mit der Planung zu tun haben wird, sollte sie bei der Auswahl der Planungsart und des Planungstools die stärkste Stimme haben. Ob Jahreskalender, Excel-Tabelle oder Online-Tool, sie muss mit dem Medium zurecht kommen – für alle anderen reicht eine einfache Übersicht, wann was geplant ist.

Aber, halt! Ich bin gedanklich schon viel zu weit. Welchen Plan braucht man denn nun?

Auf jeden Fall und am besten von Anfang an einen Redaktionsplan. Warum? Weil, nach meinem Verständnis und meiner Erfahrung, in diesem Plan alles zusammenläuft, auch die Themen- und Produktionsplanung.

Am einfachsten lässt sich das wahrscheinlich mit einem kleinen Beispiel erklären:

Der Idealplan für unseren Blog sieht folgendermaßen aus: montags, mittwochs und freitags wird ein Blogbeitrag veröffentlicht. Für die Beiträge montags und freitags, sowie einen monatlichen Mittwochsbeitrag bin ich verantwortlich. Die restlichen Beiträge für mittwochs werden auf die Kollegen aufgeteilt. (Dementsprechend werden die Artikel natürlich auf den sozialen Netzwerken verbreitet etc.)

Konkrete Artikel-Ideen und allgemeine Themen sammeln wir in unserem wöchentlichen Meeting. Ebenso schauen wir uns dafür die Zahlen vom Vormonat an – jetzt zum Jahresbeginn entsprechend natürlich auch die Zahlen aus dem gesamten letzten Jahr.

In diesem Meeting werden auch (mindestens zwei Wochen im Voraus) direkt Themen verteilt, sodass der Beitrags-Plan für den nächsten Monat steht. Das bedeutet auch, dass alle Autoren diesen kennen und dass sie sofort anfangen können zu arbeiten, spätestens aber zwei Tage vor dem geplanten Veröffentlichungstermin fertig sein müssen, damit noch genug Zeit bleibt den Text Korrektur zu lesen und Änderungen vorzunehmen.

All das halten wir in unserem Redaktionsplan fest: wer, wann, was zu schreiben hat, welche Themen es in Zukunft geben könnte, geben soll oder geben wird und welcher Artikel als Serie regelmäßig erscheinen sollen etc..

Themen- und Produktionsplan

Für sich alleine betrachtet bedeutet ein Produktionsplan nur der Zeitplan, also die Routine, die hinter jedem Artikel steckt. Ab dem Zeitpunkt der Zuteilung eines Themas hat der Autor Zeit sich genauer mit dem Stoff auseinander zu setzen und seinen Artikel zu verfassen. Spätestens zwei Tage vorher (das gilt jetzt für unseren Blog, im Endeffekt muss das natürlich jeder selber wissen), sollte der Artikel aber zur Korrektur vorliegen. Und weil das für jeden Beitrag so laufen soll, sollte es irgendwann in Fleisch und Blut der Autoren übergegangen sein.

Um ganz sicher zu gehen, dass der Termin auch eingehalten wird, frage ich immer eine Woche vorher und dann nochmal zwei Tage später nach, ob der Beitrag auch fertig wird, um im Notfall rechtzeitig reagieren und einen anderen Artikel einplanen zu können.

Beim Themenplan sieht es etwas anders aus. Er sollte (zumindest einen groben) Überblick über das bilden, worüber man in der nächsten Zeit berichten möchte. Die Zeitspanne, die hier bedacht wird, muss jeder selbst für sein Team und sein Unternehmens festlegen. Wir haben unseren groben Themenplan für 2015 in unserem ersten Blogartikel für dieses Jahr veröffentlicht und haben uns dabei auf unsere fünf beliebtesten Artikel bezogen, bzw. die Themen daraus entwickelt.

‚Grober Überblick‘ und ‚grober Themenplan‘, warum ist alles was die Themen betrifft grob und nicht schon komplett durchdacht? – Weil sich immer alles ändern kann.
Darum habe ich auch oben ‚Idealplan für unseren Blog‘ geschrieben. In der Theorie klingen solche Pläne ja immer wunderbar und einfach und logisch, aber in der Praxis ist das immer so eine Sache. Nicht nur, dass bei uns Autoren etwas dazwischen kommen kann (bspw. eine Blogparade 😉 ), auch das Interesse der Leser kann sich ändern und wenn man dann seine Themen schon bis ins kleinste Detail geplant hat, muss man alles wieder umschmeißen – den Frust kann man sich sparen.

Außerdem muss man nicht nur auf das Leseverhalten der Website-Besucher reagieren, sondern auch auf aktuelle Ereignisse in der Branche. Im Grunde genommen arbeitet man wie eine Zeitungsredaktion. Auch die hat ihre Rubriken und auch übergreifenden Themen. Die Artikelthemen selber werden aber sehr ad hoc entschieden und richten sich nach den aktuellen Tagesthemen.

Redaktionsplan

Laut Wikipedia ist es Aufgabe einer Redaktion, Informationen in eine zur Veröffentlichung geeignete Fassung zu bringen. Dementsprechend beinhaltet ein Redaktionsplan alles, was sich zu dieser Aufgabe festlegen, also planen, lässt. Man hat also ganz unfreiwillig, quasi automatisch, und entsprechend einen wahrscheinlich etwas unausgereiften Themen- und Produktionsplan, wenn man Informationen in einem Redaktionsplan festhält.

Vor allem bietet diese Planung eine gewisse Sicherheit, dass man regelmäßig Artikel veröffentlichen kann und seine Leser somit nicht enttäuscht. Der Plan muss aber auf der anderen Seite wieder so flexibel sein, dass auf unvorhersehbare Ereignisse eingegangen werden kann. Eine Art lockerer anpassungsfähiger Planung also.

Darum gibt es auch so viele verschiedene Möglichkeiten einen Redaktionsplan zu führen. Zum einen müssen die Beteiligten damit zurecht kommen, vor allem der Hauptverantwortliche, und zum anderen muss er sich bei Änderungen anpassen lassen.

In jedem Fall sollte man für einen Unternehmensblog einen Plan haben – zumindest einen groben. Sonst kann es passieren, dass man irgendwann ohne Beitrag dasteht und wenn das öfter passiert, ist das sicherlich nicht förderlich für das Bild, welches das Unternehmen insgesamt vermitteln will.

 

 

Mit unserem Excel Redaktionsplan ganz einfach Ihre Blogartikel planen.

Vanessa DincklagePlanlos geht’s gar nicht! – Themenplan, Redaktionsplan, Produktionsplan [Blogparade]
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