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Canva im Test – 7 Tipps zur Erstellung von Abbildungen für Ihren Blog

Mit Canva kinderleicht einheitliche Abbildungen für Ihren Unternehmensblog erstellen.
Das letzte Mal haben wir Möglichkeiten vorgestellt, einheitliche Abbildungen für den Unternehmensblog mit kosten- und lizenzfreien Fotos oder Grafiken zu erstellen. Beide Varianten sind relativ einfach, können aber unter Umständen länger dauern. Schließlich muss man die Fotos erst einmal finden.

Auch wir haben zu Anfang für unseren Content oft nach Bildern gesucht. Die gängigen Portale nach passendem Bildmaterial durchforstet. Und am Ende haben wir das genommen, was am besten gepasst hat – was nicht heißen soll, dass wir die Abbildung perfekt fanden.

Abbildungen selber erstellen

Dann habe ich einen Artikel gelesen, in dem Tools vorgestellt wurden, mit denen man selbst Abbildungen erstellen kann. Aus dem Bauch heraus habe ich Canva als Testobjekt ausgewählt – unter anderem, weil man es kostenfrei nutzen kann. Da ich aber keine ausgebildete Designerin bin, war ich zu Anfang etwas skeptisch, ob man auch als Laie eine ordentliche Gestaltung hinbekommen kann. Und auch, ob das Tool einen dabei unterstützt.

Der Test ist jetzt schon etwas länger her und wie meine Bewertung ausgefallen ist, erfahren Sie weiter unten. Hier erstmal das, was mir beim Arbeiten mit dem Tool aufgefallen ist, in Form von Tipps:

  1. Tipp: Abbildungsgröße selbst einstellen

    Nach der Registrierung landet man auf der Startseite, auf der viele voreingestellte Abbildungsgrößen angeboten werden. Sie sind sogar nach dem jeweiligen sozialen Netzwerk sortiert bzw. benannt, sodass man sich keine Gedanken machen muss, in welcher Größe man arbeiten muss.

    Mir waren die voreingestellten Größen allerdings zu groß. Auf unserm Blog haben wir auch schon vorher meist das Maß 300×300 Pixel genutzt. Bei Canva habe ich das so leider nicht gefunden, aber nach längerem Suchen – ich finde den Hinweis wirklich sehr klein – habe ich endlich die Möglichkeit entdeckt eigene Formate zu erstellen (s. Bild).

    Aber Achtung: Sobald die Größe einmal ausgewählt ist, lässt sich während der Bearbeitung nichts mehr daran ändern.

  2. Einheitliche Abbildungen für den Unternehmensblog erstellen festigt den Expertenstatus. Mit Canva kann man sie selbst erstellen.

    Screenshot canva.com

  3. Tipp: Ansicht der Leinwand anpassen

    Bei größeren Formaten zoomt Canva automatisch heraus, sodass man die gesamte Leinwand (engl. canvas = Leinwand) sehen kann. Zur allgemeinen Icon-Platzierung ist das sehr angenehm.

    Will man aber etwas ganz genau ausrichten, wird es bei größeren Formaten schwierig. Die Möglichkeit den Zoomfaktor zu ändern habe ich erst nach mehreren Designs gefunden. Die Buttons befinden sich unten links in der Ecke, hier kann man den Zoomfaktor auch über 100% hinaus vergrößern – wenn man ganz genau hinschauen möchte.

  4. Tipp: Es gibt immer ein kostenfreies Icon

    Unter dem Reiter ‚Search‘ gibt es 20 Kategorien. Öffnet man eine dieser Kategorien, werden zuerst kostenfreie Icons angezeigt. Sie sind jeweils rechts in der Ecke mit dem Tag ‚free‘ gekennzeichnet.

    Sollte man aber nicht wissen, unter welche Kategorie das gewünschte Icon fällt, kann man die Suchfunktion benutzen. Da Canva ein englisches Tool ist, kann man hier seine Vokabelkenntnisse unter Beweis stellen 😉

    Meistens werden erst kostenpflichtige Icons oder Bilder angezeigt. Die kostenfreien kommen etwas weiter unten. Also nicht aufgeben und weiter scrollen!

    Sollte das perfekte Icon doch nicht dabei sein, kann man immer noch ein ähnliches nehmen und zweckentfremden, nur teilweise ins Bild setzen oder die Transparenz verringern.

  5. Tipp: Bei der Größe der Schriftart aufpassen

    Bezüglich der Schriftart hat Canva eine Eigenart: Die Größe der Schrift ergibt sich immer im Verhältnis zur Größe der Leinwand.

    Bei einer Abbildung von 300×300 Pixeln und einer von 1400×1400, ist Schriftgröße 16 also KEINESFALLS gleich groß, wie man auf der Abbildung hier sieht.

    Die Schriftgrößen bei Canva variieren je nach größe der Leinwand.

    Schriftgröße 16 bei 300×300 & 1400×1400 Pixeln

  6. Tipp: Speichern mit Trick

    Die Abbildungen werden während man arbeitet automatisch gespeichert. Das sieht man daran, dass in der oberen rechten Ecke nach jedem Arbeitsschritt ‚Saving…‘ und ‚Saved‘ erscheint. Ab und an stockt die Anwendung allerdings ein wenig, sodass Änderungen leicht verzögert angezeigt werden. Auch das Speichern hält manchmal inne.

    Da es keinen richtigen Speicher-Button gibt, muss man sich eines kleinen Tricks bedienen, um sicher zu gehen, dass die Arbeit auch wirklich gespeichert ist: Einfach links oben auf das Canva-Logo klicken.

    Wurden die Änderungen nicht gespeichert, erscheint ein Fenster mit dem Hinweis, dass Änderungen verlorengehen könnten, wenn die Seite verlassen wird. Hier einfach auf der Seite bleiben und auf die rechte obere Ecke achten. Nachdem das Warn-Fenster aufgetaucht ist, setzt der Speichervorgang ein. Das Fenster erscheint nicht, wenn der letzte Arbeitsschritt schon gespeichert wurde.

  7. Tipp: Die Vorschaufunktion nutzen

    Oben rechts gibt es den ‚Share‘-Button. Hier kann man die Abbildung über Social Media verbreiten oder aber denk Link zum Entwurf kopieren und seinen Kollegen schicken.

    Solange keiner Ihrer Kollegen einen Account bei Canva hat, können sie den Entwurf nur ansehen, nicht aber bearbeiten – viele Köche verderben ja bekanntlich auch den Brei. Zur Absprache aber auf jeden Fall sehr praktisch.

  8. Tipp: Tutorials mitmachen

    Ein ziemlich banaler Tipp, aber die Tutorials von Canva sind so schön, weil sie zum Mitmachen entwickelt wurden. Über eine Präsentation wird der Bildschirm in zwei Hälften aufgeteilt.

    Links wird das Endergebnis gezeigt und beschrieben, wie man es machen soll. Rechts ist eine leicht verfälschte Variante der linken Abbildung zu sehen, die man der Beschreibung nach anpassen soll. Einfach auf der Homepage ‚Design School‘ auswählen, Tutorial aussuchen und learning by doing.

    Ich muss zugeben, ich habe erst ein bisschen herumprobiert und auch einige Abbildungen fertiggestellt, bevor ich mir dann ein paar Tutorials angesehen habe. Es hat auch so funktioniert, aber hätte ich vorher einmal nachgeschaut, wäre es vielleicht schneller gegangen. (Ich lese mir aber auch nie Bedienungsanleitungen durch – klappt auch irgendwie immer so 😉 )

Canva als Tool zur Abbildungserstellung

Was hat mir bzw. gefällt mir also besonders gut an der Arbeit mit diesem Tool?

  • Alles ist einfach und intuitiv zu bedienen.
  • Selbst die kleinsten Tipps in den Tutorials sind wirklich hilfreich.
  • Die meisten der kostenfreien Icons kann man farblich an den Stil seiner Corporate Identity anpassen, sodass auch über die Abbildungen der Wiedererkennungswert steigt.
  • Besonders gut gefällt mir auch die Vorschaufunktion. So muss man die Abbildung nicht herunterladen, an alle herumschicken und Speicherplatz verwenden, sondern es kann in der Gruppe darüber gesprochen werden und die Änderungen danach umgesetzt werden.
  • Schade ist allerdings, dass

  • es keinen Speicher-Button gibt und man nicht selbst festlegen kann, ob gespeichert werden soll oder nicht.
  • das Programm viele Schriftarten bietet, die für kreative Zwecke wunderbar sind, aber nicht unbedingt den ‚Standard‘-Schriftarten entsprechen. Möchte man auch die Schrift an den Stil der Corporate Identity anpassen, so gibt es nur die Möglichkeit eine ähnliche Schrift auszuwählen. Eine eigene kann man leider nicht hochladen.
    Auch die Anpassung der Schriftgröße an die Größe der Leinwand behindert je nach Format ein wenig die Arbeit.

Alles in allem ist Canva aber ein wirklich tolles Toll zur Erstellung von Abbildungen.

[Update:] Inzwischen gibt es nicht nur die Möglichkeit Designs auf Knopfdruck hin zu speichern und gespeicherte Schritte bis zu einem gewissen Grad rückgängig zu machen. Das Tool gibt es jetzt auch auf Deutsch! Nicht, dass es vorher mit der Bedienung nicht geklappt hätte; aber jetzt gibt es eben die Möglichkeit unter den Kontoeinstellungen verschiedene Sprachen auszuwählen. Neben Deutsch sind auch Französich, Spanisch, Portugiesisch, Polnisch, Italienisch und Indonesisch dazu gekommen.

Das nächste Level

Wen der Ehrgeiz gepackt hat und für den dadurch eine einfache Abbildung nicht mehr genug ist, der kann sich auch an Infografiken versuchen. Grundsätzlich ist das natürlich möglich, braucht man dann aber doch mehr Platz als ursprünglich gedacht – z.B. weil die Schrift sich nicht noch weiter verkleinern lässt – kann das Format nicht mehr geändert werden.

Es besteht höchstens die Möglichkeit eine weitere Seite zu eröffnen und beide später in einem Bildbearbeitungsprogramm zusammenzufügen. Lars Budde hat eine Liste mit Tools zur Erstellung von Infografiken zusammengestellt – darin wird es vermutlich etwas einfacher funktionieren.

Die Abbildungen, die Sie erstellen (werden), sind ein zentraler Bestandteil eines jeden Artikels Ihres Unternehmensblogs. Auch beim Bloggen gibt es Vieles, das Sie beachten sollten, damit Sie über ihn Ihren Status in der Branche festigen können. Was Sie beim Bloggen allerdings außer Acht lassen können bzw. NICHT tun sollten, erfahren Sie in unserem kostenfreien E-Book.








Haben Sie schon mit Canva gearbeitet und noch weitere nützliche Tipps, die wir vergessen haben? Oder arbeiten Sie vielleicht mit einem ganz anderen Tool, das genau so einfach funktioniert?

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2 Kommentare

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  • Andrea - 10. August 2016 Antworten

    Hallo, sehr schönes Tool, da kann man gar nicht aufhören, neue Grafiken zu erstellen. Bei einer Fragen sind wir uns noch nicht so ganz sicher … es ist kostenlos nutzbar, aber dürfen die Grafiken auch kommerziell am Ende z.B. in Social Media / Blog genutzt werden? Wo ist der Haken?

    Vanessa Dincklage - 10. August 2016 Antworten

    Hallo Andrea,
    es freut uns, dass Ihnen die Arbeit mit Canva gefällt. Wir selbst haben auch etliche Grafiken mit dem Tool erstellt und für unseren Blog und die Social Media Kanäle genutzt. Auf diesen Kanälen fallen sie bei uns unter die redaktionelle Nutzung, ich vermute, das wird bei Ihnen auch der Fall sein.
    Der Haken, wenn Sie ihn so nennen wollen, ist, dass Sie in der kostenfreien Version nicht alle Funktionen des Tools nutzen können. Die kostenfreien Funktionen haben uns aber immer gereicht, weshalb für uns ein Update auf „Canva at work“ unnötig war.
    Einen anderen Haken haben wir nach eingehender Prüfung nicht finden können.

    Viele Grüße
    Vanessa Dincklage

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