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Aufbau einer Hashtag-Kampagne

Mit einer Hashtag-Kampagne können Sie die Meinung Ihrer Kontakte sammeln, Customer Content anregen uvm.
Wenn man seine Kontakte und Follower zu mehr als nur einem Like oder Retweet auffordern möchte, dann eignet sich eine Hashtag-Kampagne besonders gut. Schließlich wünscht sich doch jeder mehr Interaktion auf seinen Social Media Kanälen, oder etwa nicht?

Was ist eine Hashtag-Kampagne?

Unter einer Hashtag-Kampagne versteht man die Prägung eines Hashtags für sich selbst bzw. für sein Unternehmen. Oder für ein Thema, von dem man selbst Initiator ist.

Mit einer solchen Kampagne kann man bspw. nach der Meinung seiner Follower und Kontakte fragen, ihnen eine Aufgabe stellen oder ein Gewinnspiel ankündigen. Die Ergebnisse können über Ihr Hashtag einfach gesammelt werden, sodass eine Übersicht schnell erstellt und leicht auszuwerten ist.

Ankündigung der Hashtag-Kampagne

Wozu auch immer Sie das Hashtag nutzen wollen: eine Studie, Customer Content oder einfach nur, um die Meinung Ihrer Kontakte herauszufinden, Sie müssen zuerst einmal erklären, wozu es in der Zukunft dienen soll. Schreiben Sie einen Blogpost über Ihre Kampagne oder richten Sie eine Landing Page ein. Interessierte sollten auf jeden Fall eine Anlaufstelle haben, wenn sie mehr über die Hintergründe herausfinden wollen.

  • Ein Blogpost bietet Ihnen die Möglichkeit Ihre Idee ausführlich zu beschreiben. Eine ausführliche Beschreibung könnte aber auch das Interesse eines Lesers mindern – schließlich wirkt eine lange Beschreibung, als sei Ihr Anliegen kompliziert. Ein Vorteil ist allerdings, dass Leser direkt das Kommentarfeld nutzen können, um auf Ihr Anliegen zu reagieren. Die Frage ist nur, ob Sie das wirklich wollen, oder ob Ihnen eine Beteiligung auf den Social Media Kanälen lieber ist – damit Ihre Kampagne eine größere Reichweite erhält.
  • Richten Sie eine Landing Page ein, können Sie die Idee Ihrer Kampagne kurz und knapp beschreiben. Schließlich soll der Leser alle Informationen auf einen Blick erfassen können, ohne dabei scrollen zu müssen. (Das könnten Sie bei einem Blogpost theoretisch auch, aber mal ganz ehrlich, wie wahrscheinlich ist es, dass Ihr Artikel nur ein paar Sätze lang wird? 😉 ) Stellen Sie in jedem Fall Social Sharing Buttons zur Verfügung. So kann ein Leser Ihre Idee verbreiten, auch wenn er sich selbst nicht daran beteiligen möchte. Sollte er beides tun, ist das natürlich noch besser.

Ist Ihre Ankündigung soweit fertig, sollten Sie sie noch nicht veröffentlichen, sondern das gewünschte Hashtag sorgfältig auswählen und überprüfen. Sobald Sie das getan haben, können Sie es schon nutzen, wenn Sie Ihre Ankündigung veröffentlichen und über die Sozialen Netzwerke verbreiten.

Wahl des Hashtags

  1. Bei Hashtags liegt die Würze in der Kürze. Es geht schließlich darum, dass es einprägsam ist. Machen Sie es nach Möglichkeit nicht länger als zwei oder drei Worte. Sonderzeichen sollten Sie ganz raus lassen.

  2. Es gibt schon so viele, dass man gut aufpassen sollte, nicht schon ein besetztes zu nehmen. Das führt nicht nur zu Verwirrung, sondern auch sehr wahrscheinlich zu Ärger mit dem ursprünglichen Nutzer bzw. Initiator.

    Sammeln Sie am besten erst einmal ein paar Ideen und überprüfen Sie sie dann nacheinander. Was bringt es Ihnen, wenn Sie stundenlang überlegen, dann das ‚perfekte‘ Hashtag für sich festlegen und es am Ende schon vergeben ist?

  3. Überlegen Sie auch vorher, ob Sie mit Ihrem Hashtag nur nationale oder auch internationale Kontakte erreichen wollen. Das ändert nicht nur die Sprache in der Sie es nutzen, sondern beeinflusst dementsprechend auch Ihre Ankündigung.

Sollten Sie am Ende mehrere zur Auswahl haben, die noch frei sind, können Sie immer noch entscheiden, welches am besten passt. Diese Infografik kann Ihnen dabei helfen. Aber Vorsicht – die digitale Welt ist unglaublich schnell, bevor Sie also Blogposts oder Landig Pages mit Ihrem Hashtag veröffentlichen, überprüfen Sie noch ein letztes Mal, ob Ihnen nicht doch schon jemand anderes zuvor gekommen ist.

Wichtig: Das Hashtag ist sozusagen ’nur‘ der Überbegriff, unter dem man alle Aktionen der Kampagne zusammenfassen kann – sowohl Ihre Veröffentlichungen, als auch Rückmeldungen von Lesern. Nur ein gutes Hashtag zu entwickeln reicht nicht aus, auch die Idee dahinter und die Umsetzung müssen stimmen.

Laufzeit festlegen

Je nach Thema sollten Sie die Zeit begrenzen, in der sich Ihre Leser beteiligen können. Nennen Sie diesen Zeitraum in Ihrer Ankündigung ganz deutlich. Sie können über die Social Media Kanäle auch einen Countdown starten und Interessierten so eine Art Dringlichkeit vermitteln ’noch schnell‘ mitmachen zu müssen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie es kommunizieren, wenn ein Ende festgelegt ist. Das gilt zum Beispiel, wenn Sie Daten für eine Studie sammeln. In dieser Laufzeit sollten Sie das Hashtag vermehrt nutzen, damit Sie auch genug Rückmeldungen erhalten.

Sollten Sie über Ihre Hashtag-Kampagne allgemein Fragen oder Meinungen sammeln wollen, sollten Sie keine offizielle Laufzeit festlegen. Es reicht, wenn Sie intern wissen, dass Ihre Kampagne nach ein paar Monaten oder vielleicht nach einem Jahr beendet ist. Hier sollten Sie das Hashtag selbst beständig nutzen, um Ihre Kontakte und Follower daran zu erinnern. Aber übertreiben Sie es nicht, sonst besteht die Gefahr, dass regelmäßige Leser sich von Ihnen abwenden, weil sie sich zugespamt fühlen. Sobald das Ende naht, sollten Sie es Ihren Followern aber trotzdem mitteilen.

Netzwerkübergreifend arbeiten

Wenn sie auch hauptsächlich auf Twitter genutzt werden, so können Sie Hashtags auch auf anderen Kanälen verbreiten. Nutzen Sie alle aus, die Ihnen zur Verfügung stehen.

Sie können auch einen Hinweis in Ihre E-Mail-Signatur einbauen und von dort auf Ihre Ankündigung verlinken. Denken Sie aber daran den Hinweis wieder zu entfernen, sobald Ihre Hashtag-Kampagne ausgelaufen ist.

Nach Ablauf der Kampagne sollten Sie sich in jedem Fall bei allen bedanken, die sich beteiligt haben. Das Veröffentlichen der Ergebnisse ist nach einer solchen Kampagne natürlich unabdingbar. Nutzen Sie auch hier wieder das Hashtag, um die Aktion abzurunden.

Aufmerksamkeit erregen

Wie wunderbar wäre es wohl, wenn Sie jeden Ihrer Kontakte persönlich anschreiben könnten, damit er sich als etwas besonderes fühlt?! Vermutlich würden Sie Ihren Traffic oder die Interaktion erheblich steigern können, schließlich ist Personalisierung darum so erfolgreich, weil sie dem Empfänger ein Gefühl von Kontrolle gibt. Der Workload ist allerdings schier unvorstellbar und auch überhaupt nicht umsetzbar!

Das Gefühl von Kontrolle können Sie Ihren Followern und Freunden allerdings trotzdem vermitteln. Schreiben bzw. fragen Sie nicht einfach nur: ‚Was meinen Sie?‘ Versuchen Sie Wendungen zu nutzen, die dem Leser verdeutlichen, dass er etwas ändern kann, wie bspw.: ‚Bestimmen Sie, was wir schreiben‘ oder ‚Ihre Meinung ändert unsere Inhalte‘.

Das Ganze darf natürlich nicht zu aufgesetzt klingen. Sollte die eine Formulierung nicht so gut funktionieren, dann können Sie sie immernoch anpassen. Sie haben schließlich ein paar Tage Zeit dafür.

 

 

Im Social Media Marketing sollte man vor allem was die Nutzung von Bildern angeht aufpassen, welche Gesetze da greifen könnten.

 

 

Haben Sie schon einmal eine Hashtag-Kampagne gestartet? Was sollte man dabei noch beachten?

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