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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

So verbessern Sie die Page Performance Ihrer Blogposts

Indem Sie Ihre alten Blogposts optimieren, können Sie das Besuchererlebnis sowie Ihr Ranking und Ihre Lead Generation verbessern.
Seien wir doch ‚mal ganz ehrlich: Sobald man einen neuen Post veröffentlicht und über’s Social Web verbreitet hat, macht man damit nicht mehr viel. Er ist da und kann über Ihre Keywords gefunden werden. Das wird er auch, die meiste Aufmerksamkeit wird er aber wahrscheinlich direkt zu Beginn bekommen. Und in dem Zeitraum wird er auch die meisten Leads generieren. Schließlich haben Sie ihn frisch auf den sozialen Netzwerken beworben. Aber diese gute Page Performance wird im Laufe der Zeit abnehmen. Sie veröffentlichen ja ‚am laufenden Band‘ neue Artikel und machen Ihre Kontakte darauf aufmerksam.

Damit meine ich natürlich nicht, dass nur alte Artikel schlechte Click-Rates in Bezug auf die Calls-to-Action haben können. Auch bei neuen Posts kann es sein, dass Sie bei den Zielpersonen nicht gut ankommen. Ob nun neu oder alt, Sie sollten auf jeden Fall regelmäßig prüfen welche Artikel optimiert werden können. Die Fragen, die Sie sich hier stellen sollten, sind:

  1. Wie oft wurde ein bestimmter Artikel gelesen?

    Achten Sie hier auf das Verhältnis zwischen der Zeit, die er schon online ist und der Anzahl der Views. Haben Sie Ihren Artikel erst vor zwei Tagen veröffentlicht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er noch nicht so viele Views generiert hat, wie einer, der schon seit mehreren Monaten online ist. Es kann natürlich auch anders laufen, je nachdem wie gefragt das Thema zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist.

  2. Wie hoch ist die Click-Rate der Calls-to-Action?

    Hier ist das Verhältnis zwischen Zeit, Anzahl der Views und Click-Rate der Calls-to-Action relevant. Ist Ihr Post bspw. schon ein Jahr online, die Click-Rate liegt aber nur bei 1%? Eine gute Performance ist das sicher nicht.

Halten Sie diese Überlegungen im Hinterkopf, wenn Sie die Daten Ihrer Artikel ansehen.

Ihr Content Management System sollte Ihnen die Möglichkeit bieten die Page Performance Ihrer Seiten anzuzeigen und auf die Blogartikel einzuschränken. Exportieren Sie die Daten am besten in eine Excel-Tabelle, damit Sie sie in verschiedene Listen einteilen können. Um jetzt zu überprüfen, ob Ihre Seiten optimiert werden sollten, sollten Sie die Daten in drei Gruppen aufteilen:

  1. Gruppe: Kuratierte Inhalte

    Wenn Sie auf Ihrem Blog Artikel veröffentlichen, in denen Sie Inhalte kuratieren, dann sollten Sie für sie ein extra Tabellenblatt anlegen oder löschen. Schließlich sind diese keine originalen Inhalte von Ihnen, sodass Sie sie kaum verbessern können. Und auch die Calls-to-Action führen in der Regel ja nicht auf Ihre eigenen Seiten. Die Click-Rate bringt Ihnen also relativ wenig.

  2. Gruppe: Viele Views und hohe Click-Rate

    ‚Viel‘ und ‚hoch‘ liegen hier natürlich im Auge des Betrachters. Liegt Ihre Click-Rate durchschnittlich bei 5%, dann sind 7% vergleichsmäßig hoch. Ebenso sieht es bei der Anzahl der Views aus. Sie wissen selbst am besten, was für Ihre Seiten ‚viel‘ und ‚hoch‘ bedeutet. Diese Artikel bzw. Seiten packen Sie auf ein weiteres Tabellenblatt, da sie schon zu den besseren zählen, können Sie sie aus der Optimierung erstmal ausschließen.

  3. Gruppe: Viele Views, aber keine Klicks

    Auf diesen Seiten gibt es offenbar noch Verbesserungspotential, also sollten Sie dieser Gruppe die meiste Aufmerksamkeit schenken. Jetzt fängt die Kleinarbeit an. Jeder Artikel muss einzeln angeschaut und nach Möglichkeit optimiert werden. Was Sie sich genauer ansehen sollten, steht im nächsten Absatz.

Optimieren schon veröffentlichter Blogartikel

Sie werden sehr wahrscheinlich bemerken, dass Sie besonders an den alten Artikeln etwas tun können. Aber auch neue Artikel nach ein paar Wochen noch einmal anzusehen kann nicht schaden. Diese Dinge sollten Sie überprüfen:

Ist Ihre Überschrift ansprechend?

Vielleicht hat sie Ihnen damals wirklich gut gefallen, als Sie auf ‚veröffentlichen‘ geklickt haben. Vielleicht finden Sie eine andere Formulierung heute aber besser. Die Überschrift ist immerhin das erste, was von Ihrem Post wahrgenommen wird. Wenn Ihnen etwas passenderes einfällt, tauschen Sie es aus.

Wie sieht das Bild aus?

Gibt es überhaupt eines, oder hat sich inzwischen der Stil Ihrer Bilder geändert (bspw. durch ein neues Tool)? Dann sollten Sie überlegen, ob es zu schaffen ist die alten Bilder gegen neu erstellte auszutauschen. Das ist einfacher, wenn Sie noch nicht so viele Artikel veröffentlicht haben. Bloggen Sie schon seit einigen Jahren regelmäßig und möchten den Stil aller Bilder umstellen, sollten Sie versuchen die Umstellung an einem Tag zu erledigen. Kündigen Sie sie auch in einem kurzen Post an, damit Ihre Leser nicht verwirrt sind, wenn sie auf einmal verändert sind.

Ist in dem Artikel ein Call-to-Action integriert?

  • Wenn nein, fügen Sie einen ein!
    So kann natürlich überhaupt keine Click-Rate entstehen! Es kann ja mal passieren, dass bei der Korrektur der Call-to-Action vergessen wird, alles kein Problem. Erstellen Sie mindestens einen optimalen Call-to-Action, der auf ein inhaltlich passendes Angebot verweist und fügen Sie ihn hinzu. Bei der nächsten Überprüfung können Sie schauen, wie er sich gemacht hat und im Notfall noch einmal ausbessern.
  • Wenn ja, passt das Angebot inhaltlich zum Artikel?
    Vielleicht gab es zu dem Zeitpunkt, als Sie den Post veröffentlicht haben noch kein wirklich passendes Angebot. Also haben Sie versucht die Überleitung irgendwie hinzubekommen und eines anzubieten, dass nur am Rande zum Thema passte – verständlich. Sollten seit der Veröffentlichung neue Angebote fertig geworden sein, schauen Sie nach, ob es inzwischen eines gibt, das besser passt und tauschen sie den Call-to-Action aus.

Sind Calls-to-Action innerhalb des Textes als Ankertext formuliert?

Verlinken Sie innerhalb Ihres Artikels auf eine Ihrer anderen Seiten, sollten Sie versuchen dabei die Keywords zu nutzen, die die Seite ausmachen. Vermeiden Sie wenn möglich Verlinkungen auf dem Wort ‚hier‘. Ankertexte zeigen Suchmaschinen direkt, worum es auf der verlinkten Seite geht. Stimmen Verlinkung und Keywords überein, wird der Link höher bewertet. Einen Call-to-Action auf dem Wort ‚hier‘ könnte als Spam gewertet werden.

Haben Sie auf andere eigene Artikel verlinkt?

Das ist eine sehr gute Chance den Aufenthalt eines Interessierten auf Ihrer Website zu verlängern. Wird in dem Artikel ein Thema angesprochen, über das Sie schon einen separaten Artikel geschrieben haben, dann verlinken Sie darauf. Und machen Sie das Ganze als Ankertext (s.o.) 😉 Je nachdem was für Posts Sie schon veröffentlicht haben, ist es besonders gut, wenn Sie in einem neueren auf einen älteren verweisen können. So können Sie versuchen die allgemeine Sichtbarkeit des älteren etwas zu verbessern.

Wie sehen die älteren Button Calls-to-Action aus?

Ähnlich wie bei den Bildern, sollten Sie Ihre Button vereiheitlichen. Mit dem kleinen Unterschied, dass Sie es hier in jedem Fall tun sollten. Erstellen Sie Ihre Calls-to-Action innerhalb eines Content Management Systems, ist das schnell durch das Austauschen der alten mit der neuen Darstellung in der Calls-to-Action-Verwaltung getan. Erstellen Sie sie jedoch einzeln und passen Sie sie vielleicht noch ein wenig dem Artikel an, dauert das Unterfangen wieder länger. Lassen Sie sich zur Vorbereitung genug Zeit, ändern Sie die Abbildungen aber möglichst an einem Tag.

Auch die 2. Gruppe von Bloposts können Sie im Hinblick auf diese Verbesserungsvorschläge anschauen. Da sie aber schon ein paar Klicks generiert haben, sind sie in der ersten Runde nicht so wichtig.

Je nachdem, wie viele Artikel Sie wöchentlich veröffentlichen, bietet sich schon eine Überprüfung schon nach einem oder zwei Monaten an. Sie sollten jedoch spätestens in einem Abstand von sechs Monaten kontrollieren, ob sich etwas verbessern lässt. Auch beim Erstellen von neuen Blogposts sollten Sie einige Punkte beachten, aber das erfahren Sie an anderer Stelle 😉

Und noch etwas: Neben dem Verbreiten der neuen Artikel über die sozialen Netzwerke, können Sie auch gerne ab und an einen Link zu einem älteren Artikel einstreuen. Mal auf dem einen, mal auf einem anderen Kanal und auch nur, um Ihre Kontakte daran zu erinnern, dass der Artikel auch noch da ist und gelesen werden möchte. Oder Sie wählen einen aus, der thematisch zum neuen passt – ganz wie Sie möchten. Vergessen Sie Ihre Schätzchen nur nicht.

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Was überprüfen Sie regelmäßig an Ihren Artikeln?

Vanessa DincklageSo verbessern Sie die Page Performance Ihrer Blogposts
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