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In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Die Wirkung von Infografiken

Infografiken werden nicht erst seit gestern zur Wunderwaffe des Content Marketings hoch stilisiert. Professionell aufbereitet und richtig eingesetzt können sie in der Tat mehr leisten als lange erklärende Texte allein. Ohne einen entsprechenden Text sind sie wiederum nichts wert und helfen nicht wirklich.

Infografiken erleichtern den Lesern bzw. Betrachtern das Verständnis eines Sachverhaltes.

Ein Bild oder tausend Worte

Schon unsere Ur-Ur-…-Großeltern aus der Steinzeit wussten, wie man mit Bildern ganze Geschichten erzählte. Dies belegen überall gefundene und historisch hinreichend untersuchte Höhlenmalereien.
Allerdings ist auch klar, dass diese Malereien einen großen Interpretationsspielraum für ihre Bedeutung zulassen und wesentliche Details – z.B. einer Mammutjagd – sicherlich nicht detailgetreu und in allen Einzelheiten wiedergeben werden konnten. Hierfür fehlte unseren Urahnen das geschriebene Wort!

Auch heute ist das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ nach wie vor richtig. Und in Kombination mit gesprochenem oder geschriebenem Text sicherlich die beste und schnellste Art Inhalte im Kopf eines Betrachters zu verankern.

Grund hierfür ist, dass sich Menschen nur zu 10% daran erinnern, was sie gelesen haben, allerdings zu 30% daran, was sie gesehen haben und zu 50% daran, was sie gesehen und gehört bzw. gelesen haben.

Was können Bilder bzw. Infografiken leisten?

Richtig eingesetzt, können Infografiken viel zum Verständnis eines Themas beitragen:

  1. Komplexitäten verringern.

    Durch grafisch einfache Darstellungen lassen sich vor allem komplexe und komplizierte Sachverhalte erheblich einfacher vermitteln. Dies liegt daran, dass Grafiken und Bilder weniger Involvement benötigen. Ein Bild erfasst man schnell und mit einem Blick.
    Einen Text muss man erst mal lesen wollen. Um dies zu tun, bedarf es einer Auseinandersetzung mit dem Thema. Eine Grafik blitzt vor dem Auge auf und man kann es als Betrachter gar nicht vermeiden, dass sich diese mehr oder weniger bis zum Gehirn vorarbeitet. Zusätzlich wird die Dechiffrierung oder die Übersetzung einer Grafik durch den Menschen als einfacher empfunden.

  2. Textanzeigen funktionieren meistens nur gut, wenn der Text auf das wichtigste reduziert wird.

  3. Bilder schaffen mehr Aufmerksamkeit!

    Diese Weisheit macht sich der gemeine Marketingmensch seit Jahrzehnten zu Nutze. Wirklich erfolgreiche Werbekampagnen haben in der Regel mit einem Bild gearbeitet und weniger mit Text. Wenn es dann mal eine Textanzeige zu wirklichem Ruhm geschafft hat, ist diese allerdings sehr grafisch umgesetzt, wie das Beispiel von IBM zeigt. Oder der Gesamteindruck ist sehr grafisch und fällt deswegen schnell ins Auge, wie bei der VW Anzeige.

  4. Der grafische Gesamteindruck einer Anzeige kann als Auslöser für die Aufmerksamkeit dienen - nur dann wird jemand den vergleichsweise längeren Text auch lesen.

  5. Wiederholung hilft.

    Was in der Schule schon immer half, hilft auch zur Erinnerung von Botschaften, die wir einem potenziellen Kunden transportieren wollen: Wiederholung!
    Wenn man den textlich transportierten Inhalt über eine Grafik noch mal in bildlicher Form wiederholt, fördert das die Erinnerung beim Betrachter. Es schafft bei ihm eine höhere Sicherheit in Sachen Verständnis. Auf deutsch: Der Betrachter glaubt es besser verstanden zu haben und erinnert sich auch deswegen besser daran.

  6. Emotionen transportieren.

    Bilder oder auch bildhafte Infografiken können viel stärker die Emotionen beim Betrachter wecken, als ein geschriebener Text. Dies liegt darin begründet, dass Bilder in dem Teil des Gehirns verarbeitet werden, der auch für die Gefühle zuständig ist. Texte hingegen müssen über ihren Inhalt den Umweg über den analytischen Teil des Hirns zum Gefühlsteil finden. Das dauert etwas länger in seiner Wirkung und ist auch nicht so Nachhaltig verankert.

  7. Textwüsten auflockern.

    Wer mag schon endlose Texte? Allein die Tatsache, dass man einen seitenlangen Text ohne auflockernde Elemente lesen soll, treibt den meisten Menschen bereits Schweiß auf ihre Stirn. Und wenn es um komplexere Themen geht, muss man diesen Text womöglich zweimal lesen um ihn überhaupt zu verstehen. Das ist anstrengend und der Mensch ist von Natur aus faul. Vor allem denkfaul, was wiederum daran liegt, dass das menschliche Gehirn einer der größten Energieverbraucher im Körper ist. Und mit Energie muss man sparsam umgehen.
    Mit Bildern und Grafiken kann man einerseits Reize schaffen, die den Betrachter dann doch den Text lesen lassen und zugleich erklärende Informationen vermitteln, die den Text unterstützen.

  8. Verteilung im Social-Web

    Ist eine Infografik gut gemacht und erklärt sie einen komplexen Sachverhalt sehr einleuchtend und einfach wird diese in der Regel schneller und häufiger in den sozialen Medien ver- und geteilt.

Das Fazit ist also: Die Kunst einen guten Beitrag zu verfassen besteht darin, Grafik und Text sinnvoll und harmonisch so zu kombinieren, dass er einerseits ein möglichst hohes Interesse weckt und andererseits genügend Inhaltstiefe transportiert. Und wenn er dann auch noch etwas fürs Auge ist, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

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Welche Erfahrungen haben Sie mit Infografiken gemacht? Gibt es z.B. eine gewisse Länge, die man nicht überschreiten sollte?

Uwe FreeseDie Wirkung von Infografiken
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