Blog

In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Seeding oder Outreach? Zwei Begriffe, ein Kampagnenaufbau

Content Seeding oder Outreach, beides beschreibt das aussäen von Content über verschiedene Kanäle. Wie Sie eine Seeding Kampagne aufbauen, erfahren Sie hier.
Content Seeding, oder auch nur Seeding, meint das gezielte Aussäen oder Verteilen des eigenen Contents als Teil einer Content Marketing Strategie – vor allem in Bezug auf Soziale Netzwerke und Videoplattformen. Die Inhalte dafür sind auf eine virale Verbreitung ausgelegt, also vor allem visuell gestaltet, damit sie einfach und schnell zu begreifen sind. Wenn ein solcher Content ausgesät wurde, sollte man sich ’nur noch‘ zurücklehnen, der Reichweite beim Wachsen zusehen müssen und später dann den Erfolg, bspw. in Form von Neukunden, ernten können. Letztes Jahr hat NIVEA einen nicht ganz unumstrittenen Clip ins Netz gestellt, der im Internet jedoch ziemlich schnell zu Berühmtheit gelangte.

Outreach

Eine solche oder vergleichbare Aktion passt allerdings nicht zu jedem Unternehmen, geschweige denn zu jeder Contentart. Darum hat sich für das Seeding in Verbindung mit Inbound und Content Marketing der Begriff Outreach als Synonym etabliert. Er meint das Schaffen von Reichweite über die Kontaktaufnahme zu potentiellen Multiplikatoren (also Online-PR) und das Vernetzen von eigenem Content mit deren Websites.

Zwei Begriffe, eine Vorgehensweise

Im Grunde beschreiben beide Begriffe aber den gleichen Vorgang, der durchlaufen werden muss, um zu erreichen, das der zu verbreitende Content auch dort ankommt, wo Sie ihn gerne platziert haben möchten. Beide Male müssen Sie

  • überlegen, was Sie mit der Veröffentlichung des Contents erreichen möchten.
  • recherchieren, welche Multiplikatoren Sie am besten ansprechen sollten und wo genau der Inhalt veröffentlicht werden soll.
  • Kontakt mit den Multiplikatoren aufnehmen. (Hier ist der Wortbedeutung nach vor allem der Outreach gemeint.)
  • den Content bei den Multiplikatoren und Influencern ankündigen bzw. veröffentlichen. (Dieser Schritt ist das eigentliche Seeding.)
  • nachhalten, welcher Content auf welchem Kanal gut oder nicht so gut angekommen ist und in der nächsten Kampagne verbessert umsetzen.

Das Seeding von viralem Content ist, wie oben schon erwähnt, meist einfacher, da er in Form eines Bildes oder Videos über die Sozialen Netzwerke veröffentlicht werden kann. Bei hilfreichem Content, der sich nicht immer in Videos umsetzen lässt, wie bspw. viele Blogbeiträge, sieht das etwas anders aus, hier muss man ggf. eine längere Vorabreit betreiben, um seine Reichweite erhöhen zu können.

Aufbau einer Seeding Kampagne

… oder Aufbau einer Outreach Kampagne, wie Sie möchten – zu einer Kampagne gehören in jedem Fall 5 Schritte:

1. Planung

Legen Sie genau fest, welche Ziele Sie mit diesem Content erreichen möchten. Dabei reicht es nicht nur zu sagen „Reichweite erhöhen“ oder „Mehr Leads generieren“; Seien Sie so genau wie möglich und definieren Sie Ihre Ziele „Reichweite innerhalb von X Tagen/Wochen um Y erhöhen“ oder „Innerhalb von A Tagen/Wochen B Leads generieren.“ So können Sie einfacher messen, ob Sie Ihre Ziele nach Ablauf der Kampagne erreicht haben – wenn Sie sie realistisch formuliert haben, ansonsten könnte es schwierig werden.

2. Recherche

Finden Sie heraus, über welche Websites, Blogs oder reichweitenstarke Social Media Nutzer Sie Ihren Content am besten veröffentlichen können bzw. welche Personen sie dafür ansprechen müssen. Beim ’normalen‘ Seeding mit Content, der auf virale Verbreitung ausgelegt ist, bieten sich natürlich die für Ihre Zielgruppe relevanten Social Media Kanäle an. Wenn Sie aber ‚Content Marketing Seeding‘, also Outreach, betreiben möchten, können auch einflussreiche Branchen-Blogs helfen.

3. Kontaktaufnahme

Ist Ihr Content schon ‚viral‘ genug, reicht es vermutlich ihn einfach auf Ihren Social Media Kanälen zu veröffentlichen und sozusagen direkten Kontakt mit den (potentiellen) Kunden herzustellen.

Was beim Seeding relativ einfach ist und schnell geht, ist beim Outreach etwas langwieriger: Die Kontaktaufnahme kann z.B. über die Kommentarfunktion in einem Blog erfolgen. Hier sollten Sie nicht direkt beim ersten Mal auf Ihre Inhalte verweisen, sondern einen thematisch passenden und sachlich fundierten Beitrag leisten. Wenn Sie dies wiederholen, wird der Blogbetreiber (und dessen Leser) auf Sie als Branchenexperte aufmerksam – ebenso ist es bei Diskussionen oder Unterhaltungen, die über die sozialen Netzwerke stattfinden. Gestalten Sie die Kontaktaufnahme in jedem Fall so persönlich wie möglich, auch wenn Sie ’nur‘ eine E-Mail an einen Seitenbetreiber schreiben, schließlich wollen Sie den Empfänger ja (später) um etwas bitten – mit 0-8-15-Nachrichten können Sie keine gute Basis aufbauen.

4. Seeding

Die gezielte Erstplatzierung Ihres Contents auf für Ihre Zielpersonen relevanten und von ihnen hochfrequentierten Plattformen. Das Seeding kann man in zwei Kategorien aufteilen:

  • einfaches Seeding:

    Sie teilen den Content nur mit Freunden, Bekannten und Geschäftskontakten, mit der Absicht, dass sie ihn sozusagen selbst entdecken. (So ist eine virale Verbreitung Ihres Contents allerdings sehr unwahrscheinlich.)

  • erweitertes Seeding:

    Sie streuen Ihren Content gezielt über die Kanäle, die Sie bei der Recherche ausfindig gemacht haben, damit die Verbreitung schnell und massiv über so viele Kanäle wie möglich geschieht. (Aus welchen Kanälen Sie auswählen können und wie sie sich unterteilen lassen, erfahren Sie hier.)

    Zu dieser Kategorie zählt auch der Outreach, da Sie in diesem Schritt den Content bei den Multiplikatoren ankündigen bzw. ihnen zur Verlinkung oder Platzierung zur Verfügung stellen oder in Blog-Kommentaren oder in Foren auf Ihre eigenen Inhalte verweisen.

Wichtig ist hier natürlich vor allem eine gute Vorarbeit, damit Ihre Multiplikatoren auch bereit sind Ihren Content zu verbreiten und dadruch zu empfehlen.

5. Nachbereitung

Hier geht es an die Zahlen: Haben Sie die Ziele erreicht, die Sie sich gesetzt haben? Über welche Kanäle konnten Sie den meisten Erfolg verbuchen? Was hat nicht so gut funktioniert? Ziehen Sie daraus Schlüsse, um Ihre nächsten Kampagnen verbessern zu können.

Sowohl beim Outreach, als auch beim Seeding sollten Sie in jedem Fall genau so viel Zeit für die Vorbereitung investieren, wie für die Produktion des Contents – wenn nicht sogar mehr, je nachdem, welche Art von Content Sie aussäen wollen.

Wir haben auch 10 Tipps zusammengestellt, wenn Sie lieber erstmal klein anfangen und ’nur‘ den Content Ihres Blogs unter die (potentiellen) Leser bringen möchten. Diese Tipps sind auch Teil unseres kostenlosen E-Books Erfolgreich bloggen für Unternehmen.










Vanessa DincklageSeeding oder Outreach? Zwei Begriffe, ein Kampagnenaufbau
Teile diesen Artikel

Diskutiere mit