Blog

In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Inbound Content Marketing – revolutionär oder altbekannt?

Inbound Content Marketing setzt auf das Interesse eines potentiellen Kunden, indem es relevante Inhalte kostenfrei zur Verfügung stellt.
Vor 15 Jahren führte Seth Godin den Begriff „Permission Marketing“ ein und veröffentlichte auch gleich ein Buch unter diesem Titel. Untertitel: „Turning strangers into friends, and friends into customers“.

Kunden sollen aktiv sein

Damit war die Grundidee schon skizziert. Es sollte nicht mehr darum gehen, auf dem Schlachtfeld der Push-Werbung unter den zahllosen Werbebotschaften, denen wir Tag für Tag ausgesetzt sind, irgendwie aufzufallen, sondern es sollten für jeden persönlich relevante Informationen angeboten werden. Und diese Informationen sollten nicht aufgezwungen werden, sondern von den Zielgruppen aktiv angefordert werden. Und natürlich sollten diese Informationen einen werblichen Hintergrund haben und es sollten durch kontinuierliche Kommunikation Leads und letztlich treue Kunden generiert werden.

Ungefähr zeitgleich skizzierten die McKinsey-Berater John Hagel III und Marc Singer in ihrem Buch „Net Value“ den Infomediär, der Unternehmen und Kunden ohne Push-Werbung zusammenführen sollte, indem er potentiellen Kunden möglichst neutral für sie relevante werbliche Informationen bereitstellen sollte. Informationen, die der Kunde aktiv abrufen sollte.

Zwei schöne Gedanken, die den Weg in die Zukunft des digitalen Marketing wiesen, weil sie dessen Möglichkeiten ausnutzten und sich wunderbar kombinieren ließen.

Soweit die Theorie.

Inwieweit wird Inbound Content Marketing tatsächlich umgesetzt?

Aber welches Unternehmen hat diese Herangehensweise bisher konsequent ausgenutzt und vor allem: Wer hat sie konsequent zu Ende gedacht?
Permission Marketing beschränkt sich selbst bei den großen Brands in aller Regel auf den Versand von personalisierten Newslettern. Infomediäre im weitesten Sinn stellen sich meist als Online-Preisvergleicher dar oder tarnen sich mehr oder weniger schlecht als „Verbraucher-“ bzw. „Bewertungsportale“.

Aber welches Unternehmen stellt seinen Zielgruppen wirklich wertvollen Content zur Verfügung? Ja, es gibt sie, diese Unternehmen, spontan fällt mir die Baumarktkette ein, die zahllose Anleitungen und Videos für den ambitionierten Heimwerker anbietet. Aber dort regiert das „Prinzip Hoffnung“. Leads werden so nicht generiert. Es wird kein echter Funnel aufgebaut, der konsequent auf Kundengewinnung hinarbeitet.

Eine gute Inbound Content Marketing Strategie geht hier eindeutig weiter. Worum geht es denn im Kern von werblicher Kommunikation? Egal wie sie sich nennt, ob Werbung, Dialogmarketing, Public Relations, etc., egal ob im Bereich B2B oder B2C? Immer um das Versprechen an den Kunden, dass wir seine Bedürfnisse mit Produkten befriedigen, die die für ihn relevanten Nutzen optimal erfüllen.

Es geht um Vertrauen

Befriedigen wir doch im Vorfeld einfach das eine oder andere seiner Informationsbedürfnisse, denn wenn die Information wertvoll ist, dann wird der Interessent auch bereit sein, dafür seine Mail-Adresse zu offenbaren. Und wenn er dann weiterhin soliden und für ihn wertvollen Content erhält, der NICHT mit Werbung durchseucht ist – dann wird er auch Vertrauen aufbauen, ganz im Sinne von Seth Godin.

Und wenn er vertraut, dann ist die größte Hürde überwunden und eine werbliche Ansprache vielleicht auch gar nicht mehr nötig – denn wem ich vertraue, bei dem kaufe ich auch gerne.

Quintessenz: Inbound Content Marketing ist wohl keine brandneue Idee, aber eine neue und konsequente Form der Umsetzung, die eine Win-Win-Situation für Kunden und Unternehmen schaffen kann.

Vielen Dank an Dirk Schäfer für seinen Gastauftritt bei uns!
Wie eine vollständige Inbound Content Marketing Strategie aussehen kann, erfahren Sie in unserem kostenfreien White Paper ‚Die Inbound Content Marketing Methode‘.






Dirk SchäferInbound Content Marketing – revolutionär oder altbekannt?
Teile diesen Artikel

Diskutiere mit