Blog

In diesem Blog geht es um den Wandel im Marketing. Die Inhalte sollen helfen, die unternehmensinterne Transformation hin zum Inbound- und Content Marketing zu inspirieren und zu unterstützen. Ihre Kommentare sind höchst willkommen!

Content hin, Journalismus her.

Hat Journalismus ausgedient? Oder ist Content Marketing nur ein Hype, der wieder verschwindet?
„Journalismus statt Content Marketing?“, „Content Marketing statt Journalismus!“, „Content-Marketing ist tot“ oder „Ich hasse Content!“ sind nur einige der reißerischen Headlines aus der vergangenen Woche in namhaften Onlineportalen der Marketing- und Kommunikationsbranche.
Was ist hier los?

Drei Kontrahenten bestimmen den Disput

Tobias Schönpflug ist verantwortlich für das Content Marketing in einer namhaften Agentur, Jochen Mai ist gelernter Wirtschaftsjournalist, Dozent und ein gefragter Keynote-Speaker und Christian Faltin ist Kommunikations-Pragmatiker und ein guter Geschichtenerzähler.

Aber eines haben sie alle drei gemeinsam: Sie arbeiten in der Kommunikationsbranche und verdienen mit Kommunikation ihr Geld. Ob es jetzt Content Marketing, Journalismus oder gute Geschichten mit Emotionen heißt,  jeder betrachtet das Thema durch seine spezielle Brille. Recht haben sie alle drei – jeder auf seine Weise.

Recht hat Jochen Mai wenn er sagt, es gehe um eine Content Strategie. Recht hat Christian Faltin, wenn er sagt, dass es im Kern einfach nur eine gute Geschichte braucht. Und Recht hat auch Tobias Schönpflug wenn er sagt, dass man Content Marketing erst mal richtig verstehen muss.

Was passiert eigentlich derzeit im Marketing?

Aus meiner Sicht vollzieht sich der dramatischste Wandel in der Branche, den diese seit der Entwicklung des Marketings durchlebt hat oder noch durchleben muss. Und daran sind nicht die werbetreibenden Unternehmen schuld aber auch nicht die Konsumenten. Schuld ist das Internet mit seinen Möglichkeiten, die es den Nutzern bietet.

Die Informationshoheit, die früher bei den Medien und bei den werbenden Unternehmen lag, hat sich umgekehrt. Jedem Menschen, der einen Rechner und einen Netz-Zugang hat, steht annähernd das gesamte Weltwissen zur Verfügung. Jeder kann sich über alles informieren, kann seine Meinung abgeben, kann Informationen überprüfen und sich sein eigenes Bild machen. Früher musste er das nehmen und für wahr halten, was ihm per Medien und Werbung verabreicht wurde. Das funktioniert nicht mehr und wir wissen es nicht erst seit gestern. Wer an Altem festhält darf sich dann laut Jochen Mai auch nicht wundern,

„…wenn die Ausgaben reziprok proportional zu den Conversions oder zum Gewinnen echter Markenbotschafter steigen…“.

Worum geht es heute?

Nach wie vor geht es darum, den Kunden von Produkten und Diensten zu überzeugen – da hat sich im Marketing nichts geändert. Nur der Weg ist ein anderer. Er ist viel komplexer und schwieriger geworden. Es gibt nicht mehr nur zwei oder drei Kanäle – es gibt eine unüberschaubare Vielzahl von Kontaktpunkten die sich mit den unterschiedlichen Zielgruppen noch potenziert.

Die Frage lautet also:

Wie, womit und wo kann ich die Kunden überzeugen?

Das verlangt einen grundlegenden Perspektivwechsel bei den Marketern. Man muss sich erst intensiv mit dem potenziellen Kunden beschäftigen um die Fragen beantworten zu können. Man muss beantworten welche Themen interessiert unsere Zielperson, wo sucht er nach diesen Themen oder wo können wir ihm diese Themen anbieten und wie geht er mit der Information um. Wir müssen also seine Situation, seine Interessen und sein Verhalten analysieren. Da reicht es nicht aus zu sagen: Meine Zielperson ist zwischen 19 und 35 Jahre alt, eher männlich und hat ein Haushaltsnettoeinkommen von 3.500 Euro. Damit kommt man nicht weiter.

Was brauchen wir also seitens der Unternehmen um den Kunden zu überzeugen?

  1. Ein Umdenken in den Marketingabteilungen und das Verständnis um die Kommunikationsprozesse und Wirkungsketten in der Kundenkommunikation.

  2. Eine konsequente Richtung in die man seine Kommunikation treiben will, mit glaubwürdigen und schlüssige Themen, die zum Unternehmen passen.

  3. Interessante und spannende Geschichten, die jeden Tag mit anderen Informations- und Entertainment-Angeboten konkurrieren müssen und können.

Das bedeutet kurz gesagt

Ein Verständnis von Content Marketing (Tobias Schönpflug), eine Content Strategie (Jochen Mai) und im Kern eine gute Geschichte (Christian Faltin).

Und jetzt kommen wir zum eigentlichen Ziel der Debatte: Content Marketing für sich selber und ihr Produkt zu betreiben. Dies wird unter anderem auch mit schmissigen Headlines und kontroversen Meinungen gemacht. Soviel haben wir von den Journalisten – vornehmlich von denen die für die Zeitung mit den vier großen roten Buchstaben schreiben – dann doch gelernt.

In diesem Sinne: Content Marketing ist tot – es lebe Content Marketing!

Wie man es am besten verstehen und eine Strategie aufbauen sollte, und darin im besten Fall noch eine Geschichte erzählt, erfahren Sie in unserem kostenlosen White Paper ‚Die Inbound Content Marketing Methode‘.









Uwe FreeseContent hin, Journalismus her.
Teile diesen Artikel

1 Kommentar

Diskutiere mit

Diskutiere mit